Die Blütephase von Cannabis: Woche für Woche


Die Blütephase von Cannabis: Woche für Woche

Die Bedürfnisse der Cannabispflanze vollkommen zu verstehen, kann jahrelange Übung erfordern. Doch wir haben versucht, in einer umfangreichen Übersicht all das so gut wie möglich zu vermitteln, was wir über die Blütephase gelernt haben. Anbauanfänger können hier alles herausfinden, was sie über den Beginn und Verlauf der Blütephase wissen müssen.

Man kann sich viel Wissen über den Anbau von Cannabis aneignen und manches davon kann unnötig, zu jargonhaft und zu komplex erscheinen. Auf die Blütephase trifft dies nicht zu. Dies ist die längste und wohl wichtigste Phase des Lebenszyklus von Cannabis und sicherlich auch die aufregendste.

In dieser Phase werden die Blüten zum Vorschein kommen, der Geruch wird immer stärker und Deine Pflanze wird beginnen, unter dem Gewicht ihrer eigenen Produktivität durchzuhängen.

Um das Optimum aus Deiner Cannabispflanze herauszuholen, musst Du in der Blütephase all ihre Bedürfnisse erfüllen, was zum Beispiel bedeutet, den Reifegrad zu erkennen. Doch keine Angst, denn wir haben eine umfangreiche Woche-für-Woche-Anleitung für jede Phase der Blütephase zusammengestellt. Außerdem erfährst Du, was Du für Deine Pflanze tun kannst, wenn sie in diesen ganz wichtigen Abschnitt ihres Lebens eintritt.

Wir haben sogar ein paar Informationen zur Phase der Vorblüte zusammengetragen, damit Du Deine Ernte zeitlich abstimmen und das Allerbeste aus Deinen kostbaren Buds herausholen kannst!

Was ist die Blütephase von Cannabispflanzen?

Bei Cannabispflanzen ist die Blütephase der Lebensabschnitt, in der die Pflanze ihre Blüten oder Buds produziert. Diese Blüten sind das, worauf wir es beim Cannabisanbau abgesehen haben, und ihrer Entwicklung zuzusehen ist gleichermaßen aufregend und mit Sorge besetzt!

Die Blütephase folgt unmittelbar auf die Wachstumsphase. In der Wachstumsphase wächst die Cannabispflanze sehr schnell, wobei sie in den ersten Wochen ihres Lebens einen Großteil ihrer Gesamthöhe erreicht. In dieser Phase passiert einiges: Von den ersten kleinen Blättern, die sich durch den Boden kämpfen, bis zu einer hoch aufgeschossenen, dünnen Cannabispflanze ist die Wachstumsphase kurzweilig und produktiv.

Nach einem letzten, gewaltigen Energieschub verlangsamt sich die vegetative Phase und endet schließlich, wenn die Pflanze in die Blütephase eintritt, da all ihre Energie in die Produktion von reichhaltigen, klebrigen Buds geleitet wird.

Wann beginnt die Blütephase von Cannabispflanzen?

Bei photoperiodischen Cannabispflanzen (nicht-selbstblühenden Sorten) beginnt die Blütephase, wenn die Lichtstunden abnehmen. Im Freien findet der Übergang in die Blüte auf natürliche Weise statt, da die Tage im Herbst kürzer werden. Drinnen wird dies durch die Umstellung von einem 18/6-Lichtzyklus auf einen 12/12-Lichtzyklus imitiert.

Gehe jedoch nicht einfach davon aus, dass die Pflanze sofort in die Blütephase eintritt. Die meisten Pflanzen werden zwischen 1 und 3 Wochen brauchen, bevor sie vollständig zu blühen beginnen. Die Lichtveränderung triggert diesen Prozess lediglich. Bevor dies geschehen kann, muss die Pflanze eine Reihe von hormonellen und physiologischen Veränderungen durchmachen, während sie in den Teil ihres Lebens eintritt, in dem sie sich fortpflanzt. Im Grunde durchlebt Deine Pflanze ihre Pubertät.

In der Vorblüte (der Phase zwischen Wachstum und Blüte) schaltet die Pflanze von Blatt- auf Blütenproduktion um. Wie erkennt man, ob sie wirklich in die Blütephase eingetreten ist? Zähle ab dem Tag, an dem die kleinen weißen Härchen auf Deiner Pflanze erschienen sind. So stellst Du sicher, dass Du nicht verfrüht erntest.

