Was ist Shatter, wie wird es gemacht und ist es Sicher?


Was ist Shatter, wie wird es gemacht und ist es Sicher?

Die Zeiten ändern sich und die Leute rauchen ihr Kraut nicht mehr nur in einem Joint oder einer Bong.

Extrakte sind der letzte Schrei unter Cannabisfreunden und falls Du keinen guten Verdampfer oder kein Dabbing Rig besitzt, bist Du nicht mehr hip.

Eine besondere Art von Cannabiskonzentrat zieht in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit auf sich: Shatter.

Cannabis-Shatter ist eine besondere Art von BHO (Butan Hash Oil), das die Nutzer sowohl aufgeregt, als auch gespalten hat.

Um etwas von dem Geheimnis aufzuklären, werfen wir einen eingehenden Blick auf Cannabis-Shatter. Wir werden erklären, was Shatter ist, wie es gemacht wird und werden versuchen, den Rauch etwas aufzuklären, der sich um dieses Thema herum gebildet hat.

ALSO, WAS GENAU IST SHATTER?

"Shatter" ist ein Begriff, der verwendet wird, um eine extrem starke Sorte von BHO (Butan Hash Oil) zu beschreiben. Alle BHOs verwenden Butan (ein verflüssigtes Gas) als Lösungsmittel, um Cannabinoide und (in geringerem Ausmaß) Terpene aus Pflanzenmaterial des Cannabis zu extrahieren.

Cannabis-Shatter zeigt eine wunderschöne goldene Farbe. Es ist ein harter, glasartiger Extrakt, der normalerweise zerbricht, wenn man ihn fallen lässt (daher der Name). Shatter ist äußerst lichtdurchlässig, was die Leute oft zu der Annahme verleitet, es sei das reinste aller Cannabiskonzentrate. Es kann THC und andere Cannabinoide in Konzentrationen von bis zu 80 % enthalten.

Shatter wird gelegentlich auch unter anderem Namen verkauft. Du kannst es als "Sap" oder "Pull 'n Snap" finden, je nach der Beschaffenheit des Endkonzentrats.

Während Shatter hart und glasig ist, fällt Sap etwas flüssiger aus, mit einer Textur eher wie Baumsaft. Pull 'n Snap ist in der Regel irgendwo in der Mitte angesiedelt, mit einer Textur ähnlich wie ein Karamellbonbon.

Alle diese Produkte werden im Wesentlichen auf die gleiche Weise hergestellt, aber leichte Abweichungen in Bezug auf Hitze und Feuchtigkeitsgehalt geben ihnen ihre verschiedenen Texturen.

WIE WIRD SHATTER HERGESTELLT?

Shatter ist ein lösungsmittelbasierter Cannabisextrakt. Da es sich um ein BHO handelt, wird bei seiner Herstellung Butan verwendet, um Trichomen von den Cannabisblüten und vom Cannabisschnitt zu trennen, wobei die Cannabinoide und Terpene aus der Pflanze konzentriert werden.

Trichomen sind kleine, glasartige Kristalle auf der Cannabispflanze. Diese Trichomen enthalten die höchsten Konzentrationen von THC und anderen Cannabinoiden bzw. Terpenen.

Alle Cannabiskonzentrate (verschiedene Arten von BHO, Haschisch und sogar Kief) werden im Wesentlichen durch das Konzentrieren von geernteten Trichomen hergestellt.

Der Prozess der Shatter-Herstellung ist relativ einfach. Es handelt sich um ein Durchtränken oder „blasting“ ("Sprengen") von Cannabisblüten und Cannabisschnitt mit verflüssigtem Butan, um die Trichome von der Pflanze zu trennen. Die entstehende Mischung wird dann gesammelt und erhitzt, um so viel Butan wie möglich wieder zu entfernen.

Die gereinigte Mischung lässt man dann ruhen und sich absetzen, so dass sich ein dünnes Blatt aus dem Extrakt bildet.

