Vaporizer: Vorteile, Funktionsweise und Unterscheidungsmerkmale


Vaporizer: Vorteile, Funktionsweise und Unterscheidungsmerkmale

Das Vaporisieren (oder Verdampfen) von Cannabis ist vielleicht noch nicht so alt wie das Rauchen des Krauts, aber es wird dennoch bereits seit hunderten wenn nicht gar tausenden von Jahren praktiziert. Und das Verdampfen ist nicht ausschließlich Cannabis vorbehalten. Vaporizer werden zum Genuss einer Vielzahl von Kräutern und Substanzen genutzt. Trotzdem ist Cannabis sicherlich eines der beliebtesten „Kräuter“, die verwendet werden.

Doch Vaporizer werden nicht nur für die Inhalation von Substanzen durch Mund und Lunge genutzt. Auch Köche verwenden diese Geräte, um Lebensmittel zu infundieren oder Aromen zu verbessern, die andernfalls durch höhere Temperaturen leiden würden.

Wenn es um das Verdampfen von Cannabis geht, hast Du wirklich die Qual der Wahl. Um Dir dabei zu helfen, die vielen Optionen etwas auszudünnen, werden wir hier klären, was Vaporizer genau sind, aus welchen Teilen sie bestehen und wie sie funktionieren.

WAS IST EIN VAPORIZER?

Im Wesentlichen ist ein Vaporizer ein Gerät, mit dem Cannabis und andere Substanzen bis zu dem Punkt erhitzt werden, an dem die aktiven Verbindungen in den gasförmigen Zustand übergehen und somit Dampf entsteht. Dieser Dampf wird dann inhaliert, wobei die Wirkstoffe über die Lungenbläschen der Lunge in den Blutkreislauf gelangen. Dieser Prozess unterscheidet sich vom Rauchen, das auf Verbrennung beruht.

Obwohl es sich bei den heute gängigsten Vaporizern um kleine elektrische Geräte handelt, war dies nicht immer der Fall. Die jamaikanischen Steam-Chalices und -Wasserpfeifen sind traditionelle Formen eines "Vaporizers".

ANATOMIE EINES VAPORIZERS

Verdampfer gibt es in allen Größen und Formen. Sie können auf einem Tisch montiert oder für die Benutzung unterwegs in Deiner Tasche verstaut werden. Es gibt jedoch einige gebräuchliche Elemente, die allen gemeinsam sind. Dazu gehören:

• Eine Hitzequelle (ein Akku oder eine direkte Hitzequelle wie ein Butan-Bunsenbrenner)
• Eine Heizkammer (Zerstäuber)
• Ein Topf/eine Kräuterkammer (hier kommen das Öl oder die Kräuter hinein)

Spezielle Geräte werden mit allerlei abgefahrenen Extras geliefert, aber die oben genannten Teile sind bei den meisten Verdampfern obligatorisch.

WIE FUNKTIONIEREN VAPORIZER?

Vaporizer erhitzen ihren Inhalt auf zwei verschiedene Arten: Konduktion oder Konvektion. Obwohl es viele Arten von Vaporizern auf dem Markt gibt, kann es Dir helfen, das beste Modell für Dich zu finden, wenn Du sie anhand des Heizmechanismus einschränkst.

• KONDUKTION

Die Erhitzung durch Konduktion ist ein sehr einfaches Konzept. Hierbei wird der Inhalt durch direkten Kontakt mit der Wärmequelle erhitzt. Diese Form der Erhitzung führt zu schnelleren Aufheizzeiten und stärkeren Zügen, doch sie bringt ein größeres Risiko mit sich, Deine Kräuter dabei anzubrennen.

• KONVEKTION

Konvektions-Vaporizer funktionieren ganz ähnlich wie Konvektions-Öfen. Sie nutzen erhitzte Luft oder erhitzen Dampf, um das Kraut oder Öl indirekt zu erwärmen. Dies führt tendenziell zu einer gleichmäßiger erhitzten Substanz. Die Heizspulen befinden sich in einer separaten, angrenzenden Kammer. Manchmal verwenden diese Verdampfer auch Mini-Ventilatoren, um die erhitzte Luft zirkulieren zu lassen.