Wie lang ist die Blütephase von Cannabis?

Wie lang ist ein Stück Schnur? Die Blütephase einer Cannabispflanze kann von Sorte zu Sorte stark variieren und sogar ein bisschen zwischen einzelnen Pflanzen derselben Sorte. Mit einer Blütezeit zwischen 6 und 10 Wochen sind Indica-Sorten in der Regel die schnellsten. Sativa-Sorten brauchen ein wenig länger, wobei die reinsten von ihnen bis zu 16 Wochen reifen müssen!

Die Züchter Deiner Sorte werden Dir eine ziemlich genaue Schätzung der Länge der Blütezeit Deiner Pflanze geben. Nutze diese Schätzung in Kombination mit allgemeineren Faktoren (nachstehend aufgeführt), um exakt zu bestimmen, wann Deine eigene Pflanze den Punkt erreicht hat, an dem sie geerntet werden sollte.

Wie man bei Cannabispflanzen die Blüte einleitet

Für Outdoor-Grower in kühleren Klimata könnte es besser sein, eine frühe Blütephase ihrer Pflanzen zu erzwingen. Diese Maßnahme ergreift man, wenn der natürliche Übergang in die Blüte zu spät erfolgt und deshalb die Gefahr besteht, dass schlechte Wetterbedingungen die Ernte ruinieren.

Um über den Frühling und Sommer zwei oder sogar drei Ernten zu schaffen, kann den Pflanzen Licht entzogen werden, um eine frühe Blütephase einzuleiten. Dies wird mit einem äußerst atmungsaktiven Schutz gemacht, der das Licht blockiert. Eine möglicherweise einfachere Methode ist, die Pflanzen auf ein tragbares System zu stellen, das man in den Schuppen oder etwas Ähnliches bewegen kann, um einen 12/12-Lichtzyklus zu imitieren.

Wie man bei cannabispflanzen die blüte einleitet

Die Blütephase von Cannabis: Woche für Woche

Jede Woche in der Blütephase von Cannabis ist anders und bietet ihre ganz eigenen Herausforderungen und Ängste. Aber keine Sorge, wir sind hier, um Dich durch diese Phase zu führen.

Eine Anmerkung zu unserer Anleitung: Sie ist lediglich ein Leitfaden. Die unten angegebenen Wochen stellen eine ungefähre Annäherung dar und sollten keinesfalls als definitiver Zeitrahmen aufgefasst werden. Bei jeder Pflanze wird es geringfügig anders sein. Wichtig ist nur, dass alle Grows die folgenden Phasen in derselben Reihenfolge durchmachen; lediglich das Timing könnte von Sorte zu Sorte variieren.

Woche 1

Sie wird auch manchmal die "Übergangsphase" oder "Streckphase" genannt. In dieser Phase ist Deine Pflanze kurz davor, die Blüte zu entwickeln. Da Deine Pflanzen durch die abnehmenden Lichtstunden denken, der Winter stehe bevor, werden sie sich mit einem letzten Wachstumsschub vorbereiten, um Dir eine potentiell riesige Menge Buds zu liefern. In diesen mehr oder weniger ersten sieben Tagen der Blütephase können Deine Cannabispflanzen ihre Höhe verdoppeln oder sogar verdreifachen.

Es werden wahrscheinlich sehr viele neue Blätter und Stiele wachsen, vor allem in der Nähe der Cola. Obwohl die Pflanzen dafür eine erhöhte Nährstoffzufuhr benötigen, solltest Du nicht übereifrig werden. Gib Deinen Pflanzen vorerst nur jeden zweiten Tag einen Blütedünger und erliege nicht der Versuchung, zu überdüngen. Überdüngung kann Nährstoffbrand verursachen, was ein todsicherer Weg ist, die Entwicklung Deiner Pflanzen zurückzuwerfen.

Ja nach Sorte und dem verfügbaren Platz willst Du vielleicht etwas leichtes Training oder Beschneiden anwenden, um das Wachstum zu begrenzen oder zu kontrollieren. Wenn Pflanzen in einem kleinen Raum zum Beispiel zu buschig werden, müssen sie um das Licht konkurrieren, was letztendlich Deiner Ernte schadet.

