Was sind Landrassen-Cannabissorten?


Was sind Landrassen-Cannabissorten?

Fast das gesamte heutzutage verkaufte Cannabis, von kalifornischen Apotheken, über holländische Coffeeshops, bis hin zu britischen Hinterhöfen, stammt aus ausgewählten, gezüchteten Sorten, die nicht existieren würden, hätten nicht menschliche Hände bei der Erzeugung eine Rolle gespielt.

Allerdings haben all diese Sorten ihre Wurzeln in Form von Landrassensorten tief verwurzelt im Marihuana-Mutterland Zentralasiens. Eine Landrasse ist eine Cannabissorte, die sich einzig und allein unter dem Einfluss der Natur selbst entwickelte.

Diese indigenen Pflanzen wurden für sehr lange Zeit ungestört in Isolation belassen. Während dieses langwierigen Vorgangs haben sie einzigartige Merkmale und eine Stabilität entwickelt, die direkt aus der Anpassung auf die Umwelt ihrer Umgebung resultieren.

EIN BLICK IN DIE VERGANGENHEIT

Es wird angenommen, dass die ersten Cannabispflanzen sich durch Evolution in Zentralasien bildeten. Durch natürliche Ausbreitung und menschliche Intervention begannen diese ursprünglichen Landrassensorten in andere Gegenden der Welt zu migrieren, weshalb Landrassensorten auch auf den Kontinenten Südamerika und Afrika, sowie den Ländern Jamaika und Russland vorkommen.

Diese pflanzlichen Urahnen sind in der Tat das originale Cannabis. Ihnen verdanken wir sowohl die hochgradigen THC-Sorten, die hinsichtlich eines optimal entspannenden Highs gezüchtet wurden, als auch jene medizinisch wirksamen Sorten, die so manipuliert wurden, dass sie eine maximale Menge des heute so bekannten und begehrten CBD beinhalten. Diese Sorten wurden alle über die Zeit hinweg von Züchtern botanisch verändert, um bestimmte Verlangen zu befriedigen.

Dieser Wandel, von einer wilden Spezies hin zu einer domestizierten, kann man mit gewissen Nahrungsmitteln vergleichen, die wir heute anstatt ihrer genetischen Vorläufer kennen. Was wir heutzutage zum Beispiel als eine Banane kennen, wurde seit tausenden Jahren angebaut und speziell gezüchtet, was zur Süße und der kalorienreichen Dichte moderner Sorten führte.

Die **ursprüngliche Form war einfach eine mit Samen vollgepackte Hülse. Was wir heute als Wassermelone kennen ist in der Tat eine domestizierte Form einer wilden Melone, einer Frucht mit viel mehr Samen und viel weniger Fruchtfleisch. Das gleiche gilt auch für die Cannabispflanze.

WURZELN IN DIE MODERNE WELT

Dieser wahnsinnig umfassende Katalog an modernen Sorten resultiert aus der Aneignung von Landrassengenen durch Samen, die in den 60er und 70er Jahren auf unter dem Namen "Hippie Trail" bekannten Reiserouten beschafft wurden und die von Züchtern und Marihuana-Fanatikern auf der ganzen Welt verwendet wurden. Diese Pilgerreise führte durch bestimmte erstklassige Landrassen-Gebiete wie Afghanistan, Kaschmir und Nepal. Als Landrassengene sowohl in Nordkalifornien und Hawaii angebaut wurden, führte dies zur Entwicklung von "Erbstück-"Sorten.

Cannabisgene könnten als Lehm angesehen werden und die Umwelt als der zugehörige Bildhauer. Die Einführung von Landrassengenen in verschiedene natürliche Umgebungen in der freien Wildnis und synthetische Vorrichtungen im Innenbereich auf der ganzen Welt, alle mit endlos variablen Umweltfaktoren wie Feuchtigkeit, Art des Bodens, Beleuchtung und Fruchtbarkeit, haben zu einer immensen Reihe genetischer Adaptionen geführt. Ganz zu schweigen von den intensiven, ausgewählten Züchtungen und Hybridisierungen.

DIE BEDEUTUNG VON LANDRASSENSORTEN

Moderne von Menschen gemachte Sorten sind ohne Zweifel in vielen Bereichen überlegen, aufgrund ihrer neu gewonnenen Umgebungen und der menschlichen Einflussnahme. Abgesehen davon stehen Landrassensorten immer noch hoch im Kurs, die perfekt auf ihre ursprüngliche Umgebung angepasst sind. Die Doku-Serie "Strain Hunters" entstand beispielsweise aus der Idee der Identifizierung und Bewahrung von Landrassensorten im Namen von Wissenschaft und Medizin.