Was Du gegen Blütenfäule bei Cannabispflanzen tun kannst und wie Du sie vermeidest


Was Du gegen Blütenfäule bei Cannabispflanzen tun kannst und wie Du sie vermeidest

Cannabis ist, wie viele andere Pflanzen auch, anfällig für Schädlinge, Krankheiten und Pilze, darunter Mottenschildläuse, weißer Mehltau und viele mehr. Doch nichts davon ist so bedrohlich wie Blütenfäule - eine schwere Pilzinfektion, die die kostbaren Blüten Deiner Pflanzen im Visier hat und sie binnen weniger Tage zerstören kann.

Glücklicherweise gibt es einiges, was Du tun kannst, wenn die Blütenfäule zuschlägt und viele Maßnahmen, mit denen Du Deine Pflanzen in Zukunft vor Attacken schützen kannst.

WAS IST BLÜTENFÄULE?

Bud rot

Blütenfäule ist eine Infektion, die Cannabispflanzen befällt. Wie der Name schon sagt, ist sie durch heftigen Schimmel gekennzeichnet, der sich ansammelt und die Blüten der blühenden Pflanze zerstört.

Blütenfäule zu erkennen, kann nicht ganz einfach sein, denn sie zeigt erst deutliche optische Hinweise, wenn der Angriff auf Deine Pflanzen bereits in vollem Gange ist. Die frühesten Anzeichen einer Infektion sind für gewöhnlich trockene, gelbe Blätter ohne eindeutige Ursache, die oft von einem Tag auf den nächsten zwischen den Blüten auftauchen (im Freien gerne nach heftigem Regen).

Wenn er sich weiter ausbildet, tendiert der Pilz dazu, weiß und haarig auszusehen, ähnlich den Pilzen, die Du auf vergessenen Resten im Kühlschrank züchtest. Im weiteren Verlauf beginnt die Blütenfäule meist dunkelbraun, schwarz oder sogar leicht lila auszusehen. Letzten Endes können die Blüten komplett von dickem, dunklen Staub bedeckt sein und sich weich und matschig anfühlen.

Andere Blüten werden vielleicht nur trocken und dunkel. Wenn Du eine befallene Blüte aufbrichst, findest Du den Schimmel normalerweise tief darin eingenistet.

WAS VERURSACHT BLÜTENFÄULE?

Die Blütenfäule wird von einem Pilz namens Botrytis cinerea oder Grauschimmel verursacht. Der Pilz befällt für gewöhnlich zunächst das Innere der Blüten und arbeitet sich dann von dort langsam den Weg nach draußen. Er kann auch andere Pflanzen wie Trauben, Erdbeeren und Pfingstrosen befallen.

Der Pilz verbreitet sich normalerweise durch starke Winde und Regen von Pflanze zu Pflanze. Der Wind hilft dabei, die Pilzsporen zu transportieren. Zur Infektion des neuen Wirts sucht der Pilz sich eine Wunde (wie durch Training oder Wind entstandene kleine Schnitte im Stamm oder auch Schäden, die von Raupen oder anderen Insekten verursacht wurden).

Sobald der Pilz einen neuen Wirt gefunden und erfolgreich infiziert hat, gedeiht er am besten in beengten, feuchten Umgebungen.

WAS DU GEGEN AUFTRETENDE BLÜTENFÄULE TUN KANNST

Da die Blütenfäule die einzelnen Blüten der Cannabispflanze befällt, besitzt sie auch das Potential, eine ganze Ernte zu zerstören, indem sie die Blüten völlig unkonsumierbar macht. Doch zum Glück gibt es einige einfache Schritte, wie Du mit einem Angriff der Blütenfäule umgehen kannst:

  • Entsorge alle befallenen Blüten: Der erste Schritt im Umgang mit Blütenfäule ist die sorgsame Untersuchung Deiner Pflanzen, um herauszufinden, welche Blüten der Pilz befallen hat. Denke daran, tief in den Blüten zu schauen, da hier der Pilz zuerst angreift. Sobald Du die befallenen Bereiche der Pflanze ausgemacht hast, wirst Du sie komplett entfernen und entsorgen müssen. Versuche nicht, befallene Blüten noch zu retten und sei extrem vorsichtig, um nicht andere Teile der Pflanze zu kontaminieren, indem Du sie mit infizierten Blüten oder Deinen Handschuhen und Deiner Schere, die in Kontakt mit der Fäule waren, berührst.
  • Sobald Du alle infizierten Blüten entfernt hast, kannst Du damit fortfahren, Deine Cannabispflanzen zu ernten und so dem Pilz keine Blüten übrig zu lassen, die er befallen kann. Alternativ kannst Du zum nächsten Schritt übergehen.
  • Wenn Du eine behandelte Pflanze nicht sofort ernten willst, kannst Du versuchen, die Anbaubedingungen so zu gestalten, dass das Risiko der Keimung weiterer Pilzsporen minimiert wird. Dazu solltest Du Deine Pflanzen mit zusätzlicher Luftzirkulation, besserer Ventilation, höheren Temperaturen und niedrigem Feuchtigkeitsgehalt versorgen. Dazu musst Du auf alle Fälle vermeiden, dass die Pflanzen nass werden. Doch denk daran, dass dies ein riskantes Manöver darstellt, bei dem Du riskierst, dass der Pilz sich auf andere Teile und andere Pflanzen ausbreitet.

