Budder: Herstellung und Konsumentensicherheit


Budder: Herstellung und Konsumentensicherheit

Die jeweiligen Extraktionsmethoden haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, aber verfolgen dasselbe Ziel, nämlich high zu werden. Davon abgesehen ist Budder ein weiteres Konzentrat, dessen Konsistenz irgendwo zwischen Cannabisöl und Shatter liegt.

In Anbetracht der großen Ähnlichkeit mit bereits existierenden Konzentraten, fragen wir uns also, was Budder überhaupt ist.

WAS IST BUDDER?

Budder ist eine Art Cannabis-Wax. Innerhalb dieser Kategorie gibt es neben ein paar anderen Konzentraten auch Honeycomb und Crumble. Bist Du schon verwirrt? Um was es sich bei Buder handelt, lässt sich am besten anhand der Konsistenz und Textur von Budder begreifen. Stell Dir einfach vor, Budder liegt sozusagen in der Mitte der beiden oben genannten Konzentrate.

Honeycomb ist leicht und hat eine luftige Konsistenz. Es sieht fast so aus, als wäre es mit Luft gefüllt oder wie Schlagsahne geschlagen. Außerdem bricht es leicht.

Crumble verhält sich genau so, wie es der Name vermuten lässt. Auf Deutsch bedeutet „to crumble“ nämlich zerbröseln, zerbröckeln. Dadurch ist dieses Konzentrat in der Handhabung relativ einfach, denn man kann es mit den Fingern zerkleinern.

Budder ist nicht ganz so fein und zerbrechlich wie Honeycomb. Budder bricht auch nicht wie Crumble in Stücke. Um eine Portion für den Konsum abzutrennen, benötigt man einen Dabber, anstatt das Ganze per Hand zu zerkleinern. Das liegt vor allem an der wachsähnlichen Beschaffenheit.

Eine Sache haben die drei Konzentrate allerdings gemeinsam. Im Grunde genommen werden alle drei mithilfe von Butangas oder CO₂ extrahiert.

WIE WIRD BUDDER HERGESTELLT?

Wie gerade erwähnt, werden bei der Extraktion chemische Lösungsmittel eingesetzt (Butan und CO₂), um die Buds sozusagen aufzudröseln und Cannabinoide wie THC und CBD zu extrahieren. Im nächsten Schritt werden die potenziell gefährlichen Lösemittel entfernt, indem das Konzentrat mithilfe von Hitze und Luftdruck gereinigt wird. Zurück bleiben die konzentrierten Inhaltsstoffe der Cannabispflanze.

Änderungen verschiedener Produktionsabläufe führen zu einer veränderten Konsistenz und sind für die Vielzahl an Konzentraten auf dem Markt verantwortlich.

Die Textur von Budder ergibt sich aus der Kristallisierung der extrahierten Cannabinoide während des Extraktionsvorgangs. Diese Cannabinoide werden bei einer höheren Temperatur gereinigt, während sie wie ein Teig geschlagen werden.

Durch achtsame Regulierung der Temperatur während des Reinigungsprozess sowie gezieltes „Schlagen“, lässt sich extrem fluffiges und schön anzusehendes Budder herstellen.

WIE MAN BUDDER KONSUMIERT

Budder kann auf verschiedene Arten konsumiert werden, meistens jedoch mithilfe eines Dabbers. Das Schöne an Konzentraten ist, dass sie sehr vielseitig einsetzbar sind.

IN EINEM JOINT

IN EINEM JOINT

Eine relativ unkomplizierte Konsummethode. Während Du Deinen Joint vorbereitest, kannst Du Dein Budder mit einem Nagel, den Du zum Dabben verwendest, zerkleinern. Du kannst auch ein anderes, ähnlich kleines Werkzeug verwenden. Die Krümel kannst Du dann in Deinen Joint einbauen. Für das beste Raucherlebnis sollten die Budder-Stückchen gleichmäßig der Länge nach verteilt und am besten in das Zentrum des Joints eingedreht werden.

Wie andere Konzentrate auch, verbrennt Budder langsamer als Buds. Kommt etwas von dem Budder mit dem Drehpapier in Kontakt, kann das dazu führen, dass der Joint unregelmäßig abbrennt.

BONG ODER BUBBLER

Viele Cannabis-Konsumenten sind es gewohnt, Köpfe ihrer Bong oder des Bubblers mit Gras zu befüllen. Der Kopf wird angezündet und man inhaliert den Rauch. Fügt man ein Konzentrat hinzu, ändert sich an dem Vorgang im Prinzip gar nichts. Je nach verwendeter Bong, gibst Du das Konzentrat in den Kopf, zündest ihn an und inhalierst.

Die Schwierigkeit bei Bongs und Bubblern ist der unterschiedliche Schmelzpunkt von Konzentraten im Vergleich zu den Buds. Wird das Konzentrat nicht ordentlich erhitzt, erhält man einen nicht sehr befriedigen Zug mit wenig Geschmack.

VAPORIZER

Einfach in der Handhabung und überall hin mitnehmbar (falls Du einen tragbaren Verdampfer hast), haben sich Vaporizer schnell zu einer der beliebtesten Konsummethoden für Cannabis-Konzentrate gemustert.

Allerdings eignen sich nicht alle Vaporizer für jede Art von Konzentrat. Vor allem günstigere Modelle erhitzen das Konzentrat nicht richtig. Das führt zu denselben Problemen wie bei einer Bong oder einem Bubbler – ein minderwertiges Raucherlebnis und wenig Geschmack.

