Was ist ein “Green Out” und wie kannst Du ihn verhindern und entgegenwirken?


Was ist ein “Green Out” und wie kannst Du ihn verhindern und entgegenwirken?

Manche sagen, man könne gar nicht zu viel Cannabis konsumieren. Auf viele trifft das auch zu. Eine Menge Leute können so viel Gras rauchen wie sie wollen, ohne irgendwelche Probleme zu bekommen. Doch anderen dagegen wird nach zu vielen Zügen von der Bong unglaublich schlecht, oder in anderen Worten gesagt, sie erleben einen “Green Out”.

WAS IST EIN GREEN OUT?

Ein Green Out ist im Grunde genommen ein Krankheitsgefühl nach dem Konsum von zu viel Cannabis. Neben einer Magenverstimmung und/oder Erbrechen, kann eine Person dabei ein überwältigendes Gefühl von Paranoia, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, Schweißausbrüche oder Frösteln, erhöhte Herzfrequenz und Orientierungslosigkeit erleben.

Kombiniert man all diese Symptome (die zwischen 30 Minuten und 6 Stunden andauern können), dann kann man die Situation leicht mit einer Überdosis verwechseln. Glücklicherweise existiert kein Beweis, der nahelegt, dass irgendjemand Cannabis tödlich überdosieren könnte. Doch im Gegensatz zu dem, was viele Grasraucher glauben, gibt es sehr wohl so etwas wie ein "zu viel", wenn es darum geht, wie viel Marihuana man konsumiert.

Wenn es nur Cannabis ist, mit dem Du es zu tun hast, dann werden in 9 von 10 Fällen die oben beschriebenen Symptome ohne professionelle Unterstützung wieder abklingen. Doch wenn Du andere Substanzen neben Marihuana konsumiert hast, wie zum Beispiel Alkohol oder illegale Drogen wie Kokain, empfehlen wir dringendst, Dich in medizinische Versorgung zu begeben.

WAS VERURSACHT, DASS EINE PERSON EINEN GREEN OUT BEKOMMT?

Der Grund, warum einem von Cannabis übel werden kann, hat gänzlich etwas mit Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) und der Dosierung zu tun. Während manche Individuen massive Dosen THC vertragen können, können andere das nicht.

Es ist kein Geheimnis, dass das heutige Marihuana deutlich stärker ist, als noch damals in den 70ern. Nicht nur die Züchter sind erfahrener, sondern auch der gesamte Anbau ist heutzutage deutlich hochentwickelter.

Wenn nun also jemand eine bestimmte Sorte mit übermäßig hohem THC-Gehalt raucht, kann es sehr gut sein, dass es ihr oder ihm übel davon wird, wenn man sich ansonsten typischerweise an Dosen mit geringem THC-Gehalt hält. Dasselbe kann auf eine Person zutreffen, die mehr als ihre übliche Menge Gras raucht, auch wenn die betreffende Sorte nicht viel THC enthält.

Wie steht THC in direktem Zusammenhang zur Wahrscheinlichkeit, einen Green Out zu bekommen? Nun, wie Du vermutlich schon weißt, wirken THC und andere Cannabinoide am Hauptcannabinoidrezeptor des Gehirns, CB1. Auch wenn der Neurotransmitter Anandamid diesen bestimmten Rezeptor auf natürliche Weise aktiviert, hat er eine weit weniger starke Wirkung als THC. Wenn der Rezeptor überaktiviert wird, kann der Konsument in der Folge krank werden.

WAS KANNST DU TUN, UM EINEN GREEN OUT HINTER DICH ZU BRINGEN?

Glücklicherweise gibt es viele Wege, einen Green Out halbwegs komfortabel zu überstehen. Der bei weitem wichtigste Schritt, den es zuerst zu erledigen gilt, ist einen sicheren Ort oder Deine eigene Version eines sicheren Bereichs aufzusuchen. In anderen Worten, geh dorthin, wo auch immer Du Dich am ruhigsten und zufriedensten fühlst.

Deine Umgebung während eines Green Outs wird entweder alles besser oder wesentlich schlimmer machen, weshalb es so wichtig ist, in einer friedlicheren und entspannteren Umgebung zu sein, besonders wenn Du es mit Paranoia zu tun hast. Deine liebste Fernsehsendung oder Musik anzuschalten, kann dabei helfen, die Panik zu lindern. Selbst nur das Licht zu dimmen, kann schon genug sein, um Dich zu beruhigen. Vielleicht hilft auch meditieren.

Hydrierung und Zucker können auch Wunder wirken, also macht es Sinn, wenn Du immer eine Flasche Wasser und süße Snacks bereithältst. Ein Schluck Saft ist auch nicht verkehrt. Wenn keine der oben genannten Lösungen wirkt, dann sagen manche, das Kauen oder Schnupfen von schwarzem Pfeffer könnte ebenso Linderung verschaffen. Studien zeigen sogar, dass schwarzer Pfeffer β-Caryophyllen enthält, bei dem es sich um ein Terpen mit angstlösenden Eigenschaften handelt.

WIE KANN MAN EINEM GREEN OUT VORBEUGEN?

WIE KANN MAN EINEM GREEN OUT VORBEUGEN?

Es ist schwer, das beste Heilmittel für einen Green Out zu benennen. Einige Methode scheinen für manche die Lösung zu sein, anderen helfen sie jedoch nicht. Doch wenn eine Sache sicher ist, dann die, dass Green Outs zu 100% vermieden werden können. Auch wenn Du es schwierig finden magst, die Symptome davon im Zaum zu halten, so kannst Du zumindest die Erfahrung insgesamt vermeiden.

Ein todsicherer Weg, einen Green Out zu vermeiden, ist Deine Grenzen zu kennen und Dich daran zu halten. In anderen Worten, rauche nicht mehr Gras als Du vertragen kannst. Ebenso solltest Du, bevor Du Dir einen ansteckst, sicherstellen, dass Du gut hydriert und nicht dabei bist, auf leeren Magen high zu werden. Wenn es Deinem Körper an Nährstoffen mangelt, ist die Wirkung von Marihuana zwangsläufig stärker.

Zu guter Letzt kann auch der Mischkonsum von Substanzen wie Alkohol und verschreibungspflichtigen Medikamenten mit Cannabis einen Green Out verursachen. Wenn Du also all die unangenehmen Symptome eines Green Out vermeiden willst, dann bleib einfach beim Gras und das war's. Oder fange langsam an und beobachte, wie Dein Körper reagiert.

Apropos langsam angehen: Pass mit Cannabisesswaren auf. Da es schwierig sein kann, die genaue Dosierung von Esswaren und wie sie auf Deinen Körper und Geist wirken, zu bestimmen, kannst Du leicht zu viel davon konsumieren und dann in der Folge einen unangenehmen Rausch entwickeln. Ganz zu schweigen davon, dass ein zu voller Bauch und ein schlechter Rausch eine schreckliche Kombination sind.