The Life She Deserves (2018): Eine Dokumentarfilm-Rezension


Regie: George Burroughs
Erstveröffentlichung: 2018

The Life She Deserves (2018): Eine Dokumentarfilm-Rezension

Anfang 2018 wurde ein Dokumentarfilm mit dem Titel "The Life She Deserves" veröffentlicht. Er dreht sich um das Leben der 17-jährigen Jennifer Collins aus Virginia, die die meiste Zeit ihres Lebens an hartnäckiger Epilepsie litt.

In ihrer frühen Kindheit wurde sie aufgrund ihres Zustandes, der so unkontrollierbar war, sehr destruktiv und gewalttätig, sodass sie sogar über Selbstmord nachdachte.

Ihre beiden Eltern fühlten sich hoffnungslos, bis sie auf die Möglichkeit der Nutzung von medizinischem Marihuana stießen. Wie jeder Amerikaner mit einer konservativen Meinung zu Marihuana, zögerten sie, es auszuprobieren. Doch nachdem ihnen andere Lösungen ausgingen, entschieden sie sich schlussendlich dafür.

Jennifer und ihre Mutter zogen dann im Jahr 2013 von Virginia nach Colorado, da dies damals einer der wenigen großen Staaten war, der ihnen Zugang zu medizinischem Marihuana ermöglichte.

Nach dem ersten Versuch mit CBD-Öl verschlechterten sich die Anfälle von Jennifer, was ihre Mutter dazu drängte, stattdessen THCA auszuprobieren. Das nicht-psychoaktive Medikament funktionierte und die Anfälle der Jugendlichen sind drastisch zurückgegangen.

DIE HALTUNG DER US-REGIERUNG ZU MEDIZINISCHEM CANNABIS

DIE HALTUNG DER US-REGIERUNG ZU MEDIZINISCHEM CANNABIS

Eine der Hürden, die die Familie Collins überwinden musste, war, dass sie dazu gezwungen wurde, an das andere Ende des Landes zu ziehen, nur um Zugang zu einem Medikament zu erhalten, das im Grunde genommen Jennifers Leben retten würde.

Es ist einer der wichtigsten Aspekte des Dokumentarfilms, der zeigt, wie die Regierung der Vereinigten Staaten weiterhin die Verwendung von Cannabis auf Landesebene verbietet, obwohl 29 der amerikanischen Staaten Cannabis grünes Licht geben.

Wie in dem Film erwähnt wird, legalisierte der Staat Virginia im letzten Februar schließlich medizinisches Cannabis in Ölform. Der Film merkt jedoch auch an, dass der US-Kongress keine Maßnahmen ergriffen hat, um die medizinische Verwendung landesweit zu legalisieren.

DAS GUTE

Dokumentarfilme wie dieser sind immer gute Informationsquellen, wenn es um medizinisches Cannabis und seine tatsächlichen Nutzen geht. Menschen wie Jennifer Collins, die unter schweren gesundheitlichen Problemen leiden, geben dem sehr realen Potenzial von medizinischem Cannabis ein Gesicht.

Vor dem Hintergrund, dass es viele andere Menschen wie Jennifer auf der Welt gibt, leistet dieser Film eine großartige Arbeit, den Werdegang von Jennifers Krankheit von einem kämpfenden jungen Kind bis hin zu einer normalen Jugendlichen zu zeigen.

Dieser herzerwärmende Film ist allermindestens ein weiterer guter Augenöffner für Menschen, die immer noch falsch über Cannabis und seine medizinischen Nutzen informiert sind.

DAS SCHLECHTE

Es gibt wirklich nicht viel Negatives in diesem Film, da es sein Hauptziel, die Menschen über einen wichtigen Aspekt dieses normalerweise stigmatisierten Krauts zu informieren, erreicht hat. Wenn Du allerdings kein Fan von Filmen bist, die auf die Tränendrüse drücken, dann ist dieser Film leider nichts für Dich.

FAZIT

Wenn Du auf der Suche nach einem aufschlussreichen Dokumentarfilm bist, der Deine generellen Ansichten zu medizinischem Cannabis verändern könnte, dann solltest Du Dir "The Life She Deserves" auf jeden Fall ansehen. Er zeigt nicht nur Erfahrungen aus erster Hand von einer Person, die ihr ganzes Leben lang durch die Hölle gegangen ist, sondern zeigt Dir auch, wie mental stark Jennifer Collins ist, wenn sie mit dieser lebenslangen Krankheit kämpft.

Dieser kurze Dokumentarfilm dauert nur 21 Minuten und ist sicherlich jede Sekunde wert.