Woche 2

Dies ist die Woche, in der sich auf weiblichen Pflanzen kleine weiße Blütenstempel zu entwickeln beginnen. Es ist auch der Abschnitt, in dem Du das Geschlecht Deiner Pflanzen bestimmst (falls Du reguläre Samen verwendest). An dem Schnittpunkt, wo die Zweige auf den Stamm treffen (oftmals als "Blütenstände" bezeichnet), werden weibliche Pflanzen Blütenstempel (kleine, dünne Auswüchse) entwickeln, wohingegen männliche Pflanzen Pollensäcke bilden werden. Sobald Du Pollensäcke siehst, solltest Du die männlichen Pflanzen sofort entfernen, bevor sie die weiblichen Pflanzen bestäuben, außer Du versuchst, neue Sorten zu züchten.

Jetzt ist die Zeit, völlig auf eine speziell für die Blütephase von Cannabis entwickelte Nährstoffmischung umzusteigen. Befolge die Anweisungen auf Deinem spezifischen Dünger, üblicherweise wird aber zu einem NPK-Verhältnis von ungefähr 1:2:2 gewechselt.

Woche 3

In dieser Phase werden Deine Cannabispflanzen mehr oder weniger aufhören, zu wachsen. Sie werden wahrscheinlich fast doppelt so groß wie drei Wochen zuvor sein, wobei der Großteil des Wachstums in Woche 1 stattfindet.

Dort, wo sich zuerst die Blütenstempel gebildet haben, wirst Du sehen, wie sich die Blütenstände jetzt mit richtigen Blüten ausfüllen. Die Trichome und Harzdrüsen werden jedoch noch nicht voll entwickelt sein, also werden sie auch noch nicht den typischen Grasgeruch oder die klebrige Erscheinung haben.

Da sich jetzt die Blüten entwickeln, ist es wichtig, dass Du dementsprechend düngst. Überprüfe die Pflanzen auf Anzeichen von Unterdüngung wie zum Beispiel gelb werdende oder herabhängende Blätter. Dies wird häufig durch Verfärbungen an der Peripherie der Blätter ersichtlich. Wenn Du eine Pflanze überdüngt hast, solltest Du die Erde spülen und von vorne beginnen.

Woche 4

In dieser Phase fangen die Blüten an, richtig anzuschwellen. Das vegetative Wachstum hat komplett aufgehört und Deine Pflanze konzentriert all ihre Energie auf große, fette Buds. Die Blütenstempel bleiben, aber die Buds nehmen stark an Größe zu. An diesem Punkt werden sich die Trichome entwickeln und die Düfte Deiner Pflanze werden hervortreten. Die Buds werden außerdem allmählich das typisch klebrige, glitzernde Aussehen annehmen.

Deine Pflanzen zu trainieren, ist nicht länger nötig, da sie nicht mehr wachsen. Anstatt die Zweige runterzubinden, solltest Du sie von nun an stützen. Während sich die Blüten entwickeln, werden die Zweige unter immer mehr Spannung stehen. Falls sie durchhängen, solltest Du ihnen auf jeden Fall behilflich sein!

Woche 5

An diesem Punkt befindest Du Dich tief inmitten der Blütephase und der Geruch wird es bestätigen! Je nach Set-up könnte sich ein gutes Belüftungssystem als wirklich praktisch erweisen. Während die Buds an Masse zunehmen, werden Schimmel und Mehltau zur Besorgnis, also solltest Du die Luftfeuchtigkeit beim Indoor-Anbau niedrig halten (etwa 40%). Falls Du es mit super buschigen Pflanzen zu tun hast, solltest Du sie entlauben, um den Luftaustausch und eine gleichmäßige Lichteinwirkung zu fördern.

In dieser Woche werden sich auch neue Blüten bilden; nicht nur an den Blütenständen, wo die Zweige auf den Stamm treffen, sondern auch entlang der Haupt-Cola. Zu diesem Zeitpunkt wird die Pflanze beginnen, sehr fett auszusehen.

Ein weiteres Zeichen für das Voranschreiten der Blüte ist die Farbe der Blütenstempel, die von Weiß zu Orange oder Dunkelbraun wechselt. Ebenso werden die Trichome ihre Transparenz verlieren und beginnen, eine milchig-weiße Farbe anzunehmen.

