Bongs: Was ist eine Bong und wie benutzt man sie?


Bongs: Was ist eine Bong und wie benutzt man sie?

Jeder, der sich eine gewisse Zeit lang mit Cannabis beschäftigt, hat womöglich auch mit verschiedenen Möglichkeiten für den Genuss der Pflanze experimentiert. Dabei gibt es viele verschiedene Methoden – selbst beim Rauchen. Eine der beliebtesten Methoden, Cannabis zu rauchen, ist mithilfe einer Bong.

Im Grunde ist eine Bong nichts anderes als eine Wasserpfeife. Hanffreunde verwenden sie häufig, um die Wirkung zu verstärken und den inhalierten Rauch zu kühlen. Bongs gibt es in verschiedenen Größen, Formen und aus den unterschiedlichsten Materialien. Es gibt Modelle aus Holz, Glas, Acryl, Ton, Bambus und Keramik. Egal, wie sie aussehen oder aus welchem Material sie bestehen, die Funktionsweise ist in der Regel bei allen gleich. Jede andere Variation liegt letztendlich in den Händen des Herstellers/Designers.

GESCHICHTE DER BONG

Die Verwendung antiker Bongs kann bis zu 2 400 Jahre zurückverfolgt werden. Aktuelle russische Ausgrabungen zeigen ausgefallene Bongs aus Gold, die von dem iranisch-eurasischen Volksstamm der Sykthen gefertigt wurden. In Teilen Afrikas und Zentralasien wurden andere, primitivere Bongs gefunden. Diese wurden oftmals aus Keramik oder Tierhörnern gefertigt und stammen aus der Zeit zwischen 1100 und 1400 n. Chr..

Das Wort „Bong“ stammt von dem thailändischen Wort „baung“ ab. Der Name ist eine Bezeichnung für Röhrenbongs, die in Zentralasien überaus beliebt waren. Als Bongs allmählich zu den modernen Versionen, wie wir sie heute kennen, weiterentwickelt wurden, blieb der Name erhalten.

In historischen Berichten wird behauptet, chinesische Dynastien seien für den Gebrauch von Wasser in einer Bong verantwortlich. Ob es stimmt oder nicht, der royale Status einer Wasserpfeifen-Bong während dieser Zeit lässt sich nicht leugnen. Mehrere Herrscher wurden zusammen mit ihren kostbaren Stücken begraben.

AUFBAU EINER BONG

Unabhängig von Material und Design, bestehen Bongs fast immer aus diesen bestimmten Bestandteilen:DIE ANATOMIE DER BONG

• Kopf: Der Kopf ist der meist runde, bauchige Behälter, in den die getrockneten Buds kommen und verbrennen. Manchmal ist dieser Teil abnehmbar.

• Kickloch: Das Kickloch ist ein kleines Loch, womit man den gesamten Rauch aus der Bong inhalieren kann. Ausgefallenere Modelle besitzen ein eingebautes Loch, während man bei anderen Bongs für denselben Effekt den Kopf abnehmen muss.

• Chillum: Das dünne Rohr, durch das der Rauch vom Kopf in den Bauch der Bong gelangt, heißt Chillum. Anschließend kann der Rauch durch das Wasser gekühlt und gefiltert werden.

• Körper: Am Fuß der Bong befindet sich der Bongkörper. Er kann viele verschiedene Formen haben. In der Regel sieht er aus wie eine Kugel oder ein Kolben.

• Hals: Am Ende des Halses ist das Mundstück. Es handelt sich dabei um die Kammer, die sich mit Rauch füllt, nachdem er im Wasser gefiltert wurde. Moderne Bongs haben alle möglichen Funktionen wie zum Beispiel einen Spritzschutz und einen sogenannten „Eisfang“. Das sind Hohlräume im Hals, in die Eiswürfeln gegeben werden können, um den Rauch beim Inhalieren noch kühler zu machen.

BONGMATERIALIEN

Wie bereits erwähnt, kann eine Bong aus verschiedenen Materialien gefertigt werden. Obwohl es technisch gesehen kein „bestes“ Material gibt, hat jeder Werkstoff eigene Vor- und Nachteile und manche sind für bestimmte Situationen besser geeignet.

