Die Top 10 der wichtigsten Cannabinoide in Cannabis


Die Top 10 der wichtigsten Cannabinoide in Cannabis

Cannabinoide – die Welt ist voll von ihnen! Insbesondere in der Cannabispflanze. Obwohl sie Dich nicht wie THC high machen, heißt das nicht, dass sie keine interessante und potentiell nützliche Rolle spielen. Entdecke die 10 wichtigsten Cannabinoide in Cannabis.

Es gibt so viele Cannabinoide und jedes von ihnen scheint etwas Einzigartiges zu bieten. Erstaunlicherweise stammen sie alle von der Cannabinoidsäure CBGA ab, die auch als das "Mutter-Cannabinoid" bekannt ist. Die Welt der Cannabinoide kann manchmal wie reichlich Tamtam erscheinen und so manches von ihr ist es womöglich auch. Aber ohne detaillierte und gründliche Forschung können wir nicht wissen, wozu diese faszinierenden Moleküle wirklich fähig sind. Doch nach dem, was wir bisher darüber wissen, weist ein großer Teil der Cannabinoide der Cannabispflanze beeindruckende Eigenschaften auf, die sie einer weiteren Erforschung mehr als würdig machen.

Bevor wir mit unserer Liste der 10 wichtigsten Cannabinoide der Cannabispflanze fortfahren, lass uns einige der wichtigsten Informationen über Cannabinoide erkunden.

Was sind Cannabinoide?

Die top 10 der wichtigsten cannabinoide in cannabis

Cannabinoide sind eine breite Palette chemischer Verbindungen, die von Natur aus in Pflanzen und Tieren vorkommen. Trotz des Namens sind sie nicht nur auf unsere stinkenden, grünen Freunde begrenzt – auch unser eigener Körper synthetisiert sie. Werden sie in einem tierischen Körper produziert, sind sie als Endocannabinoide bekannt. Das körpereigene System, mit dem sie interagieren, wird daher passend als Endocannabinoid-System (ECS) bezeichnet.

Obwohl das ECS relativ wenig erforscht ist, geht man davon aus, dass es im Körper eine wichtige und weitreichende Rolle spielt, die mit Homöostase, kognitiver Funktion, motorischer Kontrolle und vielem mehr zusammenhängt. Im menschlichen Körper sind zwei Haupttypen von Cannabinoid-Rezeptoren – CB1 und CB2 – präsent, doch beim Verständnis der Beziehungen der Cannabinoide zum Körper spielen neben anderen auch TRPV1- und TRPM8-Rezeptoren eine wichtige Rolle.

In Pflanzen präsente Cannabinoide werden als Phytocannabinoide bezeichnet. Es wird angenommen, dass sie die Pflanze vor Schädlingen, Krankheiten, Licht, Hitze und mehr schützen. Cannabispflanzen, die übermäßig viel UVB-Licht ausgesetzt sind, können beispielsweise bis zu 28% mehr THC produzieren als Pflanzen der selben Sorte, die unter normalen Bedingungen angebaut werden. Eine Schlussfolgerung, die man daraus ziehen kann, ist, dass THC eine entscheidende Rolle im Schutz von Cannabispflanzen vor zu viel Licht spielt.

Wie wirken Cannabinoide im Körper?

Cannabinoide werden in den Trichomen der Cannabispflanzen produziert – kleine, pilzförmige Auswüchse, die auf den Blüten und Blättern erscheinen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Cannabinoiden und einige davon sind die Vorstufen von anderen. Wenn sie von Menschen eingenommen werden, wirken sie tendenziell durch die Bindung an CB1- und/oder CB2-Rezeptoren, doch einige wirken eher auf Umwegen. CBD beispielsweise hemmt den Abbau von Anandamid, einem wichtigen Endocannabinoid und CB1-Agonisten, was dessen Spiegel im Körper erhöht und letztendlich dem ECS zugute kommt.

Cannabinoide haben keine einheitliche Wirkungsweise. Was sie anfangs alle zusammenbringt, ist, dass sie alle von Cannabigerolsäure (CBGA) abstammen. Von hier aus bewirken Prozessen und genetischen Veranlagungen, dass die Pflanzen bestimmte Cannabinoide in größerer oder geringerer Anzahl produzieren.

Wie viele Cannabinoide sind in der Cannabispflanze enthalten?

Es gibt 113 bekannte Cannabinoide in der Cannabispflanze. Es ist wahrscheinlich, dass diese Zahl noch steigen wird, da die Forschung stark zunimmt. Während einige in hohen Konzentrationen vorkommen, sind andere nur in Spuren zu finden, was die Untersuchung ihrer potentiellen Effekte äußerst schwierig macht. Außerdem sind nicht alle Cannabinoide zur selben Zeit präsent.