WIE DU BLÜTENFÄULE IN DER ZUKUNFT VERMEIDEN KANNST

Nur weil Pilzsporen es auf Deine Pflanzen geschafft haben, bedeutet das noch lange nicht, dass sie sich automatisch zur Blütenfäule entwickeln. Vielmehr kannst Du es durch einfache Anpassungen der Anbauumgebung dem Pilz schwer machen, sich entwickeln und Deine Pflanzen befallen zu können.

  • Erhöhe die Luftzirkulation: Eine ordentliche Luftzirkulation ist lebenswichtig für gesunde, starke Cannabispflanzen. Indem die Luft in Deiner Anbaufläche kontinuierlich bewegt wird, hilfst Du dabei, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im gesamten Raum konstant zu halten. Zudem hilft die zirkulierende Luft dabei, feuchte Bereiche Deiner Pflanzen nach dem Gießen, Bewässern oder Regen zu trocknen.
  • Halte die Temperaturen warm: Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle dabei, die Keimung und Ausbreitung der Pilzsporen zu erleichtern. Wenn Du mit Blütenfäule oder einer anderen, schimmelartigen Erkrankung zu kämpfen hast, wird empfohlen, die Temperaturen in Deiner Anbaufläche über 20°C zu halten. Kühlere Temperaturen sind ideal für die Keimung von Grauschimmelsporen.
  • Halte Deine Pflanzen trocken: Alle Pilze benötigen Feuchtigkeit für die Keimung. Dasselbe gilt für Blütenfäule. Daher solltest Du zur Vorbeugung von Blütenfäule und anderen Pilzinfektionen stets ein wachsames Auge auf die Feuchtigkeitswerte in Deinem Anbauraum haben. Der ideale Bereich der relativen Luftfeuchtigkeit für Cannabispflanzen liegt, abhängig davon, in welcher Phase die Pflanze sich gerade befindet, zwischen 30 und 70%, wobei Du die Werte gerade in der späten Blütephase eher im niedrigeren Bereich dessen halten solltest. Im Freien bedeckst Du Deine Pflanzen am besten, wenn es regnet und schüttelst sie, wenn sie doch nass werden, um so überschüssiges Wasser loszuwerden und die Trocknung zu beschleunigen.
  • Stutze Deine Pflanzen: Blütenfäule mag große, dichte und buschige Cannabispflanzen, wo sie sich leicht unbemerkt zwischen all dem Blätterwerk einnisten kann. Wenn Du feststellst, dass Deine Pflanzen übermäßig buschig und dicht werden, solltest Du in Betracht ziehen, sie zu stutzen. Besonders, wenn Du in nassem, feuchtem Klima im Freien anbaust. Ebenso solltest Du Dir vielleicht Trainingsmethoden für Cannabis anschauen, mit denen Du buschiges Pflanzenwachstum vermeiden kannst.
  • Behalte die Hauptblüten im Auge: Die Blütenfäule hat die schlechte Angewohnheit, es am meisten auf die dicksten, fettesten und geilsten Hauptblüten Deiner Pflanzen abzusehen. Du solltest also ein ganz besonderes Auge auf diese Teile Deiner Pflanzen werfen, da sie besonders anfällig für eine Infektion sind und sie so schnell wie möglich behandeln, sobald Du die ersten Anzeichen einer Blütenfäule entdeckst.

BLÜTENFÄULE: DER SCHLIMMSTE FEIND DES WEEDS

Blütenfäule kann ganze Ernten zerstören, wenn nicht schnell und effektiv gehandelt wird. Zur selben Zeit benötigt sie besonders feuchte, warme und windstille Bedingungen für die Keimung. Solange Du also Deine Pflanzen genau im Blick hast und sie mit der richtige Menge an Luftzirkulation, Wärme und Feuchtigkeit versorgst, solltest Du vor diesem Killerpilz sicher sein.