Woche 6

An diesem Punkt werden sich die allerschnellsten Sorten (und individuellen Phänotypen) ihrer letzten Woche vor der Ernte nähern. Andere Sorten werden noch ein paar Wochen brauchen. In dieser Phase wirst Du bemerken, wie die Buds dicker, die Blütenstempel dunkler und die Trichome offensichtlicher sowie milchig-trüb werden. Und der Geruch wird stärker!

Woche 7

Bei einer durchschnittlichen Sorte ist ungefähr jetzt die Zeit gekommen, um die letzte Spülung durchzuführen. Indem Du die Erde mit reinem, pH-kontrolliertem Wasser durchnässt, wäschst Du alle Salze, Mineralien und Nährstoffe heraus. Warum macht man das? Indem Du Deine Pflanze im Grunde genommen reinigst, wird sich die Gesamtqualität der Blüten erhöhen. Diese Elemente aus dem Boden zu entfernen, sorgt für einen angenehmeren Rauch, der einfach reiner schmeckt.

Gewöhnlich spülen Grower ihre Pflanzen 1–2 Wochen vor der Ernte, also ist es wichtig, dass Du Deine Pflanze danach weiterhin, aber ausschließlich mit pH-kontrolliertem Wasser gießt.

Woche 8

Erntezeit! Auf diesen Moment hast Du geduldig gewartet. Inspiziere die Buds mit einem Taschenmikroskop oder einer Juwelierlupe, um sicherzugehen, dass Du nicht zu früh erntest.

Wenn fast alle Trichome ein trübes, milchiges Weiß angenommen haben, dann ist es an der Zeit, Deine Buds zu ernten! Vertraue hierbei lieber Deinen Augen statt den Züchterangaben. Wenn die meisten Trichome noch durchsichtig sind, dann ist Deine Pflanze noch nicht reif. Vertraue Deinen Instinkten.

Manche Pflanzen werden eine längere Blütephase als andere haben, also könnte die genaue Dauer der oben erwähnten Abschnitte länger oder kürzer als eine Woche sein. Aber generell stellt das Obengenannte den Fortschritt dar, den Du von Woche zu Woche sehen wirst.

Was brauchen Cannabispflanzen in der Blütephase?

In der Blütephase werden sich die Bedürfnisse Deiner Pflanzen ändern und es ist unbedingt erforderlich, dass Du diese vollständig erfüllst. Genau genommen wird eine photoperiodische Sorte erst blühen, wenn die Beleuchtung korrekt eingestellt ist.

Der Lichtbedarf von Cannabispflanzen in der Blütephase

Um die Blütephase einzuleiten und aufrechtzuerhalten, musst Du Deine Cannabispflanzen mit einem konstanten 12/12-Lichtzyklus beleuchten. Das bedeutet, sie bekommen tagein, tagaus 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit.

Für die maximale Lichtleistung solltest Du eine HID-Lampe verwenden, die zwischen dem gelben oder roten Farbspektrum liegt. Diese Art von Lampe gibt Deinen Pflanzen genau die richtige Menge an hochwertigem Licht, damit sie ihr Potenzial optimieren können. Vollspektrum-LEDs können es jedoch mit diesen HID-Systemen aufnehmen und bieten vergleichbare Ergebnisse.

Falls Du im Freien anbaust, hast Du natürlich weniger Kontrolle über das Licht. Daher solltest Du einfach dafür sorgen, dass Deine Cannabispflanzen so viel Sonnenlicht wie möglich abbekommen. Außerdem sollten die Pflanzen so positioniert sein, dass das Licht alle Pflanzenteile gleichmäßig erreicht.

Der lichtbedarf von cannabispflanzen in der blütephase

Der Nährstoffbedarf von Cannabispflanzen in der Blütephase

Cannabis braucht Stickstoff, Phosphor und Kalium, um effizient zu wachsen. In der Blütephase solltest Du sicherstellen, dass Dein Dünger besonders phosphor- und kaliumreich ist, da dies die für die Blütenproduktion von Cannabispflanzen entscheidenden Nährstoffe sind.

Sei vor allem nach Blütewoche 4 vorsichtig mit Stickstoffdüngern. Zu viel Stickstoff kann die Resistenz der Pflanze verringern, was Schädlinge und Krankheiten anzieht.

Vielleicht solltest Du die bedachte Nutzung von Cal-Mag-Zusätzen in Erwägung ziehen, die dafür bekannt sind, insbesondere in der Blütephase die allgemeine Leistungsfähigkeit von Pflanzen zu verbessern. Auch mit diesen Zusätzen solltest Du es nicht übertreiben, da Du keinen Nährstoffbrand verursachen willst.