Welche sind die 10 wichtigsten Cannabinoide?

Wie viele cannabinoide sind in der cannabispflanze enthalten?

Auf dieser Liste finden sich bestimmt einige Eigenschaften, von denen Du bereits gehört hast und andere, die Dir noch unbekannt sind. Nach dem, was wir bisher wissen, sind dies die 10 wichtigsten aus Cannabis gewonnenen Cannabinoide, wobei vieles vom aktuellen Forschungsstand abhängt. Es könnte durchaus passieren, dass einige weniger bekannte Cannabinoide erfolgreich isoliert und zu den wichtigsten überhaupt werden.

Jetzt lass uns jedoch ohne weitere Umschweife die 10 wichtigsten Cannabinoide ansehen.

THC

Dieses bedarf kaum einer Vorbestellung. Δ-9-THC ist das berühmteste Cannabinoid und das aus gutem Grund. Diesen den Menschen bekannten und geliebten psychotropen Schlag austeilend, ist es diese Verbindung, die bei vielen Nutzern Gefühle von Euphorie und Entspannung bewirkt. Von der gesamten Menschheit genutzt, sind die Effekte von THC seit Tausenden von Jahren bekannt.

LE THC

Wirkungen von THC

THC erzeugt eine starke psychotrope Wirkung. Diese bewirkt es durch die direkte Bindung an CB1-Rezeptoren im Gehirn. Und wie wird dadurch ein Rausch hervorgerufen? Indem es durch die Hemmung der Adenylatzyklase eine Verringerung der Konzentration des Botenstoffs cAMP bewirkt.

Potentielle Nutzen von THC

Es wird eine Menge Forschung über THC und seine potentielle Verwendung betrieben; insbesondere als potentielle Therapie bei Multipler Sklerose und anderen neurodegenerativen Erkrankungen. Es wird jedoch angenommen, dass die potentiellen Nutzen weit darüber hinausgehen und es wird im Zusammenhang mit vielen körperlichen und psychischen Krankheiten untersucht.

Von allen Cannabinoiden scheint THC jedoch auch am ehesten in der Lage zu sein, Schaden zu verursachen. Obwohl die genauen Mechanismen unbekannt sind, gibt es einen Zusammenhang zwischen THC und dem Anstieg von bestimmten psychischen Erkrankungen. Was nicht bekannt ist, ist, ob dies eine inhärente Eigenschaft der Interaktion von THC mit dem menschlichen Gehirn oder eine von bestimmten Individuen abhängige Abweichung ist.

CBD

Cannabidiol hat in den letzten paar Jahren die Welt im Sturm erobert und erreicht schnell den Bekanntheitsgrad von THC. Interessanterweise sind THC und CBD äußerst unterschiedliche Moleküle. Während THC eine Affinität zu den CB1- und CB2-Rezeptoren aufweist, zeigt CBD fast keinerlei direkte Wechselwirkung mit ihnen. Vielmehr scheint CBD an den Serotonin-1A-Rezeptor zu binden und die Produktion von Anandamid zu beeinflussen. Es ist dieser Punkt, von dem angenommen wird, dass er hinter dem Großteil der physiologischen Effekte von CBD steht.

In Hanfpflanzen ist CBD leichter zu finden und in Sorten mit hohem THC-Gehalt ist seine Konzentration häufig sehr gering. Dies ändert sich jedoch gerade. In den letzten Jahren haben Züchter gezielt Sorten mit hohem CBD-Gehalt entwickelt; manchmal in einem Verhältnis von 1:1 zu THC. Tatsächlich ist es sogar möglich, Cannabis mit einem CBD-Gehalt von über 20% und einem THC-Gehalt von unter 0,3% zu kaufen.

LE CBD

Wirkungen von CBD

Anders als THC bewirkt CBD keine psychotropen Effekte, obwohl einige Nutzer berichten, dass sie sich nach seiner Einnahme geistig und körperlich entspannter fühlen würden. Interessanterweise ist es möglich, dass CBD nicht nur keine Bindung mit den CB1- und CB2-Rezeptoren eingeht, sondern es tatsächlich auch andere Verbindungen daran hindert, an diese zu binden. Es hat sich gezeigt, dass CBD die Wirkung von THC abschwächt – sowohl kurz- als auch langfristig.