GLASBONGS

Glasbongs zählen ohne Zweifel zu den Premiummodellen auf dem Markt. Glas beeinflusst den Geschmack von Cannabis in keinster Weise; eine Glasbong garantiert reinen und unverfälschten Geschmack.

Aus praktischer Sicht haben die transparenten Eigenschaften von Glas durchaus Vorteile. Man kann sofort sehen, ob sich Harz angesammelt hat und Glasbongs lassen sich leicht reinigen. Zu den Nachteilen zählt der oftmals hohe Preis. Man kann sie außerdem nicht ohne Weiteres überall mit hinnehmen, weil sie schwer sind und leicht kaputtgehen können. Nichtsdestotrotz können Modelle aus Borosilikatglas den ein oder anderen Unfall überstehen.

ACRYLBONGS

Bongs aus Acryl sind auch beliebt, im Vergleich zu Glas allerdings aus anderen Gründen. Ihr Material macht sie überaus robust, weshalb Du Dir beim Umherreichen in geselliger Runde eher keine Sorgen machen musst, dass sie kaputt geht. Auch auf Reisen kommt Dir das stabile Material zugute.

Selbst wenn sie kaputt gehen oder eines Tages zersplittern, zählen sie immerhin zu den preisgünstigsten Bong-Arten. Es gibt allerdings auch einen Nachteil. Acryl neigt dazu, den Geschmack von Cannabis ein wenig zu beeinflussen.

KERAMIKBONGS

Für alle, die ihre Bong auch als eine Art Kunstobjekt betrachten, ist eine Keramikbong genau die richtige Wahl! Es gibt sie in allen möglichen einzigartigen Formen und Farben, die eine wunderschöne Ergänzung zu Deiner Einrichtung sein können. In der Regel sind diese Modelle ziemlich schwer und voluminös und somit nicht gerade dafür gemacht, umhergereicht zu werden. Aus diesem Grund eignen sie sich besser für besondere Anlässe anstatt für die tägliche Verwendung.

Aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit ist das Reisen mit einer Keramikbong eine echte Herausforderung. Sie sind für gewöhnlich ein bisschen teurer als Acrylbongs, aber dennoch viel günstiger als eine Bong aus Glas.

BAMBUS- UND HOLZBONGS

Mit einer Bong aus Holz oder Bambus kehrst Du zurück zu den Wurzeln. Die natürlichen Materialien sind günstig und extrem robust. Wenn Du gut auf sie aufpasst, sind sie für die Ewigkeit bestimmt. Besorge Dir eine einfache Bong aus einem Bambusrohr oder ein aufwendigeres Modell, das man anmalen und dekorieren kann. Der einzige Nachteil ist, dass sie sich womöglich schwierig reinigen lassen.

METALLBONGS

Metallbongs sind zwar nicht so beliebt wie Modelle aus Glas oder Acryl, aber dennoch eine berechtigte Wahl. Metall ist sehr robust und widerstandsfähig und gleichzeitig ziemlich günstig. Die Nachteile sind, man erkennt nicht genau, wann sie gereinigt werden muss und der Geschmack von Cannabis kann beeinflusst werden.

ANDERE OPTIONEN

Es gibt viele andere gängige Materialien, die Du zum Bauen Deiner eigenen Bong verwenden kannst. Es handelt sich dabei um schnelle und einfache Lösungen, wenn Du Deine Wasserpfeife gerade nicht dabei hast.

Man kann dabei wirklich kreativ werden und Dinge wie Früchte oder Gemüse, Wasserflaschen oder Legosteine verwenden. Natürlich kannst Du mithilfe einer 2l Flasche und einem Eimer jederzeit eine ultimative selbstgemachte „Eimerbong“ basteln.

BONGDESIGN

Andere optionen

Abgesehen von unterschiedlichen Materialien gibt es Bongs in verschiedenen Designs und Formen. Zu den beliebtesten Modellen zählen:

BONGS MIT KICKLOCH

Jede Bong mit einem Kickloch wird im Englischen als „carburetor bong“ bezeichnet. Das Kickloch befindet sich meistens irgendwo im Mittelteil der Bong, damit man es leicht mit einem Finger bedecken kann. Beim Loslassen strömt frische Luft in die Pfeife und das ergibt beim Inhalieren einen viel stärkeren Zug.

