Wie man alte Cannabissamen keimen lässt


Wie man alte Cannabissamen keimen lässt

Wenn sie richtig gelagert werden, können Marihuana-Samen viele Jahre lang lebensfähig bleiben. Je länger man sie jedoch aufbewahrt, desto schwieriger wird es, sie zum Keimen zu bringen. In den meisten Fällen müssen verschiedene Tricks angewendet werden, um alten Cannabissamen beim Keimen zu helfen. Wir zeigen Dir wie, aber zuerst wollen wir sehen, welche Bedingungen die Samen überhaupt zum Leben erwecken.

Feuchtigkeit ist der Schlüssel zur Keimung von Cannabissamen

Wenn man erfolgreich Cannabissamen keimen lassen will – egal, ob frisch oder alt –, muss man die richtigen Bedingungen schaffen: warm, dunkel und feucht. Die ersten beiden sind wichtig, aber es ist die Feuchtigkeit, die dem im Samen ruhenden Embryo signalisiert, dass es Zeit ist, den Lebenszyklus zu beginnen.

Deshalb ist es so wichtig, Cannabissamen an einem trockenen Ort zu lagern, damit sie nicht vorzeitig keimen oder schimmeln und verrotten.

Das Problem bei sehr alten Samen ist, dass ihre äußere Hülle mit der Zeit austrocknet und es für Wasser immer schwieriger wird, in sie einzudringen. Du als Züchter solltest einige Schritte unternehmen, um diesen Prozess zu erleichtern.

Die besten Methoden zur Keimung alter Cannabissamen

Die Frage, wie man alte Cannabissamen keimen lässt, heißt also gleichzeitig: Wie hilft man alten Samen dabei, Feuchtigkeit ins Innere zu bekommen? Die offensichtliche erste Möglichkeit ist, sie vor der Keimung einzuweichen.

1. Alte Samen in einem Glas Wasser einlegen

Bei alten Weed-Samen funktionieren die bevorzugten Keimtechniken (wie die Papierhandtuch-Methode oder die „Direkt-in-das-Medium”-Methode) möglicherweise nicht. Der Grund ist einfach – diese Techniken bieten nicht genug Feuchtigkeit, um die gehärtete äußere Schale zu durchdringen.

Nimm stattdessen ein Glas mit Wasser und wirf Deine Samen hinein. Zwölf Stunden reichen aus, damit die Schale ein wenig aufweicht, das Wasser schließlich ins Innere gelangt und den Embryo aufweckt. Vergiss nicht, die Samen regelmäßig zu kontrollieren. Sobald sie aufplatzen und die Pfahlwurzel sichtbar wird, sollten sie herausgenommen werden. Samen sind lebende Organismen und brauchen Sauerstoff. Wenn sie 24 Stunden oder länger unter Wasser sind, können sie ertrinken.

In den meisten Fällen kannst Du einfach Trinkwasser verwenden, aber das Keimen alter Cannabissamen kann einige weitere Feinheiten erfordern. Manche Züchter verwenden kohlensäurehaltiges Wasser, weil das Vorhandensein von CO₂ Berichten zufolge das Eindringen von Wasser in die Schale erleichtert. Wasserstoffperoxid (ein paar Tropfen pro Glas) soll den gleichen Effekt haben. Du kannst auch erwägen, biologisch aktive Verbindungen hinzuzufügen, wie z. B.:

  • Superthrive (ein Tropfen auf ein Glas Wasser)
  • Nitrozyme (10ml/L)
  • Humin- und Fulvosäuren (10ml/L)
  • Bewurzelungshormone

Das Problem bei diesen Stimulatoren ist, dass man nie die richtige Dosierung kennt. Die Informationen in Marihuana-Foren sind anekdotisch und seriöse Studien wurden nur an anderen Pflanzen durchgeführt. Wenn Du Dich also entscheidest, einen dieser Zusätze zu verwenden, recherchiere oder frage andere Züchter und gehe immer auf Nummer sicher.

1. alte samen in einem glas wasser einlegen

2. Altes Saatgut aufrauen

Eine weitere Methode, um die äußere Schale für Wasser durchlässiger zu machen, ist das Aufrauen. Die einfachste Vorgehensweise ist die Verwendung von Schmirgelpapier. Nimm eine Streichholzschachtel und lege die Innenseite mit dem Sandpapier aus oder rolle ein Stück Sandpapier zu einem Rohr. Dann lege die Samen hinein und schüttele sie eine Minute lang.

Das reicht aus, um viele kleine Kratzer in die schützende Außenschicht der Schale zu machen, sodass Feuchtigkeit viel leichter ins Innere gelangen kann.

3. Den Samen knacken

Manche kaufen ein spezielles Werkzeug zum Knacken alter Samen. Es handelt sich um ein einfaches Gerät, das leichten Druck auf den Samen ausübt, bis man ein hörbares Knacken hört. Andere beißen einfach auf den Samen – ganz sanft –, bis sie ihn knacken hören.

Bitte bedenke, dass diese Methode für die Keimung alter Cannabissamen ein wenig riskant ist, ebenso wie die im Folgenden beschriebenen Techniken.

4. Den Grat entfernen

Der Grat ist ziemlich deutlich auf dem Samen erkennbar. Er verbindet die beiden Hälften der äußeren Schale. Wenn der Embryo gegen das Innere der Schale drückt, ist es dieser Grat, der aufbricht. Bei älteren Samen ist er jedoch zu sehr verhärtet und muss eingeschnitten werden.

Verwende ein scharfes Messer und schneide den Grat in seiner ganzen Länge nach von beiden Seiten ein. Achte darauf, dass Du nicht zu tief schneidest, um den Embryo nicht zu verletzen.

5. Chirurgisches Öffnen des Samens

Diese Prozedur ähnelt dem Knacken, denn auch hier öffnet man den Samen gewaltsam – diesmal nicht durch Druck, sondern mit einem scharfen Messer. Bitte betrachte dies als letzten Ausweg, der nur ausprobiert werden sollte, wenn alles andere versagt.

Die Keimung alter Cannabissamen erfordert Geduld

Bitte beachte, dass alte Weed-Samen nicht nur schlechtere Keimraten haben, sondern auch längere Keimzeiten. Wie lange dauert es also, bis alte Cannabissamen keimen? Während frische Samen normalerweise in 1–3 Tagen keimen, brauchen ältere bis zu 7–10 Tage oder sogar mehr. Sei also geduldig, und wenn der Samen inaktiv bleibt, versuche einen der Tricks, die wir oben beschrieben haben, beginnend mit dem am wenigsten invasiven. Es ist am besten, sie nacheinander auszuprobieren anstatt alle gleichzeitig.

Vermeide es, alte Samen direkt in das Medium zu geben

Wir persönlich mögen es, Weed-Samen in Erde keimen zu lassen, aber wenn man es mit alten Samen zu tun hat, ist es am besten, ihren Zustand regelmäßig überprüfen zu können. Das erspart eine Menge ungeduldiges Warten, denn man weiß nie, wie viele Tage es dauern wird. Überprüfe die Qualität Deiner Samen, und wenn du Zweifel hast, wähle eine „besser sichtbare“ Methode, wie z. B. das Keimen zwischen Papiertüchern.