Ein Grund für die Beliebtheit von Verdampfern ist, dass man keinen Tabak benötigt und keine Verbrennstoffe, wie zum Beispiel Drehpapier inhalieren muss.

Vaporizer heizen sich bis zu dem Punkt auf, an dem die aktiven Inhaltsstoffe wie Cannabinoide verdampfen. Sie werden also nicht verbrannt und als Rauch inhaliert, sondern als Dampf eingeatmet.

In der Regel ist das aufgrund des gesundheitlichen Aspekts die bevorzugte Konsummethode. Man kann die gewünschte Wirkung des Konzentrats erfahren und muss sich keine Sorgen darüber machen, etwas zu verschwenden.

Letztendlich können ordentliche Vaporizer mit einer ausreichenden Hitzeentwicklung und der Fähigkeit, verschiedene Konzentrate zu konsumieren, ganz schön teuer sein. Da lohnt es sich auf jeden Fall, sich mit der Vielzahl der Geräte auf dem Markt zu befassen, um einen Verdampfer zu finden, der den eigenen Ansprüchen gerecht wird.

DABBING

DABBING

Zu guter Letzt wäre da noch das Dabbing. Beim Dabbing verdampfst Du das Konzentrat Deiner Wahl auf einer erhitzten Oberfläche. Diese Oberfläche wird oft als Nagel (Nail) bezeichnet und erinnert an den Kopf einer Bong.

Die aufsteigenden Dämpfe werden durch eine Dab Rig inhaliert. Hierbei handelt es sich um nichts anderes als eine spezielle Bong. Um das Konzentrat aufzuheizen, verwendet man üblicherweise ein elektronisches Heizelement oder einen kleineren Bunsenbrenner. Aufgrund der hohen Temperaturen sind Dab Rigs in der Regel anders konstruiert als herkömmliche Glasbongs.

Die vermeintlich bessere Verarbeitung schlägt sich in höheren Kosten nieder. Wenn Du auf ein elektronisches Heizelement oder einen E-Nail aus bist, kann das ganz schön ins Geld gehen. Auch ein Punkt, den Du bei der Auswahl der geeigneten Konsummethode für Dein Konzentrat beachten solltest.

WAS SIND DIE VORTEILE VON BUDDER?

Genau wie jede andere Art von Konzentrat gibt es auch bei Budder einen Vorteil, der den Rest überragt. Die Intensität des Highs.

Das liegt an der einzigartigen Extraktion von THC bei der Herstellung von Konzentraten. Mit hochwertigen Buds und erstklassiger Ausrüstung kann ein THC-Gehalt von bis zu 80% erreicht werden. Damit liegt er bedeutend höher als bei normal angebauten Sorten, die zwischen 10-26% THC produzieren können.

Durch die höhere THC-Konzentration benötigen Konsumenten weniger, um die Wirkung zu spüren, die beinahe unmittelbar eintritt.

Weiterentwicklungen im Extraktionsprozess haben bei einigen Herstellern sogar zur Produktion von Budder geführt, der angeblich einen THC-Gehalt von ca. 90% aufweist.

Es gibt einen entscheidenden Vorteil, der gerne übersehen wird. Terpene. Dabei handelt es sich um Stoffe, die während der Extraktion beibehalten werden. Diese Inhaltsstoffe sind hauptsächlich für das Aroma von Cannabis verantwortlich. Außerdem helfen Terpene dabei, die Wirkung einer bestimmten Sorte zu prägen.

Eine Sorte, die beispielsweise das Terpen Linalool enthält, besitzt ein süßes Aroma, das an Zuckerwatte erinnert. Zudem ist das Terpen für die sedierende Wirkung des Highs verantwortlich.

Linalool ist nur ein Beispiel von hunderten Terpenen. Der Punkt ist aber, dass mithilfe einer vorsichtigen Manipulation des Extraktionsprozess, der Terpen-Gehalt an den Geschmack angepasst werden kann.

Aus Sicht der Konsumenten ist das Verdampfen von Konzentraten aufgrund des intensiveren Geschmacks beliebter.

IST BUDDER UNBEDENKLICH?

IST BUDDER UNBEDENKLICH?

Das hier ist die alles entscheidende Frage. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Herstellung von Konzentraten mit Butan ein signifikantes Risiko darstellt, vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.

Butan ist äußerst flüchtig und bei unsachgemäßer Handhabung kann es zu einer Explosion kommen und schwere Schäden verursachen. Die Schlagzeilen über „fehlgeschlagene“ Extraktionsversuche durch stümperhafte Konzentratenthusiasten haben auch nicht wirklich dazu beigetragen, mit diesem Stigma aufzuräumen.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die schädlichen Auswirkungen, die Verunreinigungen durch die Extraktion mit Butan bei der Inhalation haben.

Expertenwissen und eine hochwertige Profiausrüstung sind bei der Herstellung von Konzentraten mithilfe von Butan ein Muss. Konsumenten sollten ihre Produkte unbedingt von seriösen Anbietern beziehen.

Neben dem eigentlichen Herstellungsprozess von Konzentraten bleibt immer noch die Tatsache, dass Konzentrate wesentlich potenter sind als beispielsweise das Rauchen eines herkömmlichen Joints.

Das bedeutet, dass es Konsumenten angesichts des hohen THC-Gehalts der meisten Konzentrate unbedingt langsam und bedacht vorgehen sollten. Geh deshalb die Sache ruhig an und genieße die Erfahrung.