Wie und wann Du Deine Cannabispflanzen gießen solltest


Wie und wann Du Deine Cannabispflanzen gießen solltest

Wie alle Lebewesen lieben Pflanzen Wasser. Das heißt jedoch nicht, dass mehr immer besser ist. Zu lernen, wann Pflanzen mehr und wann sie weniger Wasser brauchen, ist ein einfacher, aber wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Meister-Grower. Dieser Leitfaden liefert Dir die notwendigen Infos, um Cannabis und seinen Flüssigkeitsbedarf zu verstehen.

Das Bewässern von Cannabispflanzen scheint einfach zu sein, oder? Stimmt! Allerdings ist die richtige Häufigkeit für die Gesundheit Deiner Pflanzen entscheidend. Überwässerung kommt weitaus häufiger vor und ist (in den meisten Fällen) schädlicher für Deine Pflanzen als Unterwässerung.

Wie oft Deine Cannabispflanzen Wasser benötigen, hängt von vielen Faktoren ab: von der Wachstumsphase über die Topfgröße bis hin zur Wärmezufuhr Deiner Lampen und der Art des Anbausystems, für das Du Dich entscheidest – es reicht also nicht aus, den Zeitplan von jemand anderem zu befolgen.

Auch die Wasserquelle selbst variiert von Grower zu Grower.

Nahezu alle Aspekte eines Anbaus – einschließlich der Bewässerung – sind für jeden Grow exklusiv. Die Umgebung, die Sorte und die Wasserquelle wirken sich alle in irgendeiner Weise auf das Wachstum und die Entwicklung Deiner Pflanzen aus.

Im Folgenden bieten wir Dir eine Anleitung, wie und wann Du Deine Weed-Pflanzen bewässern solltest, damit Du die Kunst des Bewässerns perfektionieren kannst.

Welche Wasserquellen kann man für den Cannabisanbau verwenden?

Wie und wann du deine cannabispflanzen gießen solltest

Die Wahl der richtigen Wasserquelle für Deine Cannabispflanzen bildet den ersten Schritt, um ein erfolgreiches Bewässerungsprogramm zu gewährleisten. Du kannst alles über die Nuancen jeder Sorte erfahren und eine passende Nährstoffmischung zusammenstellen, aber das alles könnte durch eine mineralreiche Wasserquelle zunichte gemacht werden.

Abgesehen davon ist es wichtig, sich nicht zu sehr auf die Wasserquelle zu versteifen. Es sei denn, Du willst den absolut perfekten Grow. Solange die Quelle, die Du verwendest, zufriedenstellend ist, solltest Du keine schlechten Ergebnisse erzielen.

Eine ideale Wasserquelle sieht folgendermaßen aus:

  • pH-Wert von 6,0 bis 6,8 (5,5 bis 6,0 für Hydrokulturen)
  • Niedriger Mineralgehalt, d.h. nur wenige Verunreinigungen
  • Keine biologischen Verunreinigungen
  • Eine Temperatur von etwa 21°C

Weitere Überlegungen bei der Wahl einer Wasserquelle sind:

  • Kosten (sowohl zu Beginn als auch im Laufe der Zeit)
  • Verfügbarkeit
  • Umweltverträglichkeit
  • Einfachheit beim Einsammeln

Für viele Grower wird es sicher kein Privileg sein, alle diese Faktoren gleichermaßen zu berücksichtigen. Welche Wasserquelle man letztlich auswählt, wird hauptsächlich von den Kosten und der Zugänglichkeit abhängen.

Abhängig davon, zu welcher Quelle Du Zugang hast, stellt sich die Frage, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Quellen mit sich bringen:

Leitungswasser

Die Verwendung von ungefiltertem Leitungswasser ist für die meisten Anbauer die kostengünstigste und einfachste Option. Und in vielen Fällen wird es auch mehr oder weniger ausreichen.