Potentielle Nutzen von CBD

Das Potential von CBD, den Effekten von THC entgegenzuwirken, hat dazu geführt, dass CBD sehr eingehend erforscht wurde. Seine Beziehung zu antipsychotischen Effekten wurde und wird weiterhin untersucht. Ebenso gibt es in anderen Bereichen der psychischen Gesundheit wie Angst und Depression zusätzliche Forschung.

Viele Cannabinoide werden erforscht, um ihre Beziehung zum Gehirn und ihre mögliche Verwendung bei neurodegenerativen Erkrankungen aufzudecken – darunter auch CBD. Es wird intensiv erforscht, ob es möglicherweise neuroprotektive Eigenschaften haben könnte – die Fähigkeit, den Abbau von Gehirnzellen zu verlangsamen. Je weiter die Forschung voranschreitet, desto eindeutiger werden die Einsatzmöglichkeiten von CBD.

THCV

THCV bzw. Tetrahydrocannabivarin ist ein Cannabinoid, das zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Ähnlich wie THC hat es eine psychotrope Wirkung. Obwohl nur wenig wirklich bekannt ist, soll es einen klaren, stimulierenden Rausch bewirken. Seine Wechselwirkung mit dem Körper ist noch nicht eindeutig geklärt, doch es wird angenommen, dass es ein neutraler Antagonist des CB1-Rezeptors und ein Agonist des CB2-Rezeptors ist. Als solches beeinflusst es wie THC direkt die Funktion des ECS.

Trotz seiner geringen Bekanntheit ist THCV kein besonders seltenes Cannabinoid und kommt auch nicht nur in Spuren vor. Es gibt bestimmte Cannabissorten, bei denen ein THCV-Gehalt von bis zu 16% des Trockengewichts festgestellt wurde.

THCV

Wirkungen von THCV

Die Art und Weise, wie THCV seine Wirkungen entfaltet, ist sehr einzigartig. In niedrigen Dosen wirkt es als Antagonist des CB1-Rezeptors, was bedeutet, dass es kein High hervorrufen kann. In höheren Dosen schaltet es allerdings um und wird zu einem Agonisten von CB1. Diese Änderung des Verhaltens ist ungewöhnlich und entzieht sich derzeit noch dem Verständnis. Es bedeutet jedoch, dass THCV nur in höheren Dosen psychotrope Effekte hervorrufen kann.

Potentielle Nutzen von THCV

Aktuell laufen Versuche, um herauszufinden, ob THCV ein nützliches Therapeutikum für die Gewichtsabnahme sein könnte. Es wird angenommen, dass die Unterdrückung der CB1-Rezeptoren in niedrigeren Dosen auf positive Weise den Appetit und Stoffwechsel beeinflussen könnte.

Interessanterweise hat sich in Studien an Mäusen gezeigt, dass der Körper keine Toleranz gegenüber THCV aufbaut. Wenn sich dies beim Menschen reproduzieren ließe, könnte das Cannabinoid möglicherweise als Langzeittherapeutikum verabreicht werden, ohne dass die Dosis erhöht werden muss, was problematische Abhängigkeiten weniger wahrscheinlich macht.

CBDV

CBDV (Cannabidivarin) ist eine ähnliche Verbindung wie CBD, beeinflusst den Körper jedoch auf anderen Wegen. Obwohl in der Popkultur nicht so bekannt, ist es ein recht gut verstandenes Cannabinoid (zumindest im Vergleich zu einigen anderen). Es wird angenommen, dass es in Indica-Sorten in viel höherer Konzentration vorkommt; insbesondere in Indica-Landrassen.

LE CBDV

Wirkungen von CBDV

CBDV beeinflusst TRPV-Rezeptoren und die Bildung des Endocannabinoids 2-AG. CBD sehr ähnlich, scheint auch CBDV die CB1- und CB2-Rezeptoren zu blockieren. TRPV-Rezeptoren werden auch als Vanilloid- oder Capsaicin-Rezeptoren bezeichnet, da im ersten Fall bestimmte wohltuende Verbindungen an die TRPV-Rezeptoren binden, die in Vanille zu finden sind; und im zweiten Fall hat die entzündungshemmende Verbindung Capsaicin (die in Chilischoten vorkommt) ebenfalls eine Affinität dazu.

Diese Kanäle sind im gesamten Nervensystem des Körpers zu finden und spielen vermutlich eine wichtige Rolle in der Schmerzwahrnehmung. In geringerer Konzentration sind sie auch im Gehirn zu finden, aber welche Aufgabe sie dort erfüllen, bleibt ein Rätsel.