• HYBRID

Hybrid-Vaporizer verwenden sowohl Elemente der Konduktion als auch der Konvektion. Dies meint einen Verdampfer mit einem Heizsystem ähnlich wie bei einem Konvektions-Gerät, doch mit einer näher an der Kräuter- oder Ölkammer platzierten Hitzequelle.

WELCHE ARTEN VON VAPORIZERN GIBT ES?

ARTEN VON VERDAMPFERN

Neben der Art der Erhitzung lassen sich Vaporizer auch anhand ihrer Größe und Funktionen unterteilen. Auch hier stehen viele Optionen zur Auswahl, da einige Vapes besser zu bestimmten Individuen passen als andere.

• TISCH-VAPORIZER

Tisch-Vaporizer sind nicht dafür gedacht, mobil zu sein, so wie auch ein Desktop-Computer zu Hause bleibt. Sie werden auf einem Tisch oder einer anderen sicheren Oberfläche platziert und sind oft ganz schön groß und mächtig. Zur Benutzung dieser Geräte wird der Dampf häufig in eine Ballon-Tüte oben auf der Einheit gelassen und dann durch ein daran angeschlossenes Mundstück inhaliert. Diese Ballons können den Dampf bis zu acht Stunden halten und neigen zu einer gleichmäßigen Erhitzung des Inhalts.

• TRAGBARE VAPORIZER

Hierbei handelt es sich um tragbare Handgeräte. Diskret, einfach zu bedienen und mit kraftvollen Heizsystemen und einstellbaren Temperaturreglern ausgestattet, sind diese Vaporizer der perfekte Mittelweg zwischen Tisch-Vaporizern und Vape-Pens. Diese Geräte lassen sich unterwegs mitnehmen und sorgen dennoch auch für ein genussvolles Verdampfen zu Hause. Auch die Größe dieser Geräte liegt irgendwo zwischen den gigantischen Tisch-Vaporizern und den supergeheimen Pens.

• VAPE-PENS

Vape-Pens sind die kleinere, schnittigere Version der tragbaren Vaporizer. Sie sehen aus wie ein Stift und funktionieren mit nur einem Knopfdruck. Sie bestehen aus drei Teilen: einer Kammer, einem Akku und einer Hitzequelle. Ebenso benötigen sie zum Aufheizen nur wenige Sekunden und viele Vape-Pens besitzen eine voreingestellte Temperaturregelung. Diese Verdampfer sind extrem praktisch und oft günstig und es gibt sie sowohl wiederverwendbar wie auch als Einwegprodukt.

Nicht alle dieser Vaporizer funktionieren mit Kräutern und Konzentraten gleichermaßen, auch wenn einige das durchaus können. Cannabisblüten und -Extrakte haben unterschiedliche Ansprüche bei der Erhitzung und können Deinen Vaporizer ruinieren, wenn er mit Deiner gewählten Substanz nicht kompatibel ist. Du solltest Dich vor dem Kauf also gut über Deinen geplanten Vaporizer informieren. Einige Premium-Modelle der tragbaren Vaporizer auf dem Markt nutzen ein Hybrid-Heizsystem _und_ können sowohl mit Kräutern als auch Konzentraten umgehen, doch häufig sind sie auch kostspielig!

WIE MAN EINEN VAPORIZER VERWENDET

Unabhängig von der verwendeten Heizmethode, sind Vaporizer darauf ausgelegt, eine Verbrennung zu vermeiden. Es ist zwar nicht schwierig, einen Vaporizer zum Genuss von Cannabis zu verwenden, doch es hilft, ein allgemeines Verständnis davon zu haben, was dazu gehört.

VORGEHENSWEISE

1. Mahle Deine Blüten zu einem schönen Grad: ein feines Granulat, aber kein Pulver. Zerbrösele Dein Konzentrat, wenn Du ein festes Extrakt (wie Hasch) verwendest.