Falls Du außerhalb einer Stadt wohnst, ist Dein Leitungswasser wahrscheinlich besser für die sofortige Verwendung zum Cannabisanbau geeignet. Lebst Du stattdessen in einer dichtbesiedelten städtischen Umgebung, ist die chemische Verunreinigung Deines Leitungswassers wahrscheinlich größer. Der einfachste Weg, um hier Abhilfe zu schaffen, besteht darin, das Wasser 24–48 Stunden vor der Verwendung stehen zu lassen. Dadurch werden Chemikalien wie Chlor (die das Ökosystem innerhalb der Erde schädigen können) verdunsten.

Ebenso ist wahrscheinlich, dass der pH-Wert Deines Leitungswassers ein wenig höher als angemessen ist. Eine einfache Lösung, die den pH-Wert nach oben bzw. unten reguliert, in Kombination mit einem pH-Messgerät, sollte hier Abhilfe schaffen.

Du kannst zwar in teure Umkehrosmose-Wasserfiltersysteme investieren, aber auch ein einfacher Haushaltswasserfilter (wie man ihn für die Reinigung von Trinkwasser verwendet) wird die Reinheit und Eignung Deines Leitungswassers immens verbessern. Dies ist die kostengünstigste Methode zur Reinigung von Leitungswasser.

Gesammeltes Wasser

Egal, ob es sich um Regenwasser oder aus einer natürlichen Quelle stammendes Wasser handelt, kann gesammeltes Wasser ein kostengünstiger und nachhaltiger Weg sein, um Wasser für Deine Cannabispflanzen zu gewinnen.

Aus einer Wasserquelle

Wasser, das aus einer natürlichen Wasserquelle, z.B. aus einem Fluss, stammt, kann in puncto pH-Wert und Verunreinigungen stark variieren. Daher ist wichtig, es gründlich zu testen, bevor Du es für Deine Pflanzen verwendest.

Es kann gut sein, dass das Wasser wunderbar ausbalanciert ist und einen perfekten, leicht sauren pH-Wert aufweist. Es könnte aber auch sein, dass es voller landwirtschaftlicher Abwässer und biologischer Verunreinigungen ist. Prüfe es, bevor Du es verwendest!

Gesammeltes Regenwasser

Das Sammeln von Regenwasser ist, abgesehen von der Erstinvestition in eine Regentonne, kostenlos. Außerdem ist Regenwasser relativ frei von Schadstoffen. Falls Du in der Lage sein solltest, Regenwasser zu sammeln, ist dies eine sehr praktikable Option mit geringen oder gar keinen Auswirkungen auf die Umwelt. Achte jedoch darauf, es auf eine Weise zu lagern wird, die ein biologisches Wachstum verhindert.

Wasser in Flaschen

In Flaschen abgefülltes Wasser ist gut ausbalanciert, ziemlich rein und relativ billig. Es stellt eine einfache Option dar, falls Du Dein Cannabis mit reinem Wasser gießen möchtest. Die Umweltschäden, die durch Plastikmüll verursacht werden, bedürfen kaum einer Erklärung, weshalb wir von dieser Methode abraten. Nicht nur das, denn auch das Gewinnen, Transportieren und Verpacken dieses Wassers sorgt für immensen Schaden. Es gibt generell weitaus bessere Optionen!

Wann Cannabispflanzen bewässert werden

Wasser in flaschen

Den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, wann man seine Cannabispflanzen gießen sollte, kann schwierig sein und es sind eine Menge widersprüchlicher Informationen zu diesem Thema in Umlauf. Manche Leute empfehlen, alle paar Tage zu bewässern, während andere der Ansicht sind, dass während der Blütephase täglich eineinhalb Liter Wasser nötig sind. Es ist jedoch viel besser, die Pflanzen selbst zu beobachten, als einem strikten Schema zu folgen.

Hier findest Du einige Ratschläge dafür, wann Marihuana-Pflanzen, die in Töpfen, Gartenbeeten und Hydro-Systemen wachsen, gegossen werden sollten.

