Was ist CBDA: alles, was man wissen muss


Was ist CBDA: alles, was man wissen muss
Adam Parsons

Falls Du in den letzten Jahren mal in einem Reformhaus warst, kennst Du wahrscheinlich CBD. Du weißt aber vielleicht nicht, dass CBD in lebendem Cannabis nicht wirklich vorkommt. Stattdessen findet man eine Fülle von CBDA, dem chemischen Vorläuferstoff von CBD. Wie bei CBD ist bei CBDA auch ein breites Spektrum möglicher Nutzen beobachtet worden.

In den letzten paar Jahrzehnten hat die Cannabis- und Hanfforschung die öffentliche Gesundheitsdiskussion beherrscht. Wenn man einen Artikel nach dem anderen liest, jeder randvoll mit Akronymen, meint man wahrscheinlich, man kenne jedes Cannabinoid. Es gibt jedoch eines, das selten besprochen wird, und es ist eng mit einem verwandt, das uns am meisten Freude bringt. Erlaube uns, Dir ohne weiteres Aufhebens CBDA vorzustellen: den chemischen Vorläuferstoff von CBD – und eine an und für sich potentiell nützliche Verbindung.

WAS IST CBDA? WOFÜR STEHT CBDA?

CBDA, was für Cannabidiolsäure steht, ist eines von über 100 Cannabinoiden, die aus Cannabis- und Hanfpflanzen bezogen werden können.

Falls Du nicht mit ihnen vertraut bist: Cannabinoide sind Verbindungen, die neben anderen molekularen Zielen mit dem Endocannabinoid-System in unserem Körper interagieren können. Diese Interaktionen sind lebensnotwendig, da besagtes System in direktem Zusammenhang mit vielen wichtigen physiologischen Funktionen steht. Dieser Fakt hat wiederum praktisch die gesamte Cannabisforschung der letzten Jahre beschleunigt.

Zum Glück haben manche dieser Forschungsarbeiten CBDA als potenzielles Therapeutikum für mehrere unterschiedliche Gesundheitsprobleme präsentiert. Die Forschung befindet sich noch in den Anfangsphasen, aber der einzigartige Mechanismus dieses Cannabinoids ist sicherlich erkundenswert.

WIE ENTSTEHT CBDA?

Bevor wir die Nutzen von CBDA besprechen können, sollten wir betrachten, wie es entsteht. Es stammt genau wie THC und CBD von CBGA ab (Cannabigerolsäure). Dann interagieren Synthase-Enzyme mit CBGA, um variierende Verhältnisse von THCA, CBCA und CBDA hervorzubringen. Genauer gesagt interagiert CBDA-Synthase mit CBGA, um die Verbindung in CBDA umzuwandeln.

Obwohl CBDA so weiter existieren kann, ist es wahrscheinlich, dass das Cannabinoid irgendwann einer Decarboxylierung unterzogen wird. Der Begriff bezieht sich auf den Prozess, bei dem einer Verbindung eine "Carboxygruppe" entfernt und CO₂ freigesetzt wird. Dies geschieht, wenn CBDA auf eine bestimme Temperatur erhitzt oder lange genug Sonnenlicht ausgesetzt wird. Während diese Hitze- und/oder Sonneneinwirkung stattfindet, wird CBDA in seinen populären Abkömmling CBD umgewandelt.

SIND CBD UND CBDA DAS GLEICHE?

Sie haben Gemeinsamkeiten, ja, aber ihre Unterschiede sind entscheidend, um ihre Effekte zu verstehen.

Wie wir gerade erörtert haben, hat CBDA chemisch eine ganze Carboxygruppe mehr als CBD. Anders gesagt könnte CBDA als "rohe Form" angesehen werden, während CBD die "aktivierte" ist. Obwohl beides Cannabinoide sind, interagieren sie mit dem Endocannabinoid-System und anderen molekularen Zielen wiederum auf ziemlich unterschiedliche Weisen.

CBD bindet nicht direkt an Cannabinoid-Rezeptoren und kurbelt stattdessen neben anderen Funktionen unmittelbar die Endocannabinoid-Produktion an. Von dem Cannabinoid ist außerdem nachgewiesen worden, dass es Effekte über andere Rezeptoren erzeugt, darunter Serotoninrezeptoren, PPARs und zahlreiche andere.