Vergiss nicht, etwa 1–3 Wochen vor der Ernte das Düngen einzustellen, damit die Pflanzen die Ziellinie ohne einen Nährstoffüberschuss in ihrem System erreichen.

Die beste Umgebung für die Blütephase von Cannabis

Falls möglich solltest Du in der Blütephase einige Veränderungen in Deinem Grow Room vornehmen. Wir haben bereits die Beleuchtung und Nährstoffe behandelt, aber es gibt auch noch andere Parameter zu berücksichtigen.

Temperatur

Auch wenn es nicht notwendig ist, senkst Du die Nachttemperatur in Deinem Grow Room besser um zirka 2–3°C im Vergleich zur Tagestemperatur. Dadurch ahmst Du noch besser den Jahreszeitenwechsel von Sommer zu Herbst nach, den Du mit der Veränderung der Lichtstunden zu imitieren versuchst.

Bei einfacheren Grows gibt es womöglich nicht die Option, die Temperatur in diesem Maße genau abzustimmen. Keine Sorge, falls dies bei Dir der Fall ist; es wird keinen allzu großen Unterschied machen. Ist es jedoch möglich, können all diese kleinen Veränderungen einen guten Einfluss auf Deine Ernte haben.

Luftfeuchtigkeit

Sobald die Blüten erscheinen, sollte die Luftfeuchtigkeit im Anbauraum niemals über 50% steigen. Sollte dies dennoch geschehen, wird die perfekte Umgebung für Blütenfäule geschaffen. Außerdem bilden sich bei so viel Feuchtigkeit in der Luft viel wahrscheinlicher Tröpfchen an der Decke, die auf die Elektrik tropfen und möglicherweise katastrophale Probleme verursachen können. In dieser Phase sollte die Luftfeuchtigkeit bei 40% liegen.

pH-Wert

Wenn Du in Erde anbaust, dann sollte der pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5 liegen, um die perfekte Umgebung für Deine Pflanzen zu schaffen. Baust Du hingegen hydroponisch an, ist ein saurere Umgebung von 5,5–6,0 besser.

Ein Hinweis: Wenn Du Deine Pflanze wegen Überdüngung (oder einfach generell in der Blütephase) spülen musst, solltest Du danach besonders aufmerksam auf den pH-Wert achten. Das meiste Wasser ist leicht alkalisch und wird wahrscheinlich den pH-Wert Deines Substrats anheben. Daher könnte es gut sein, dass Du etwas Säure hinzufügen musst, um dies ein wenig auszugleichen. Es lohnt sich, in einen ordentlichen pH-Stift zu investieren!

Belüftung und Luftzirkulation

Eine gute Luftzirkulation ist immer wichtig. Aber wenn die Pflanzen größer und buschiger werden, wird es schwieriger, die unteren Teile (einschließlich der Wurzeln) zu belüften. Wenn sich dort Feuchtigkeit ansammelt, kann das sehr schlimm sein. Deshalb solltest Du eine adäquate Luftzirkulation an der Basis Deiner Pflanzen sicherstellen, während die Blütephase voranschreitet.

Wenn die Pflanze reift, wird auch die Belüftung zunehmend wichtiger. Da sich die Trichome entwickeln, riecht die Pflanze immer stärker. Es sei denn, Du hast Dich für eine geruchsarme Cannabispflanze entschieden, solltest Du ein mit einem Aktivkohlefilter ausgestattetes Belüftungssystem verwenden, um den Geruch zu beseitigen.

Cannabisblüte: abschließende Überlegungen

Das Wichtigste beim Cannabisanbau ist, ganz genau auf Deine Pflanzen zu achten. Obwohl sie nicht wirklich sprechen können, sind Cannabispflanzen sehr gut darin, uns zu sagen, was sie brauchen und wie sie sich entwickeln. Daher solltest Du Dich unbedingt in Anbauliteratur einarbeiten und dabei besonders auf die spezifische Genetik und individuellen Phänotypen achten, mit denen Du arbeitest.

Auf diese Weise kannst Du versichert sein, dass Deine Cannabispflanzen ihr Bestes geben können und Du mit einer schweren Ernte köstlicher Buds belohnt wirst.