In Töpfen mit Erde

Zum Glück muss das Bewässern von Pflanzen, die in Erde angebaut werden, nicht schwierig sein.

Der beste Weg, um herauszufinden, ob die Pflanzen Wasser benötigen, ist wahrscheinlich, die Erde selbst zu prüfen. Falls Du so lange wartest, bis Deine Pflanzen welk werden, erhältst Du verkümmerte Exemplare mit schlechtem Ertrag, während aggressives Gießen alle X Tage dazu führt, dass sie förmlich ertrinken.

Die Erde zwischen den Wassergaben austrocknen zu lassen, ist gut für die Gesundheit der Wurzeln, da sie auf diese Weise ausreichend Zeit zum Atmen bekommen. Falls sie zu lange im Wasser stehen, kommt es zu Wurzelfäule, was zum Absterben der Pflanzen führen kann.

Der einfachste Möglichkeit, die Erde zu testen, besteht darin, sie einfach zu fühlen. Drücke einen Finger etwa 5cm tief in das Substrat hinein. Fühlt es sich trocken an, solltest Du es gießen. Ansonsten kannst Du die Töpfe anheben und sehen, ob sie sich gesättigt anfühlen. Um das herauszufinden, musst Du wissen, wie viel sie im trockenen Zustand wiegen. Fühlen sie sich sehr schwer an, sind sie wahrscheinlich ziemlich nass. Wirken sie jedoch luftig und leicht, solltest Du ihnen etwas Wasser zuführen.

In Gartenbeeten

Die oben genannten Richtlinien sind beim kontrollierten Indoor-Grow zu befolgen. Der Anbau im Freien in einem Bodenbeet kann dagegen etwas schwieriger sein. Die Wurzeln können tiefer wachsen und die obere Erdschicht ist wahrscheinlich für den Gesamtwassergehalt weniger aussagekräftig. Ebenso kann es passieren, dass man an einem Tag gießt und es zwei Stunden später in Strömen regnet.

Falls Du also im Freien in einem Beet anbaust, musst Du die Pflanzen selbst etwas besser im Auge behalten. Der Vorteil dieser Anbaumethode besteht darin, dass Dir wahrscheinlich eine weitaus bessere Drainage zur Verfügung steht und Du daher einen regelmäßigeren Bewässerungsplan befolgen kannst.

Solange Du sie nicht ertränkst, ist die Erde viel eher dazu in der Lage, den Wassergehalt auszugleichen. Es ist zudem unwahrscheinlich, dass Deine Cannabispflanzen die einzigen sind, die das Wasser nutzen; die riesigen Wurzeln der Bäume in der Nähe werden wahrscheinlich auch dankbar sein.

Bei einem hydroponischen Anbau

Es liegt in der Natur des hydroponischen Anbaus (das besagt ja schon der Name), dass die Wurzeln dem Wasser ausgesetzt sind. Bei einigen hydroponischen Anbaumethoden werden die Wurzeln nur sporadisch bewässert, während bei anderen die Wurzeln rund um die Uhr vollständig in eine wässrige Lösung eingetaucht sind. Im Zusammenhang mit Hydro-Kulturen von Bewässerung zu sprechen, wirkt also auf den ersten Blick widersinnig.

Dennoch ist es wichtig, die Pflanzen im Auge zu behalten und auf die bereits erwähnten Anzeichen zu achten. Glücklicherweise genießt man beim hydroponischen Anbau den Luxus, die Wurzeln selbst sehen zu können, wodurch man einen guten Einblick in ihren gesundheitlichen Zustand erhält.

Kann man Cannabispflanzen nachts gießen?

