Moderne Marihuana-Trends in der Modebranche


Moderne Marihuana-Trends in der Modebranche

Marihuana verwurzelt sich mehr und mehr in verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt und zeigt sich in neuen, interessanten Formen. Dies gilt auch für die Modebranche, wo viele Kultfiguren ihre Liebe zur Pflanze durch Kleidung und Accessoires zeigen.

Die Frage ist nun, ob sich dieser Trend fortsetzen wird? Und wenn, wird er beständig sein?

CANNABIS UND MODE

CANNABIS UND MODE

Da Cannabis aufgrund seiner negativen Konnotationen und seiner Verbannung in den kriminellen Sektor nie einen Platz im professionellen Modesektor einnehmen konnte, waren vereinzelte T-Shirts mit einem Grasblatt oder die typische Rastafari-Kleidung das einzige Cannabis-Merchandise, das es gab.

Den stetigen Fortschritt der Legalisierung und den Aufstieg der Cannabiskultur kann man allerdings auch in der modernen Lifestyle-Bewegung, die sich um Weed herum gebildet hat, ablesen – aber auch in der Arbeit der heutigen Top-Designer.

2015 fügte die bekannte Designerin Mara Hoffman den Maxi-Kleidern und -Hosen ihrer Linie Cannabisblätter hinzu. In ähnlicher Weise integrierte Alexander Wang, ein weiterer großer Name in der Modewelt, schwarz-weiße Marihuana-Themendesigns in den Grunge-Look seiner Mohair-Röcke und -Mäntel, die 2016 in seiner Herbst-Kollektion zu sehen waren. Damals ging Wang noch weiter und ließ in seinen entsprechenden Werbekampagnen Models Joints bauen.

Auch in den Bereichen Schmuck und Accessoires mit Cannabisthemen war in diesem Jahr ein Aufschwung zu verzeichnen. Als Beispiel sei eine Marke namens Vetements genannt, deren Kollektion eine Halskette mit einem Weed-Grinder enthielt und auch Ohrringe in Form von Cannabisblättern sah man häufiger auf den Laufstegen.

Laut der in Los Angeles ansässigen Schmuckdesignerin Jacquie Aiche sollte ihr Sweet-Leaf-Motiv "Freiheit, Glück und Heilung symbolisieren - in einer einfachen, schönen Form". Zur gleichen Zeit gingen Berühmtheiten wie Miley Cyrus und Rihanna, um nur zwei zu nennen, offen mit ihrer Liebe für das magische Kraut um, was sich in der Kleidung, die sie trugen, ausdrückte.[1]

BEDENKEN ANDERER DESIGNER

BEDENKEN ANDERER DESIGNER

Während viele in der Branche die Cannabiskultur mit offenen Armen akzeptieren und dies auch durch ihre Arbeit zum Ausdruck brachten, haben einige ihrer Zeitgenossen bedenken, ob sie dem Beispiel folgen sollten. Die Tatsache, dass Cannabis in den USA auf Bundesebene immer noch verboten ist, stigmatisert es in gewisser Weise immer noch und macht es zum Tabuthema.

Dessen ungeachtet sind einige Designer auch verunsichert, ob sie potenzielle Kunden abschrecken, falls sie eine 420-freundliche Bekleidungslinie herausbringen.

Laut Cheryl Shuman, der Gründerin des Beverly Hills Cannabis Clubs, geht es jedoch vor allem um die "Verpackung". Sie weist darauf hin, dass es nicht mehr so kompliziert ist, Cannabis zu vermarkten, da es "etwas ist, das die High Society gutheißt".

Obwohl einige größere Läden wie Nordstrom und Barneys New York Marihuana-Kleidung von Top-Designern wie Wang anbieten, zögern sie noch, offen darüber zu sprechen.[2]

KANN CANNABIS FÜR DIE MODE RELEVANT BLEIBEN?

Da ein großer Teil der Welt den Weg in Richtung Legalisierung eingeschlagen hat, kann man davon ausgehen, dass der Einfluss auf die Mode auch von Dauer sein wird. Ein großer Teil der Modebegeisterten kommt aus der Generation der 20 bis 35-Jährigen und es ist nicht weiter verwunderlich, dass Designer ganz einfach versuchen, etwas zu produzieren, das den modernen und modischen Cannabiskonsumenten von heute widerspiegelt.

Sicher, es könnte auch wieder Zeiten geben, in denen Marihuana-Kleidung als bloße Modeerscheinung erachtet wird, aber es wird wahrscheinlich nie völlig aus der Mode kommen – genau wie Flanellhemden und Schallplatten.

Verweise

  1. ^ New York Times, A big business in getting high, abgerufen December-18-2018
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  2. ^ WWD, Will fashion retail go to pot?, abgerufen December-18-2018
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