2. Befülle den Topf oder die Kammer etwa zu drei Viertel der Kapazität. Dein Vaporizer der Wahl wird häufig Angaben enthalten, wie viel in Deine Kammer passt. Stopfe das Kraut ordentlich, aber nicht zu fest, um dicke, schwere Züge zu erzeugen.

3. Stelle die optimale Temperatur ein und lasse den Vape vorheizen. Die meisten Cannabinoide verdampfen bei etwa 160–180 °C.

4. Nimm Deine Züge mit flachen, gleichmäßigen Atemzügen. Vermeide es, den Dampf lange in der Lunge zu halten.

VERGISS NICHT, DEINEN VAPORIZER ZU REINIGEN

Einer der wichtigsten Tipps für ein effektives Verdampfen ist die regelmäßige Reinigung. Du solltest die mit Deinem Gerät mitgelieferte Bedienungsanleitung sorgfältig lesen. Auf diese Weise wird er richtig funktionieren und immer wieder sauberen und sanften Dampf erzeugen. Ersetze die Siebe regelmäßig und verwende nur zugelassene Reinigungslösungen.

Vergiss nicht, deinen vaporizer zu reinigen

DIE VORTEILE DES VERDAMPFENS

Das Verdampfen von Cannabis ist ein ganz anderes Erlebnis als das Rauchen und es bringt einige Vorteile mit sich.

• ES IST GESÜNDER

Wenn Du Cannabis verdampfst, tust Du Dir selbst einen großen Gefallen. Studien haben gezeigt, dass das Rauchen von Cannabis mit vielen derselben Atemwegserkrankungen einhergeht, wie sie auch durch Tabak verursacht werden. Einige Studien haben zudem ergeben, dass Cannabisrauch höhere Konzentrationen gefährlicher Chemikalien enthält, als sie beim Verdampfen entstehen.

• MEHR KONTROLLE

Durchs Verdampfen bekommst Du mehr des "guten Zeugs" aus Deiner gewählten Substanz. Was Cannabis anbelangt, bedeutet das, dass Du mehr Kontrolle darüber erlangst, wie viel THC und CBD Du aufnimmst, ganz zu schweigen von den Terpenen.

• MEHR EFFIZIENZ

Die Verbrennung (also das gewöhnliche alte Rauchen) ist verschwenderischer: Beim Verdampfen wird Dein kostbares Gras weitaus effizienter genutzt. Dazu sparst Du womöglich sogar Geld.

• REICHHALTIGERE ZÜGE

Beim Rauchen von Cannabis werden die Terpene zerstört. Das Verdampfen hilft, mehr dieser essentiellen Öle zu bewahren, die in der Pflanze vorkommen.

• WENIGER GERUCH

Die wahren Weedheads lieben vielleicht den Geruch von verbranntem Gras, aber andere Leute nicht unbedingt. Das Verdampfen hilft, den charakteristischen Geruch von Cannabis zu verdecken.

NACHTEILE DES VAPORISIERENS

Jede gute Sache hat ihre Schattenseiten. Das gilt auch fürs Verdampfen.

• ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Vaporizer kosten Geld. Gute Vaporizer können hunderte Euro kosten. Doch am Ende bekommst Du das, wofür Du bezahlst.

• WARTUNG

Verdampfer sind kleine Maschinen. Sie müssen gewartet werden. Dazu gehört eine regelmäßige Reinigung. Und es umfasst auch die ordentliche Wartung der Energiequelle. Akkus müssen gelagert werden und so weiter.

• LERNKURVE

Verdampfen "fühlt" sich anders an als Rauchen. Es dauert eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat, vom Inhalieren bis zum Verständnis, wie viel man einnimmt. Üben, üben, üben.

ABSCHLIEẞENDE GEDANKEN ZU VAPORIZERN

Verdampfer sind eine sauberere, bequemere und effizientere Möglichkeit, Cannabis zu genießen. Wenn Du bereit bist, Vaporizer auszuprobieren, solltest Du vor dem Kauf die oben geschilderten Faktoren in Betracht ziehen!