Obwohl man sich über die Antwort auf diese Frage überhaupt nicht einig ist, würden wir Dir nicht empfehlen, Deine Pflanzen nachts zu gießen. Hierfür gibt es einige Gründe:

  • Die Pflanzen verbrauchen tagsüber die meiste Energie, so dass sie während dieser Zeit am meisten Wasser und Nährstoffe benötigen.
  • Wenn es während kühlerer Perioden sehr nass ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Befall.
  • Die Pflanzen verlieren während der Hitze des Tages (oder unter Lampen) Wasser und nehmen es in dieser Zeit leichter auf.

Die Bewässerung morgens scheint sowohl für den Innen- als auch für den Außenanbau am besten geeignet zu sein. So erhalten die Pflanzen ausreichend Dünger und Wasser für den Tag, während die Erde nicht zu nass ist, sobald die kühle, dunkle Nacht hereinbricht.

Anfängertipps für die richtige Bewässerung von Cannabispflanzen

Kann man cannabispflanzen nachts gießen?

Mit ein paar einfachen Techniken (und etwas Ausrüstungszubehör) kannst Du die Bewässerung Deiner Cannabispflanzen einfach und effektiv gestalten. Hier sind unsere Top-Tipps für Anbauanfänger.

Gieße weniger, aber gut

Cannabispflanzen sind an wechselnde Wasserpegel gewöhnt; sie haben sich so entwickelt, dass sie unter solchen Bedingungen nicht nur zurechtkommen, sondern sogar am besten gedeihen. Daher ist es für die Wurzeln Deiner Pflanzen nicht nur tolerierbar, sondern sogar wünschenswert, dass die Erde etwas austrocknet.

Weniger häufig zu gießen, dafür aber mit pH-ausgewogenem, nährstoffreichem Wasser ist die beste Lösung. Es ist viel einfacher, eine Pflanze zu rehydrieren als sie zu dehydrieren.

Sorge für adäquate Drainage

Überschüssiges Wasser, das nicht in der Erde gehalten werden kann, setzt sich in der Schale unterhalb des Topfes ab. Falls Du noch keine Untersetzer hast, solltest Du Dir unbedingt welche zulegen, um eine Sauerei zu vermeiden! Ein Teil des durchgelaufenen Wassers wird von der Erde wieder aufgenommen, weshalb Du es etwa 30 Minuten lang stehen lassen solltest. Nach dieser Zeit schüttest Du das Wasser, das in den Schalen verbleibt, weg.

Falls Du Deine Pflanzen in zu viel Wasser stehen lässt, entziehst Du den Wurzeln den Sauerstoff, was Fäulnisbildung und Infektionen Vorschub leistet.

Überwache den pH-Wert

Ein idealer pH-Wert bedeutet, dass Deine Pflanzen die Nährstoffe aus der Erde optimal aufnehmen können. Ist er jedoch zu hoch oder zu niedrig, werden sie damit Probleme damit bekommen, was wiederum zu verkümmertem Wachstum oder sogar zum Absterben führt.

Den pH-Wert des Wassers oder der Nährlösung, der Erde und des Abflusses im Auge zu behalten, liefert Dir eine umfassende Momentaufnahme Deiner pH-Situation.

pH-Messgeräte sind kostengünstig und einfach zu bedienen. Das Testen des Abflusses erlaubt Dir die genaueste Darstellung des pH-Werts der Erde. Sollte er zu hoch oder zu niedrig sein, korrigierst Du ihn für eine neue Lösung und bewässerst damit erneut. Es kann möglicherweise mehrere Zyklen dauern, bis der Abfluss den richtigen pH-Wert hat.

Verwende ein Tensiometer

Tensiometer messen die Wasserspannung in der Erde. Damit zeigen sie an, wie gesättigt die Erde ist. Nimmt sie Wasser leicht auf, ist reichlich Wasser vorhanden; hat sie Probleme damit, trocknet die Erde aus.

Ein Tensiometer ist zwar nicht unbedingt erforderlich, stellt aber eine einfache Möglichkeit dar, den Wassergehalt des Substrats zu messen.