Wachse, Budders und andere Arten von Konzentraten werden oft in verschiedenen Stadien des Herstellungsprozesses gerührt, geschlagen oder geschüttelt. Dies bewegt einzelne Moleküle innerhalb des Extraktes und schafft ein Endprodukt, das ein trübes, möglicherweise sogar cremiges Aussehen und Textur annimmt.

Shatter dagegen wird während des Erwärmungsprozesses nicht bewegt. Aus diesem Grund erklärt sich sein lichtdurchlässiges Aussehen.

Im Gegensatz zu dem, was manche Leute gern glauben, hat die Transparenz von Shatter nichts mit seiner Reinheit zu tun; für die Reinheit des Extraktes kommt es vielmehr darauf an, wie gut es von seinen Lösungsmitteln gereinigt wurde. Auch die Qualität des Cannabis, das verwendet wurde, um Shatter zu produzieren, spielt hierfür eine Rolle.

WIE SHATTER GENUTZT WIRD

WIE SHATTER GENUTZT WIRD

Shatter und andere Arten von Cannabiskonzentraten werden oft als "Dabs“ („Tupfer") bezeichnet. Das liegt daran, dass die Verwendung eines „Dabbing Rigs“ den wahrscheinlich häufigsten Weg darstellt, um Konzentrate wie zum Beispiel Shatter zu nutzen. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten.

Hier sind ein paar Methoden, wie Du Shatter einnehmen kannst.

Mit Blüten:

Das Hinzufügen von ein paar kleinen Stücken Shatter zu einer Schüssel, einem Joint oder Blunt ist wahrscheinlich der einfachste Weg für die Einnahme. Auf diese Weise musst Du nichts in irgendeine Spezialausrüstung investieren.

Allerdings wird das Mischen von Shatter mit Blüten den einzigartigen Geschmack des Extraktes überdecken und ist deshalb nicht ideal, falls Du den wahren Geschmack des Konzentrats wirklich erleben möchtest.

Hasch-Pfeife:

Hassh-Pfeifen sind traditionell nur für das Rauchen von Hasch, Charas oder Kief gedacht. Allerdings gibt es einige neuere Pfeifen, die auch mit lösemittelhaltigen Extrakten wie Shatter funktionieren. Dies wäre wahrscheinlich die kostengünstigste Option für alle, die Shatter pur erleben wollen und nicht vorhaben, in einen neuen Verdampfer oder ein spezialisiertes Dabbing Rig zu investieren.

Verdampfer:

Tragbare Verdampfer variieren je nach Qualität und Ausstattung stark im Preis. Die meisten tragbaren Modelle werden mit lösemittelbasierten Extrakten wie Shatter nicht funktionieren, obwohl neuere und anspruchsvollere Vapes mit Blüten, Kief und allen Arten von Extrakten wie Shatter klarkommen.

Shatter zu verdampfen ist wahrscheinlich der beste Weg, um den reinen Geschmack des Konzentrats und seine erhebenden Qualitäten zu genießen, während Du die nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Rauchen vermeidest.

Allerdings haben minderwertige tragbare Verdampfer meist damit zu kämpfen, Konzentrate wie Shatter ausreichend zu erhitzen (vor allem, weil sie batteriebetrieben sind), was zu Zügen schlechter Qualität und einem eingeschränkten Aroma führt.

Dies bedeutet, dass jeder, der nach einer zuverlässigen Vaping-Erfahrung sucht, bereit sein sollte, in einen anständigen Verdampfer zu investieren. Und das könnte teuer sein.

Dabbing:

Beim Dabben handelt es sich um das Verdampfen von Shatter oder anderer Konzentrate auf einer beheizten Oberfläche (üblicherweise als "Nagel" bezeichnet), gefolgt vom Einatmen der Dämpfe durch ein Öl oder einen Dabber (im Wesentlichen einfach ein Spezialrohr).