CBDA wirkt auf ähnliche und andere Wege, ist aber schon für sich genommen faszinierend. Wie CBD zeigt es keine wesentliche Bindungsaffinität für CB1 oder CB2. Eine indirekte Beziehung zum ECS erlaubt CBDA hingegen, das Enzym COX-2 (Cyclooxygenase-2) zu hemmen.

WIE WIRKT CBDA?

• Entzündung

Ebendiese Funktion ist das, was Forscher annehmen ließ, dass CBDA Potenzial als entzündungshemmendes Mittel besitzt. In einer Studie von 2008 stellten Forscher fest, dass CBDA eine auffallende strukturelle Ähnlichkeit zu vielen nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAIDs) hat.

Wie sich herausstellt, ist ihr gemeinsamer Faktor ihre Fähigkeit, das COX-2-Enzym zu blockieren. Als es in derselben Studie mit THCA verglichen wurde, fanden sie heraus, dass THCA vergleichsweise schwächer ist, da ihm eine funktionelle Gruppe fehlt, die spezifische Carbonsäure in CBDA. Ja, es müssen weitere klinische Versuche durchgeführt werden, da eine molekulare Ähnlichkeit kein absoluter Beweis ist, die Befunde sind aber dennoch vielversprechend.

• Durch Chemotherapie induzierte Übelkeit

Selbst dann könnte sich die Nützlichkeit von CBDA in klinischen Kontexten sogar noch ausweiten. Besonders jene mit durch Chemotherapie induzierter Übelkeit könnten laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2013 eine wirksamere Alternative zu CBD zur Verfügung haben.

In der Untersuchung testeten Forscher die Beziehung zwischen CBDA und Ondansetron (OND), einem brechreizhemmenden Medikament für Chemo-Patienten. Durch die Studie stellten sie fest, dass CBDA und OND über den indirekten Agonismus des 5-HT1A-Rezeptor weit effektiver als CBD und OND bei der Verringerung von Übelkeit sind.

Lass uns jedoch klarstellen, dass diese Untersuchung an Ratten und nicht an Menschen durchgeführt wurde. Wenn Du Dich aber bei zukünftigen Studien auf dem Laufenden hältst, könntest Du angenehm überrascht werden.

• Angst

Das Potenzial von CBDA scheint sich auf den psychologischen ebenso wie auf den körperlichen Bereich zu erstrecken. In einer Studie von 2018 zu depressionsartigem Verhalten stabilisierten Forscher CBDA, indem sie es in Cannabidiolsäure-Methylester umwandelten, das als HU-580 bezeichnet wird. Dieses CBDA-Derivat behielt glücklicherweise die angstlösenden Eigenschaften der Verbindung, während es stabil genug ist, als Arznei klinischen Grades zu funktionieren.

WO KOMMT CBDA VOR?

Unter diesen Umstände solltest Du keine besonderen Erwartungen an CBDA haben, es kann aber trotzdem unbedenklich probiert werden und wir empfehlen, etwas herumzuexperimentieren. Falls Du Zugang zu lebendem Cannabis oder Hanf hast, könntest Du ein paar unausgehärtete Blüten nehmen und sie in einen Smoothie oder Saft geben, um das "rohe" Cannabinoid zu nutzen.

Deine beste Option ist es, ein hochwertiges Vollspektrum-CBD-Öl zu finden und sicherzustellen, dass es CBDA enthält. Da diese Öle Anteile jeder essenziellen Pflanzenverbindung aufweisen können, werden sie wahrscheinlich die ergiebigste CBDA-Quelle sein. Das Etikett wird es normalerweise nicht erwähnen, es wird aber in Laboruntersuchungen auftauchen, die renommierte Marken in der Regel bereitstellen.

Falls Du nicht weißt, wo Du anfangen sollst, freuen wir uns, Dir eine hochwertige Auswahl von Vollspektrum-CBD-Ölen anbieten zu können. Wenn Du einen Nachweis willst, kannst Du Dir unsere Laborbefunde ansehen und dort selbst die CBDA-Werte einsehen.

Welches Produkt Du auch auswählst, gebrauche es auf jeden Fall auf sichere Weise.

Adam Parsons
Adam Parsons

Als professioneller Cannabisjournalist, Autor und Texter schreibt Adam seit langem über alles, was psychoaktiv ist, CBD und all die Dinge dazwischen. In einem sich ständig verändernden Markt nutzt Adam seinen B.A. (Hons) in Multimedia-Journalismus, um mit der zeitgenössischen Forschung Schritt zu halten und all seine Projekte mit wertvollen Informationen zu versehen.