BONGS MIT GERADEM HALS

Der Name verrät es bereits; diese Art von Bong ist im Wesentlichen ein gerades Rohr mit Chillum und Kopf. Einfach und unkompliziert.

BONGS MIT BAUCH

Im Vergleich zu Bongs mit geradem Hals sind Bongs mit einem Bauch stabiler. Die kugelförmige Wasserkammer agiert als stabilere Basis.

KOLBENFÖRMIGE BONGS

Kolbenförmige Bongs erinnern an eine Bong mit Bauch, mit dem Unterschied, dass die Kammer wie ein Kolben geformt ist. Durch die größere, flache Basis sind sie sogar noch stabiler.

PERKOLATORBONGS

Auch als Blubberbongs bekannt. Perkolatorbongs gibt es in allen möglichen Formen und Perkolatoren dienen dazu, den Rauch noch stärker zu filtern. Beim Ziehen an der Bong blubbert der Rauch beim Filtern im Wasser. Das sorgt für einen sanfteren Rauch. Diese Art von Bong ist allerdings schwieriger zu reinigen.

BONGS MIT MEHREREN KAMMERN

Im Englischen auch als „recycler bongs“ bezeichnet, besitzen diese Bongs mehrere Kammern, die durch eine weitere Kammer oder ein Rohr verbunden sind. Beide Kammern sind mit Wasser gefüllt, die den Rauch zweimal filtern. Der zusätzliche Reinigungsaufwand ist den viel sanfteren Rauch jedoch wert.

WIE MAN EINE BONG VERWENDET

Jetzt ist es an der Zeit für unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Benutzung einer Bong.

• Schritt 1: Schütte Wasser in die Bong. Gib so viel Wasser hinein, dass ein Drittel des Chillums im Wasser steht – jedoch nicht so viel, dass Du letztendlich Bongwasser einsaugst.

• Schritt 2: Zerkleinere Dein Cannabis mithilfe eines Grinders und packe es in den Kopf. Stopfe ihn nicht zu fest, sodass immer noch Luft hindurchgelangen kann.

• Schritt 3: Bedecke das Mundstück mit Deinen Lippen und zünde den Kopf an. Bedecke gleichzeitig das Kickloch, falls eins vorhanden ist, um dafür zu sorgen, den gesamten Rauch in Deine Lunge zu befördern.

• Schritt 4: Nimm kleine Züge. Es ist nicht nötig, den Rauch in Deiner Lunge zu behalten; atme normal aus. Viel Spaß!

Es gibt viele Dinge, mit denen Du einen Zug an der Bong noch angenehmer machen kannst. Gib Eis oder Wasseralternativen wie Tee oder Fruchtsaft hinzu, und sorge damit für Abwechslung. Achte auch darauf, Deine Bong in Stand zu halten, indem Du sie für ein verbessertes Erlebnis regelmäßig reinigst. Hier erfährst Du, wie Du Deine Bong am besten reinigst.

VORTEILE EINER BONG

• Der Rauch wird durch das Wasser gefiltert und dadurch angenehmer und kühler
• Die Züge sind schonender für Hals und Lunge
• Aroma und Geschmack von Cannabis können optimal genossen werden
• Es erfordert weniger Vorbereitung als das Drehen eines Joints
• Fette Züge!
• Ausgefallenes Zubehör wie Eisfach oder Perkolatoren

NACHTEILE EINER BONG

• Komplizierter als ein Joint; mit mehr Teilen, auf die man achten muss
• Je nach Bong muss man dafür tief in die Tasche greifen
• Muss gereinigt und gewartet werden, wobei bestimmte Modelle schwieriger zu reinigen sind als andere.

WELCHE BONG PASST ZU DIR?

Jetzt weißt Du ein bisschen mehr über die vielen verschiedenen Arten von Bongs und kannst jedes Modell hinsichtlich Deiner persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse miteinander vergleichen. Beschäftige Dich intensiver mit den für Dich interessanten Bong-Arten und befasse Dich genauer mit ihren Vor- und Nachteilen. Bedenke, wie oft und wo Du Deine Bong benutzen wirst. Ein weiterer wichtiger Faktor ist natürlich Dein Budget. Alle diese Variablen werden Dir bei der Entscheidung helfen, welche Bong für Dich persönlich die richtige ist.