Wie man seine Cannabispflanzen bewässert

Verwende ein tensiometer

Die verschiedenen Phasen im Lebenszyklus einer Cannabispflanze erfordern unterschiedliche Mengen an Wasser. Dies zu erkennen, wird Dir dabei helfen, optimale Ergebnisse zu erzielen und glückliche Pflanzen zu erhalten. Im Folgenden findest Du eine Anleitung, wie Du Cannabis während der verschiedenen Wachstumsphasen gießen kannst.

Wie man Cannabissämlinge gießt

Sämlinge sind fragil und eine Überwässerung während dieses Stadiums wird sie mit Sicherheit töten. Obwohl Samen eine feuchte Umgebung brauchen, um aufzugehen, vertragen sie es nicht, durchnässt zu werden. Die Verwendung eines Zimmergewächshauses ist der einfachste Weg, um ein Gleichgewicht zwischen ausreichend trockener und feuchter Erde herzustellen.

Während dieser Zeit gedeihen Sämlinge in einer feuchten Umgebung (etwa 70% ist ideal), wobei die Erde allerdings auch nicht zu nass sein darf. Die Verwendung eines Hygrometers wird Dir dabei helfen, die Feuchtigkeit in dem von Dir gewünschten Bereich zu halten.

Die meisten Substrate, die für die Keimung von Samen bestimmt sind, weisen bereits einen geeigneten Nährstoffgehalt auf. Daher musst Du in diesem Stadium nur noch Wasser hinzufügen.

Sämlinge in einem Hydro-Grow

Die meisten Hydro-Grower lassen ihre Samen in etwas wie Steinwolle keimen. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich der Prozess nicht allzu sehr vom Anbau in Erde. Der Hauptunterschied liegt allerdings darin, dass Steinwolle ein inertes Medium ist und Du daher von Anfang an einige Nährstoffe zuführen musst. Beginne jedoch sehr niedrig – mit etwa 10–20% der empfohlenen Menge.

Wie man Cannabispflanzen während der Wachstumsphase gießt

Sobald Pflanzen in die vegetative Phase eintreten, benötigen viel mehr Wasser. In diesem Stadium bauen sie binnen relativ kurzer Zeit etwa 50% ihrer endgültigen Masse auf, so dass die richtige Bewässerung einem optimalen Wachstum förderlich ist.

Je nach Größe des Topfes wird es wahrscheinlich ausreichen, sie 1 bis 3 Mal pro Woche zu gießen. Wie bereits erwähnt, solltest Du Dich an diesen Angaben orientieren. Das letzte Wort werden jedoch Deine Pflanzen und die Erde haben.

Wie man Cannabispflanzen während der Blüte gießt

Deine Pflanzen produzieren ihre begehrten Blüten und diese Arbeit macht sie durstig! Nicht nur die Bewässerung wird in dieser Phase wahrscheinlich wieder zunehmen, sondern auch die damit einhergehende Düngung wird sich verändern. Während dieser Phase wirst Du den Pflanzen wahrscheinlich Blüten-spezifische Nährstoffe und Booster verabreichen. Achte also darauf, dass Du sie nicht zu viel gießt oder überdüngst und auf diese Weise Nährstoffverbrennungen verursachst.

Spülen

Beim Spülen wird das Substrat in reinem, pH-ausgeglichenem Wasser getränkt, um die angesammelten Salze auszuwaschen. Es gibt zwei Situationen, in denen Du Deine Pflanzen spülen solltest.

Die erste liegt vor, falls Du Deine Pflanzen überdüngt hast und es zu einer Nährstoffblockade oder Nährstoffverbrennungen kommt. Dann musst Du die Erde spülen, um einen neuen Düngeplan zu erstellen und die Wurzeln wieder für die Nährstoffaufnahme freizugeben.