Es scheint auch so, als wäre CBDV fähig, die Aktivität von Diacylglycerin (DAG) zu hemmen. Dies ist das wichtigste Enzym, das an der Synthese von 2-AG beteiligt ist. Durch die Hemmung dieses Enzyms wird die Aktivierung der CB1- und CB2-Rezeptoren reduziert.

Potentielle Nutzen von CBDV

Angesichts dieser weitreichenden Wirkungen könnte CBDV einige potentielle klinische Anwendungsmöglichkeiten aufweisen. Was TRPV-Rezeptoren betrifft, gelten Medikamente, die diese Rezeptoren vollständig deaktivieren, als äußerst gefährlich, da sie es dem Nutzer unmöglich machen, überhaupt Schmerzen zu empfinden. Wenn sie jedoch überstimuliert werden, werden sie wie andere Rezeptoren desensibilisiert, so dass sie weniger empfindlich für Schmerzen werden, ohne diese vollkommen zu beseitigen.

Daher geht man davon aus, dass CBDV in der Lage sein könnte, diese Kanäle auf effektive Weise zu stimulieren, ohne anfängliche Schmerzen zu verursachen.

CBG

Cannabigerol erscheint bereits früh im Leben einer Cannabispflanze. Zunächst ist da CBGA, wovon alle anderen Cannabinoide abstammen. Das "A" bedeutet einfach, dass es in einer Säureform vorliegt. Im Laufe der Zeit wird CBGA zu einem von vier Cannabinoiden: CBDA, THCA, CBCA und CBG. Werden CBDA, THCA und CBCA decarboxyliert (erhitzt), verlieren diese Cannabinoidsäuren ihr A und werden zu CBD, THC bzw. CBC. Wie Du jedoch sehen kannst, hat CBG diesen Prozess bereits durchlaufen. Es ist also ein ziemlich stabiles Cannabinoid.

In hoher Konzentration kommt CBG jedoch nicht in vielen Cannabispflanzen vor. Tatsächlich erreicht es häufig nur etwa 1%. Jetzt bauen Züchtern jedoch Cannabissorten mit höherem CBG-Gehalt an und stabilisieren diese, was die Erforschung des Cannabinoids erleichtern wird.

LE CBG

Wirkungen von CBG

Da es nur in geringen Mengen vorkommt, ist es ziemlich schwierig, die Wirkungen von CBG zu verstehen. Was wir wissen, ist, dass es als Agonist auf den Alpha-2-Adrenozeptor fungiert, der an der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist.

Potentielle Nutzen von CBG

Obwohl wenig darüber bekannt ist, wird vermutet, dass CBG einen gewissen Einfluss auf Schmerzen oder die Schmerzempfindlichkeit haben könnte. Wie CBDV könnte es in der Lage sein, bestimmte Rezeptoren zu stimulieren und sie für schmerzhafte Reize weniger empfindlich zu machen.

CBC

Das Produkt von decarboxyliertem CBCA, Cannabichromen (CBC), gehört zu den weniger bekannten Cannabinoiden. Erstmals entdeckt wurde es 1966 und aufgrund der strengen Gesetzgebung nur wenig erforscht.

LE CBC

Wirkungen von CBC

Es besteht die Annahme, dass CBC nicht-psychotrop ist, da es mit den CB1- und CB2-Rezeptoren auf ähnliche Weise wie CBD interagiert. Zudem scheint es ähnlich wie CBDV ebenfalls eine Affinität zu den TRP-Kanälen zu haben.

Potentielle Nutzen von CBC

Es ist noch zu früh, etwas dazu zu sagen. Angesichts der Rezeptoren, zu denen es eine Affinität hat und seiner offensichtlich nicht-psychotropen Eigenschaften könnte es das Potential für eine Behandlung mit wenigen Nebenwirkungen oder zumindest ohne einen Rausch haben.

CBN

Wegen der Art und Weise, wie es entsteht, ist Cannabinol (CBN) ein verlockendes Cannabinoid. In wachsenden und frischen Cannabispflanzen kommt dieses trügerische Cannabinoid nur in Spuren vor. Beginnt eine Pflanze jedoch, älter als das zu werden, was die meisten Menschen als "reif" erachten würden (der optimale Zeitpunkt für die Ernte), beginnt die Konzentration von CBN zu steigen.

Dies passiert, da THCA oxidiert und zu CBNA wird. Wird CBNA Wärme und Licht ausgesetzt, durchläuft es einen Decarboxylierungsprozess und wird zu CBN.

