Married to Marijuana – Rezension


Produziert von: Klub Kush
Erstveröffentlichung: 2014

Married to marijuana – rezension

Bei vielen der heutigen Hip-Hop-Künstler dreht sich alles um "Bling-Bling", Kohle und ja, Mary Jane. Natürlich gingen Hip-Hop und Marihuana immer schon Hand in Hand, aber mit zunehmender Legalisierung hat es sich zu einem noch hipperen Thema als je zuvor entwickelt. Heute kontrolliert dieses Musikgenre gemeinsam mit Reggae das Spielfeld, was den Konsum von Marihuana betrifft.

Im Jahr 2014 beschloss Klub Kush, einen Dokumentarfilm über die Beziehung zwischen Hip-Hop und Marihuana aus der Sicht (und inspiriert von dem Buch) von DJ Jason "Big Kush" Berry zu drehen, der selbst alle Interviews führte, was wir uns natürlich genauer ansehen mussten.

DAS GUTE

Das gute

Dieser Dokumentarfilm beinhaltet einige berühmte Künstler und Charaktere des Hip-Hop, wie B-Real von Cypress Hill, Method Man, Chef Raekwon, Jadakiss, Devin the Dude und einige andere. Es ist ein netter Dokumentarfilm, der die Hip-Hop-trifft-Cannabisszene aus der Innenansicht erklärt.

Alle Befragten werden nach ihren ersten Erfahrungen mit Mary Jane befragt und sie geben alle jeweils eine interessante Antwort. Sie sprechen über ihre Lieblingssorten und teilen einige interessante historische Fakten über Hip-Hop und Weed.

Es ist lustig, B-Real von Cypress Hill zu sehen, der behauptet, dass Kalifornien den Thron in Sachen Cannabis-Qualität für sich beanspruchen kann, besonders im Vergleich zu Amsterdam. Die entsprechende Häme kommt dabei nicht zu knapp – aber was erwartest Du auch von einem Hip-Hop-Dokumentarfilm?

DAS SCHLECHTE

Die Audioqualität ist manchmal ziemlich schlecht, wobei sich die Lautstärke zwischen Interviewer und Interviewpartner signifikant unterscheidet. Außerdem verändert sich die Tonqualität zwischen den Clips immer wieder.

Obwohl alle Interviews ansprechend waren, hätte man vielleicht besser ein wenig historischen Hintergrund zur Entwicklung der Beziehung zwischen Hip-Hop und Marihuana mit einfließen lassen sollen.

Der Film würde wahrscheinlich auch von einer vertieften, kulturellen Perspektive auf die diskutierten Themen profitieren. Einige der in diesem Dokumentarfilm gezeigten Pflanzen waren im Vergleich zu professionell angebautem Cannabis ziemlich schwach, aber Chef Raekwon schien sie trotzdem zu genießen.

FAZIT

Hip-Hop erobert mit seiner von Kush durchzogenen Poesie die Welt. In den 20er und 30er Jahren wurde Marihuana in erster Linie mit der Jazzszene assoziiert, in den 60er–80er Jahren mit der Rock- und Reggae-Szene. Gerade jetzt scheint es eine massive Verschiebung zu geben, in der Hip-Hop die Goldmedaille ergattern möchte, wenn es darum geht, welches Genre Cannabis am besten repräsentiert.

Obwohl der Dokumentarfilm ein bisschen professioneller gemacht werden hätte können, lohnt es sich auf jeden Fall, ihn anzusehen. Zieh ihn Dir rein.