Was die zweite Option angeht, so glauben manche Grower, dass in den letzten Wochen der Blüte der Entzug von Nährstoffen dazu führt, dass die Pflanze ihre Nährstoffreserven aufbraucht, was den Geschmack und die Geschmeidigkeit der Blüten verbessern soll. Ob das stimmt oder nur ein Mythos ist, sei dahingestellt; so oder so scheint es allerdings keinen negativen Einfluss auf das Endergebnis zu haben.

Wie man Marihuana-Stecklinge bewässert

Wenn Du eine Cannabispflanze klonst, solltest Du sie mehr oder weniger wie einen Sämling behandeln. Setze Deinen Steckling in einen Anbauwürfel und stelle diesen, während er neue Wurzeln bildet, in ein Zimmergewächshaus. Versuche, eine Luftfeuchtigkeit von 70% zu erzielen und gieße nur spärlich.

Wie bei den Sämlingen solltest Du ein Hygrometer zur Hand haben, um zu gewährleisten, dass Deine Klone erfolgreich in die vegetative Phase übergehen. Im Gegensatz zu Sämlingen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Stecklinge keine Wurzeln bilden, sogar noch größer. Gib daher Dein Bestes, um ideale Bedingungen zu schaffen.

Die Über- und Unterwässerung von Cannabispflanzen

A wilted marijuana plant

Vor allem unter Anfängern ist die Überwässerung einer der größten fatalen Fehler. Unterwässerung ist zwar weniger bedrohlich, kann jedoch, falls die andauert, das Wachstum der Pflanze ebenfalls beeinträchtigen. Im Folgenden erfährst Du, wie Du Unter- und Überwässerung erkennen und beheben kannst.

Wie man Unterwässerung erkennt

Anzeichen dafür, dass Deine Pflanzen Wasser benötigen, sind:

  • Hängende Blätter (stelle sicher, dass sie nicht gesättigt sind!)
  • Stumpfe grüne Farbe
  • Vergilbende oder braun werdende Blätter
  • Trockene Erde

Wenn Pflanzen Durst bekommen, wird ihr einstiges kräftiges Grün etwas blasser. Dann fallen die Blätter ab und die ganze Pflanze wirkt erschlafft und trocken. Letztlich beginnen die Blätter, gelb oder braun und brüchig zu werden. All dies wird wahrscheinlich von trockener Erde begleitet.

Lösung

Bewässere Deine Pflanzen! Tränke das gesamte Substrat, so dass 10–20% des Wassers am Boden des Topfes abfließen. Deine Pflanzen sollten recht schnell wieder aufleben.

Wie bereits erwähnt, ist es allgemein besser, etwas seltener, dafür aber ordentlich zu gießen.

Wie man Überwässerung erkennt

Überwässerte Pflanzen können ähnlich wie unterwässerte Pflanzen aussehen; allerdings gibt es ein paar zusätzliche charakteristische Anzeichen dafür:

  • Überwässerte Pflanzen behalten ihre tiefgrüne Färbung bei
  • Sie wirken eher übersättigt als trocken
  • Die Blätter neigen dazu, herunterzuhängen und sich von unten nach oben hin zu verfärben
  • Die Erde ist nass!

Wenn Du Deine Pflanzen gießt und die Anzeichen der Überwässerung nicht verschwinden, sind sie wahrscheinlich nicht unterwässert!

Lösung

Abhängig davon, wie weit fortgeschritten die Symptome der Überwässerung sind, gibt es unterschiedliche Lösungen hierfür. Falls Deine Pflanzen nur ein wenig gesättigt und schlaff sind, reicht es hoffentlich aus, dem Substrat Zeit zu geben, um vollständig auszutrocknen. Lasse sie einfach stehen, bis sie wieder gesund und normal aussehen.