Cbn

Wirkungen von CBN

CBN interagiert mit CB1- sowie CB2-Rezeptoren und TRP-Kanälen. Dies ermöglicht ihm eine ungewöhnliche Ausbreitung. Es scheint eine größere Affinität für den CB2-Rezeptor zu haben, wirkt jedoch auch als Agonist für CB1.

Potentielle Nutzen von CBN

Es wird angenommen, dass CBN den Appetit beeinflussen könnte, indem es CB1-Rezeptoren moduliert. Im Jahr 2012 wurde dies an Ratten nachgewiesen. Ansonsten ist zwar wenig über CBN bekannt, aber seine Affinität zu einer Reihe von Rezeptoren könnte potentiell zweckdienliche und ungewöhnliche Nutzen bieten.

THCA

Tetrahydrocannabinolsäure (THCA) ist der Vorläufer von THC. Wenn THCA decarboxyliert, wird es zu THC. Interessanterweise geschieht dies zwar zum Teil in der Pflanze, zum Großteil jedoch beim Rauchen, Verdampfen oder Kochen. Dein Joint ist also tatsächlich reich an THCA, bis die Flamme es in THC umwandelt.

Wirkungen von THCA

Obwohl THCA der saure Vorläufer von THC ist, hat es nicht die gleiche psychotrope Wirkung wie THC, da das Molekül nur eine geringe Affinität zu CB1 (oder CB2) aufweist.

Potentielle Nutzen von THCA

Das soll nicht heißen, dass THCA keinem Zweck dient. Es wurden Untersuchungen zu den potentiellen neuroprotektiven Eigenschaften von THCA durchgeführt. Gleichwohl ist der Forschungsstand minimal, so dass es noch zu früh ist, mit Sicherheit sagen zu können, wozu es fähig ist. Dies gilt für viele Cannabinoidsäuren, da sie bis vor kurzem noch nicht für Studien zugänglich waren.

CBDA

Cannabidiolsäure (CBDA) ist der Vorläufer des bereits erwähnten CBD. Wie THC und CBC auch, entsteht es aus CBGA (Cannabigerolsäure). Synthase-Enzyme interagieren mit CBGA, um die Verbindung in CBDA umzuwandeln.

Cbda

Wirkungen von CBDA

Wie CBD auch, hat CBDA keine psychotrope Wirkung, da es nicht an CB1- oder CB2-Rezeptoren bindet. Es scheint jedoch eine gewisse Wirkung auf Serotoninrezeptoren und Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPARs) zu haben.

Potentielle Nutzen von CBDA

Ähnlich wie bei vielen Cannabinoidsäuren, ist der Forschungsstand minimal und die potentiellen Nutzen von CBDA müssen erst noch aufgedeckt werden. Dennoch scheinen Wissenschaftler an diesem Cannabinoid besonders interessiert zu sein und derzeit werden Studien zu seinem therapeutischen Potential bei Erkrankungen wie Angstzuständen, Entzündungen und Übelkeit durchgeführt, um nur einige zu nennen.

CBGA

Cannabigerolsäure – die Mutter aller Cannabinoide. Es ist das erste Cannabinoid, das in Cannabis erscheint und eben jenes, von dem alle anderen 113 (Tendenz steigend) abstammen. Es bildet eine frühe Schutzfunktion und verursacht Zellnekrose, indem es der Pflanze sagt, welche Teile von ihr sie absterben lassen soll. Letztlich kann diese Funktion dazu dienen, uns zu berauschen.

Wirkungen von CBGA

CBGA für sich hat keine psychotrope Wirkung, doch es schafft es, die vielfältigen anderen Effekte hervorzurufen, die Cannabis zu bieten hat.

Potentielle Nutzen von CBGA

Die Forschung hierzu ist zwar begrenzt, aber das Wenige, was es hierzu gibt, zeigt, dass CBGA das Enzym Aldose-Reduktase hemmen könnte, welches mit Herzproblemen in Verbindung steht, und dass es eine zytotoxische Wirkung auf Krebszellen haben könnte.

Unbekanntere Cannabinoide sind auf dem Vormarsch

Cbga

Sowohl in der Forschung als auch beim Cannabiskonsum gewinnen die weniger bekannten Cannabinoide und Cannabinoidsäuren immer mehr an Aufmerksamkeit. Vorüber sind die Zeiten, in denen die Leute wollten, dass ihr Gras ausschließlich so viel THC wie möglich enthält. Heute gibt es ganze Bandbreiten an Sorten, die nur wenig oder gar kein THC enthalten. Während Züchter die Konzentrationen bestimmter Cannabinoide erhöhen, wird immer klarer werden, was sie uns bieten können. Es stehen uns spannende Zeiten bevor!