Wie Du mit Cannabis angereichertes Olivenöl herstellst


Wie Du mit Cannabis angereichertes Olivenöl herstellst

Cannabutter ist ein guter und doch etwas in die Jahre gekommener Weg, Gras in der Küche einzusetzen. Heute dreht sich alles um eine gesündere Alternative: Mit Cannabis angereichertes Olivenöl.

In den letzten 10 Jahren haben wir einige große und unbestreitbare technologische Fortschritte erzielt, die auch in den Cannabissektor durchsickern. Vorbei sind die Zeiten trüber Konzentrate und zweifelhafter Methoden, denn mit der CO2-Technologie gibt es nun die ideale Extraktionsmethode für reinste und geschmacksintensivste Cannabisextrakte.

Auch die Butanextraktion stellt heutzutage eine weit verbreitete Technik dar, die für die Herstellung verschiedener Extrakte, wie zum Beispiel des sehr beliebten Shatter verwendet wird.

Mit dieser Methode kommt man zu hervorragenden Ergebnissen, doch wenn sie nicht richtig angewandt wird, birgt sie auch große Gefahren für Hersteller und Konsumenten.

Extrakte sind auf dem heutigen Cannabismarkt extrem angesagt, aber es gibt noch eine weitestgehend ungenutzte Methode für die Extraktion der Bestandteile: Olivenöl.

Natürlich kannst Du Olivenöl nicht rauchen, was vielleicht ein Grund dafür ist, dass es noch ein Schattendasein führt. Doch das großartige an Olivenöl ist, dass es sicher, gesund und kosteneffizient ist. Wenn es dann noch um die Herstellung von Essbarem geht, dann gibt es einfach nichts vielseitigeres als Olivenöl.

STUDIEN BESTÄTIGEN: OLIVENÖL EIGNET SICH HERVORRAGEND FÜR DIE EXTRAKTION

Studien an der Universität von Siena in Italien zeigen, dass Olivenöl trotz seiner Einfachheit sogar eines der effektivsten Lösemittel für eine Vollspektrums-Cannabinoid-Extraktion ist. Laut der Studie ist Olivenöl - wie auch Ethanol - extrem effektiv bei der Extraktion aller Cannabinoide und Terpene der Pflanze.[1]

Zudem gelangt bei der Verwendung von Olivenöl weniger Chlorophyll in das fertige Produkt, was es umso mehr zur idealen Extraktionsmethode macht. “Olivenöl ist die beste Wahl für die Herstellung von Cannabisölen für die Selbstmedikation,” wird in der Studie verlautbart. “Olivenöl ist günstig, weder brennbar noch giftig und das Öl muss nur bis zum Siedepunkt von Wasser erhitzt werden.”

Beachte, dass das nachfolgende Rezept eine geschätzte Menge Cannabis enthält. Denke daran, dass es verzehrt stärker wirken kann als Du denkst, also fühle Dich frei, die angegebenen Mengen Deiner Erfahrung entsprechend anzupassen. Wir empfehlen dringend, zuerst in Erfahrung zu bringen, wie die Stärke von Cannabis-Esswaren einzuschätzen ist.

CANNABIS-OLIVENÖL REZEPT

Cannabis-olivenöl rezept

Zutaten:

  • 1 Tasse (etwa 7gr) gemahlene Cannabisblüten
  • 1 Tasse Natives Olivenöl Extra (Statt Olivenöl kannst Du auch Kokosnussöl verwenden. Für die Verwendung zum Kochen ist Olivenöl mit die gesündeste Wahl, doch Kokosnussöl hat einen sehr milden Geschmack und kann so auch in den meisten Rezepten verwendet werden)

Zubehör:

  • Sieb oder Käsetuch
  • Grinder (verwende KEINEN Mixer und keine Kaffeemühle, sie zerstören Deine Blüten, ein gewöhnlicher Grinder reicht aus)
  • Bain-Marie, Schongarer oder Kochtopf

Vorbereitung:

Mahle Dein Gras mit dem Grinder, doch nicht so fein, dass der Staub zwischen das Sieb fallen könnte. Du kannst die ganze Pflanze oder auch nur die Blüten verwenden, wenn Du das bevorzugst.

Vermische Dein Kochöl der Wahl mit dem gemahlenen Cannabis und koche das Gemisch für einige Stunden bei niedriger Hitze, während Du ab und an umrührst. Wie lange Du es kochen solltest, hängt vollkommen davon ab, welche Ausrüstung Du benutzt.

Das so lange Kochen dient genau genommen dem Prozess der Decarboxylierung. Das bedeutet, dass Du das THC aktivierst und extrahierst, ohne dabei das Zeug zu verbrennen, dass Dich berauscht.

Wenn Du einen Schongarer verwendest, stelle ihn für 4-6 Stunden auf niedriger Stufe ein. In einem Bain-Marie oder Wasserbad kochst Du es schwach für 6-8 Stunden. Wenn Du nur den guten alten Kochtopf verwendest, dann solltest Du etwa 3 Stunden einplanen, musst aber regelmäßig umrühren damit nichts verbrennt.

Hinweis: Egal welche Methode Du verwendest, sollte die Temperatur des Öls nicht 118°C überschreiten, da über dieser das THC verdampft und Dir nur normales Öl bleibt.

Anschließend lässt Du das Öl eine Weile abkühlen und siebst es dann. Wenn Du es mit einem Käsetuch abseihst, presse es am Ende nicht stark aus, da dabei nur mehr Chlorophyll in Dein Öl gelangt und den Geschmack beeinflusst.

Danach kannst Du das Öl in einem luftdichten Behälter lagern. Das Öl wird im Schrank oder der Speisekammer etwa zwei Monate und drei oder mehr Monate im Kühlschrank halten.

Genieße es!

Verweise

  1. ^ Cannabis Med, Cannabis Oil: chemical evaluation of an upcoming cannabis based medicine, abgerufen November-05-2018
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