Kann Cannabis älteren Menschen helfen?


Kann Cannabis älteren Menschen helfen?

Senioren verwenden Cannabis schon länger als Medizin, aber Ärzte versuchen immer noch herauszufinden, ob sich die Pflanze positiv oder nachteilig auf den alternden Geist und Körper auswirkt.

THC und vor allem Cannabidiol (CBD), der nicht psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze, wurden bereits erfolgreich bei der Behandlung diverser Krankheiten eingesetzt, die von einer seltenen Form der Epilepsie namens Dravet Syndrom bis hin zu Angststörungen reichen.

In diversen Altenheimen der USA wird CBD nun auch von älteren Menschen als Medizin verwendet. Einem Bericht der New York Times vom Februar zufolge, gründete ein Seniorenheim in San Francisco einen Verein zur Aufklärung über Cannabis und Förderung von medizinischem Marihuana.[1] Bewohner der Altenheime verwenden Cannabis, um die alltäglichen Problemchen im Alter wie Arthritis oder Appetitverlust zu behandeln.

Obwohl Dich manche Leute glauben lassen wollen, Cannabis sei für Menschen jenseits der 60 eine Gefahr, könnte genau das Gegenteil der Fall sein.

CANNABIS IM SENIORENHEIM

CANNABIS IM SENIORENHEIM

Die Bewohner zahlreicher Seniorenheime und betreuter Wohneinrichtungen in den USA greifen nun auf Cannabis als Alternative zu Morphium und anderen Tabletten zurück, die eine sehr starke Wirkung haben und diverse nachteilige Nebenwirkungen haben.

Die einzige kleine Hürde ist allerdings, dass Cannabis in den USA auf Bundesebene immer noch illegal ist und nicht jede Einrichtung einen offenen Konsum begrüßt. Zumindest noch nicht. Wie im selben Artikel der New York Times berichtet wird, erlauben es Einrichtungen wie das Hebrew Home in der Bronx, New York, ihren Bewohnern Cannabis aus Ausgabestellen zu beziehen. Die Produkte können dann in in ihren Zimmern in einem verschließbaren Schließfach aufbewahrt werden.

Einige Mediziner ziehen nun allmählich in Betracht, dass Cannabis für Senioren mehr Nutzen als Schaden bringen kann. Gerade auf diesem Gebiet scheint es aktuell einen Anstieg der Forschung zu geben. Ärzte ziehen immer noch die Probleme in Erwägung, die beim Drogenkonsum im fortgeschrittenen Alter auftreten können. Vor allem, weil es keinen Standard für Marihuana als Medizin gibt. Jedenfalls noch nicht.

CANNABISKONSUM UNTER SENIOREN

CANNABISKONSUM UNTER SENIOREN

Wenn wir älter werden, sind wir mit mehreren gesundheitlichen Problemen konfrontiert als in jungen Jahren. Wie bei Fahrzeugen gibt es zu Beginn eher wenig Probleme. Im Verlauf der Zeit verschlechtert sich allerdings unser Zustand.

Bei bestimmten Beschwerden, die vor allem im fortgeschrittenen Alter auftreten, zeigt Cannabis bahnbrechendes Potenzial. Studien zufolge kann CBD die Angstzustände im Rahmen neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Appetitlosigkeit und Nervenentzündungen lindern.[2] Andere Studien legen nahe, dass die Behandlung mit CBD die natürliche Regeneration der Knochen anregt und von Senioren mit Osteoporose eingesetzt werden kann.

Sowohl THC als auch CBD haben sich als zuverlässiges Heilmittel bei Angststörungen und Stress erwiesen und können die Schlafqualität verbessern. Auf der anderen Seite werden Cremes mit Cannabis für die Pflege beschädigter Haut und für die Behandlung physischer Probleme wie muskulärer Erschöpfung, schmerzende Gelenke und Rückenschmerzen verwendet.

SOLLTE ES IN DER RENTE GRAS GEBEN?

Um zu begreifen, wie Cannabis und vor allem CBD auf ältere Menschen wirkt, muss weitere Forschung angestellt werden. Es macht durchaus Sinn, dass die psychoaktiven Eigenschaften von Cannabis negative Auswirkungen auf manche Senioren haben können. Es ist aber auch durchaus denkbar, dass Cannabis die Lebensqualität von Menschen jenseits der 60 oder 70 entscheidend erhöhen kann.

Alles in allem erscheinen die Nebenwirkungen von Cannabis im Vergleich zu Opiaten oder anderen Medikamenten als weniger schlimm. Wenn CBD alleine das Leben eines älteren Menschen vereinfachen oder verbessern kann, macht es Sinn, noch weiter in diese Richtung zu forschen, bis man die endgültige Antwort gefunden hat.

Hinweis: Wir haben die allergrößte Sorgfalt und Vorsicht walten lassen, während wir diese Artikel geschrieben haben. Beachte bitte gleichwohl die Tatsache, dass wir in keinster Weise Ärzte sind. CannaConnection ist grundsätzlich eine Nachrichten- und Informations-Webseite. Dieser Inhalt zielt nicht darauf ab, ein Ersatz für professionellen medizinischen Rat, eine Diagnose oder Behandlung zu sein.

Verweise

  1. ^ The New York Times, When retirement comes with a daily dose of cannabis, abgerufen December-18-2018
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  2. ^ Springer Link, Chronic cannabidiol treatment improves social and object recognition in double transgenic APPswe/PS1∆E9 mice, abgerufen December-18-2018
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