Falls Du sie wirklich ertränkt haben solltest, musst Du sie möglicherweise umtopfen und alle faulen Wurzeln wegschneiden. Wurzelfäule zeigt sich darin, dass die Blätter abzusterben beginnen. In diesem Fall solltest Du die Pflanzen aus dem Topf nehmen, die Erde entfernen, alle faulenden Wurzeln identifizieren und entfernen sowie in frische Erde umtopfen. Gieße dann eine Zeit lang gar nicht!

Wie immer gilt: Vorbeugen ist die beste Medizin und Du tust gut daran, gar nicht erst in diese Situation zu geraten.

Cannabis gießen, wenn Du nicht da bist

Wie man überwässerung erkennt

Es kann vorkommen, dass Du während Deines Grows eine Zeit lang nicht zu Hause bist. Handelt es sich nur um ein paar Tage, ist es das Beste, Deine Beleuchtung mit einer Zeitschaltuhr zu verknüpfen und sie in Ruhe zu lassen.

Solltest Du hingegen längere Zeit weg sein, musst Du einen Weg finden, um Deine Pflanzen mit Wasser zu versorgen.

Falls Du nicht in ein automatisiertes High-Tech-System investieren möchtest, gibt es einige weitere Möglichkeiten, dies zu tun.

Tropfbewässerungssystem

Tropfbewässerungssysteme sind einfach zu installieren. Mit Hilfe von durchlöcherten Rohren oder durchbohrten Flaschen kann man sie so einrichten, dass eine konstante und überschaubare Wassermenge freigesetzt wird. Diese Methode kann sogar während des gesamten Anbaus verwendet werden, wobei sie Dir eine Menge Arbeit abnimmt.

Der Nachteil dieser Methode während Deiner Abwesenheit besteht darin, dass ein Wasserhahn ständig aufgedreht bleiben muss; falls das System nicht funktionieren sollte, kann es zu schweren Überschwemmungen kommen. Dies könnte Deine Wohnung ruinieren und die Behörden auf Deinen Anbau aufmerksam machen. Stelle also sicher, dass das System sehr sicher installiert ist, wenn Du es längere Zeit laufen lässt.

Automatische Wasserspender

Diese Geräte sind einfach und risikofrei. Die in den Boden gesteckten Pflöcke verfügen über einen Docht, der zu einem Wasserreservoir führt. Wenn die Wurzeln das Wasser von den Pflöcken aufnehmen, zieht die Osmose das Wasser über den Docht aus dem Wasserbehälter. Dies ist eine gute Möglichkeit, falls Du nur kurz weg bist.

Deine Weed-liebenden Freunde

Ansonsten kannst Du auch einfach einen Freund fragen! Vergewissere Dich nur, dass er nichts ausplaudert; außerdem sollte er wissen, wie wichtig es ist, die Pflanzen weder zu überdüngen noch zu überwässern. Vielleicht kannst Du ja diesen Artikel über Deiner Wasserquelle aufhängen!

Cannabis richtig gießen: Wichtig, aber einfach

Deine weed-liebenden freunde

Cannabis zu bewässern, ist sehr einfach, was ihm aber zugleich fast zum Verhängnis werden kann. Die Leute nehmen an, man müsse einfach nur etwas Wasser auf eine Pflanze schütten und ihr beim Gedeihen zusehen. In Wirklichkeit bedarf es etwas mehr Sorgfalt – aber eben nur ein wenig mehr.

Eine Pflanze ein wenig austrocknen zu lassen, ist viel besser für sie und viel einfacher zu handhaben, als wenn man sie ertrinken lässt. Weniger ist mehr!

Das Wichtigste, was Du aus diesem Leitfaden mitnehmen kannst, ist, dass Du Deine Pflanzen und das Medium, in dem sie wachsen, beobachten musst. Sieht die Pflanze gut aus und die Erde ist feucht, lässt Du sie einfach in Ruhe! Versteife Dich nicht auf einen Zeitplan oder auf etwas, was Du gehört hast – viele Faktoren bestimmen, wie viel Wasser Deine Pflanzen benötigen und schließlich wissen sie es selbst am besten.