Der "Nagel" wird gewöhnlich auf 285 bis 400°C erhitzt, was man entweder mit einem Gasbrenner oder elektronisch (bekannt als E-Nagel) bewerkstelligt.

Dabbing-Rigs können Wasserfilternde Elemente wie eine normale Bong enthalten, wobei die Kosten irgendwo zwischen 50 € und 5.000 € liegen - je nachdem, welcher Glasbläser am Werk war und welche Eigenschaften der Rig sonst noch so besitzt.

WELCHES SIND DIE VORZÜGE DER EINNAHME VON SHATTER?

Shatter bietet sowohl dem Freizeit- als auch dem medizinischen Cannabisnutzer eine neue Art, Marihuana einzunehmen und zu erleben.

Mit extrem hohen Cannabinoid-Konzentrationen ermöglicht es ein einziger mit Shatter geladener Zug aus einem Tupfer, Verdampfer oder einer Hasch-Pfeife dem Freizeit-Nutzer, fast umgehend einen extrem starken Schlag zu erhalten. Auf dieselbe Weise bietet Shatter Patienten schnelle und wirksame Linderung von Symptomen wie zum Beispiel bei schweren Schmerzen, wenn es am nötigsten ist.

IST SHATTER SICHER?

Die Welt der Tupfen und des Dabbings ist sehr umstritten. Während einige Cannabisnutzer von dieser neuen Methode, Cannabis zu erleben, begeistert sind, werden andere von der Art, wie Dabs produziert und eingenommen werden sowie von der Potenz abgeschreckt.

Einer der größten Vorbehalte gegen BHO-Extrakte bezieht sich auf ihre Produktionsweise. Butan ist eine extrem flüchtige und brennbare Substanz.

Wie bereits erwähnt, erfordert die BHO-Produktion, dass die Substanz erwärmt wird, damit das Extrakt von den verwendeten Chemikalien gereinigt werden kann.

Während professionelle Extrakt-Produzenten, die in legalen Märkten wie Colorado und Kalifornien arbeiten, spezialisierte Ausrüstung einsetzen, um sicher mit Butan umgehen zu können, haben Amateur-"Chemiker" versucht, dieses Zeug zu Hause herzustellen, was zu Explosionen geführt hat, die schwere Verletzungen und sogar den Tod zur Folge hatten.

Weitere wichtige Bedenken bezüglich der BHOs betreffen ihre Potenz.

BHO-Konzentrate können Cannabinoid-Konzentrationen von bis zu etwa 80% enthalten, während normale Blüten für gewöhnlich lediglich etwa 15% erreichen. Obwohl es nicht möglich ist, an einer Cannabisüberdosis zu sterben, kannst Du bei Konzentraten leicht die Kontrolle über Ihre Dosierung verlieren und mit dem Kopf in der Toilettenschüssel enden.

Schließlich sind viele Leute wenig begeistert über die Art und Weise, wie BHOs konsumiert werden. Manche sagen, Tupfer seien der "Crack" von Cannabis, einfach wegen ihrer Ästhetik.

All diese Probleme machen es schwer, ein endgültiges Urteil über Shatter zu fällen und Dir zu sagen, ob es sicher ist.

Falls Du interessiert bist, Shatter selbst auszuprobieren, achte unbedingt darauf, es von einem anerkannten Hersteller zu kaufen und sorge dafür, dass Du einen erfahrenen Führer hast, der Dich durch den Prozess begleitet und sich vor allem mit der Dosierung auskennt.

Eine Sache möchten wir Dir aber ganz besonders ans Herz legen: Versuche nie, Shatter zu Hause selber herzustellen! Egal, für wie erfahren Du Dich hältst.

Für weitere Informationen über Cannabisextrakte wie Shatter, Wachs, Budder und Cannabiskonzentrate im Allgemeinen, solltest Du Dir unsere komplette Anleitung zu Cannabisextrakten ansehen.