Cannabis im Alten Rom


Cannabis im Alten Rom

Wenn das alte Sprichwort besagt, dass "alle Wege nach Rom führen", bedeutet dies wahrscheinlich, dass auf einer dieser Straßen auch Cannabis zu einem bestimmten Zeitpunkt in dieser bemerkenswerten Stadt angekommen sein muss, oder? Könnte es sein, dass die Römer tatsächlich zu den ersten Menschen gehörten, die die Magie unserer geliebten Pflanze entdeckten und dass das Römische Reich von einer Rauchwolke bedeckt war?

Wie Du sicher weißt, ist Rom eine antike Stadt. Ihre Gründung im Jahr 753 v. Chr. wird Romulus zugeschrieben. Dieser ist einer der legendären Zwillingsbrüder Romulus und Remus. Gezeugt vom Gott Mars und gesäugt von einer Wölfin. Tatsächlich wird vieles von dem, was wir über die Ursprünge der Römer wissen, den Taten einer aller Wahrscheinlichkeit nach mythischen Figur zugeschrieben, die nie wirklich existiert hat.

Auch Cannabis ist uralt. Wenn man sich nun die Ausmaße des imperialen Territoriums vor Augen führt, das schließlich den größten Teil Westeuropas, Teile Nordafrikas und ein Stück des Nahen Ostens umfasste, kann man sich kaum vorstellen, dass sowohl Römer als auch die von Ihnen Beherrschten Marihuana ignoriert haben. Also haben wir die besten Indizien ausgegraben, um alle Zweifel skeptischer Hanfis darüber auszuräumen, ob im Alten Rom Cannabis konsumiert wurde.

HISTORISCHE DARSTELLUNGEN DES MEDIZINISCHEN CANNABISKONSUMS IM RÖMISCHEN REICH

Pedanius Dioscorides war ein griechischer Botaniker, Arzt und Autor, der in der römischen Armee diente. Zwischen 50 und 70 n. Chr. verfasste er eine 5-bändige Pharmakopöe mit dem Titel "De Materia Medica". Dieses Werkt ist wohl die beste Quelle für Informationen über die Medikamente des antiken Griechenlands und Roms. Dieser Text, der ungefähr 600 Pflanzen und über 900 Heilmittel beschreibt, bezieht sich natürlich auch auf Cannabis.

Leider implizieren die Hinweise auf "Kannabis" ein Verständnis für den Wert der Faser für die Herstellung von Seilen. Doch dann nimmt es eine seltsame Wendung. Es wird detailliert beschrieben, wie Cannabissamen genutzt werden, um das sexuelle Verlangen zu reduzieren und einen seltsamen Saft zur Behandlung von Ohrwürmern herzustellen. Also kein Hinweis auf Freizeitgebrauch und leider ist auch die Originalzeichnung der Cannabispflanze von Dioscorides selbst irgendwann verloren gegangen.

Galen, der berühmteste römische Arzt und Chirurg, ebenfalls Grieche, war ein weiterer produktiver Autor medizinischer Texte. Er sah sich selbst als Arzt und Philosoph, was wohl erklärt, warum er schrieb: "Der beste Arzt ist auch Philosoph".

Galen begann sein Medizinstudium im Jahr 145 n. Chr. im Alter von 16 Jahren. Und betrieb die Medizin bis zu seinem Tod im Alter von etwa 70 Jahren. Er berichtet, dass bei gesellschaftlichen Veranstaltungen häufig Hanfblüten verteilt wurden, um Freude und Lachen zu erzeugen.

Der berühmte Dichter Ovid hatte auch etwas über Cannabis zu sagen. In einem seiner Gedichte erzählt er die Geschichte von Glaucus, einem Mann, der grüne Kräuter aß, die von einer Pflanze mit palmförmigen Blättern stammten. Die Kräuter verursachten Freude, Euphorie und mörderischen Heißhunger. Man wird nicht völlig falsch liegen, wenn man vermutet, dass er über Cannabis spricht!

FLORA – DIE GÖTTIN DES CANNABIS?

Wenn wir die antike römische Kultur aus einer psychobiologischen Perspektive betrachten, nähern wir uns der Entdeckung von Hinweisen auf den Cannabiskonsum. Das römische Pantheon der Götter setzt sich im Wesentlichen aus griechischen Göttern zusammen, denen man einfach römische Namen gegeben hatte. Dessen ungeachtet gibt es eine sehr wahrscheinliche Kandidatin für den Ehrentitel der römischen Göttin des Cannabis.

Flora, die Göttin der Blumen, wird von den meisten Historikern als eine zweitrangige Gottheit angesehen. Aber für den cannabisaffinen Beobachter der Antike ist sie viel mehr. Die Zwillingsschwester der Fauna ist wahrscheinlich auch mit Cannabis verbunden. Das jährliche Frühlingsfest der Flora, das immer vom 27. April bis zum 3. Mai gefeiert wurde, war im Grunde eine 6-tägige Flower-Power-Party.

Die Menschen schmissen sich in bunte Kleidungsstücke, schmückten sich selbst und sogar ihre Tiere mit Blumen und waren, wovon alle Berichte erzählen, unglaublich berauscht. Eine Karnevalsatmosphäre mit abwechslungsreicher Unterhaltung von Theateraufführungen bis hin zu Orgien und reichlich Schlemmerei machte diese Feiertage zu einem echten Favoriten für alle Schichten der römischen Gesellschaft – insbesondere für die Prostituierten. Sich diese Art von Vergnügungen ohne Freizeitkonsum von Cannabis vorzustellen, weist auf einen starken Mangel an Vorstellungskraft hin.

Wenn man bedenkt, dass Asterix und Obelix angeblich in der römischen Antike gelebt haben, könnte das, was wir hier zusammengestellt haben, vielleicht erklären, wie die beiden zu ihrer Superkraft kamen?