Welche Konsumformen von Marihuana gibt es und was unterscheidet sie von einandner?


Welche Konsumformen von Marihuana gibt es und was unterscheidet sie von einandner?

Für diejenigen, die Cannabis verwenden möchten, ist es wichtig zu wissen, zwischen welchen verschiedenen Konsummethoden man wählen kann. Linderung von Schmerzen, Entzündungen, Stress, Angst – die Liste der Symptome, die Cannabis positiv beeinflussen kann, ist quasi endlos. Wir werden nicht nur die wichtigsten Anwendungsmethoden abdecken, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der der Nutzer die Effekte spüren wird.

WELCHE KONSUMMETHODEN GIBT ES?

Es gibt vier Hauptkonsumarten für Cannabis. Das Inhalieren deckt eine Vielzahl von Möglichkeiten ab und ist wohl auch die häufigste, deren Auswirkungen binnen Minuten spürbar sind. Esswaren können bis zu einer Stunde oder länger benötigen, um ihre Wirkung zu entfalten, während Cannabissprays in nur 15 Minuten wirken. Esswaren haben den zusätzlichen Vorteil einer länger anhaltenden Wirkung als andere Anwendungsarten.

Bei körperlichen Beschwerden müssen topische Cremes direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, um wirksam werden zu können. Nach dem Inhalieren ist dies die zweitschnellste Methode; man kann dank der in der Lotion enthaltenen Cannabionoide bereits nach wenigen Minuten die erste Erleichterung spüren.

Die Verwendung von Cannabis mittels Zäpfchen ist eine weniger konventionelle, aber vielversprechende Verabreichungsmethode. Zeitlich zwischen Esswaren und dem Inhalieren von Marihuana angesiedelt, dauert es etwa 15 Minuten, bis die Wirkstoffe aktiv werden. Die folgenden vier Hauptkategorien sind in der Reihenfolge geordnet, wie schnell ihre Wirkungen zu spüren sind.

1. INHALIEREN

JOINT/BLUNT

Beide beinhalten das Inhalieren getrockneter Cannabisblüten, die in eine Zigaretten- oder Zigarrenform gerollt werden. Joints benötigen dünnere, verschiedene Papiere, während Blunts aus aromatisierten oder gehärteten Zigarrenhüllen bestehen. Die Wirkungen sind binnen Minuten spürbar, aber viele werden von dieser Konsumform abgeschreckt, da durch das Inhalieren des Rauchs potenziell Karzinogene aufgenommen werden.

PFEIFE/KAWUMM

Obwohl die Qualität variieren kann, können Pfeifen für einen Bruchteil der Kosten eines Verdampfers gekauft und wiederverwendet werden. Kawumms sind Chillums recht ähnlich, gewähren jedoch wesentlich heftigere Züge. Du musst nur Dein Gras in die entsprechende Kammer packen und inhalieren, um binnen Minuten die Wirkung des Grases zu spüren. Beide Methoden funktionieren direkt; als solches empfinden einige Nutzer diese Erfahrung als unangenehm im Hals.

VERDAMPFEN

Verdampfen wird immer beliebter und es stellt eine schnelle und diskrete Methode des Konsums dar. Verdampfer erhitzen Marihuana, ohne das Pflanzenmaterial zu verbrennen.

Dadurch ergibt sich ein sofortiger Gesundheitsvorteil gegenüber Joint oder Blunt. Obwohl die Anschaffung eines Verdampfers anfangs teuer ist, wird seine Verwendung bereits binnen Minuten Ergebnisse liefern.

BONG/BUBBLER

Deutlich größer und in der Regel weniger handlich als ein Verdampfer, benötigen Bongs ein langes Stück zum Inhalieren des Rauchs sowie Wasser, was das Rauchen im Hals weniger rau macht. Ähnlich wie eine Bong sind Bubbler kleine Schüsseln mit einer zusätzlichen Kammer, durch die Du den Cannabisrauch inhalierst. Bubbler enthalten ebenfalls Wasser, weshalb das Raucherlebnis weniger rau als bei einem Blunt oder Joint ist.

DABBEN

Nicht so unkompliziert und auch nicht so billig wie die bisherigen Methoden, ist Dabben jedoch die effektivste Art und Weise, um Cannabis zu inhalieren. Konzentrierte Formen von Marihuana werden durch sogenannte Dab Rigs oder eines von vielen anderen Ausrüstungsgegenständen inhaliert. Dabs sind kraftvoll und setzen ihre Wirkung fast unmittelbar frei.

2. TOPISCHE PRODUKTE

TOPISCHE PRODUKTE

CREMES

Direkt auf die Haut aufgetragen, enthalten mit Cannabis versetzte Lotionen dieselben Cannabinoide, die Du beim Rauchen oder Verzehr von Esswaren auch aufnimmst. Der wichtigste Unterschied ist, dass Cremes auf körperliche Beschwerden ausgerichtet sind, weil sie extern auf Deinen Körper aufgetragen werden.

Die meisten aktuellen Cremes enthalten CBD, aber selbst wenn eine THC enthält, werden dadurch trotzdem keine psychoaktiven Wirkungen hervorgerufen. Dies liegt daran, dass THC fettlöslich ist, was bedeutet, dass nur sehr wenige Cannabinoide in den Blutkreislauf gelangen.

3. ZÄPFCHEN

Aufgrund der einzigartigen Art und Weise, wie Marihuana-Öl direkt in Deinen Blutkreislauf aufgenommen wird, kommen Anwender in den Genuss aller positiven Wirkungen ohne das Gefühl high zu sein; alles innerhalb von 10–15 Minuten. Zäpfchen sind auch insofern einzigartig, als dass sie eine Absorption von bis zu 80% der Pflanzenmedizin ermöglichen, was weit mehr als bei allen anderen aufgeführten Methoden ist.

Während diese anale Option nicht zu den populärsten zählt, kann sie für bestimmte Nutzer extrem effektiv sein.

4. ORAL

ORALe

ÖLE/TINKTUREN/SPRAYS

Tinkturen sind konzentrierte Formen von Cannabis, das zuvor in Alkohol gelöst wurde, während Öle Cannabinoide in ein Trägeröl wie Oliven- oder Hanfsamenöl übertragen.

Sie werden entweder sublingual genommen oder direkt in den Mund gespritzt. Diese Methoden benötigen nur 15 Minuten, um ihre Wirkung zu entfalten und sie sind geruchlos – was sie zu einer unglaublich diskreten Methode des Konsums macht.

PILLEN/KAPSELN

Einfache und diskrete Cannabiskapseln sind nützlich, wenn Du Medikamente einnehmen musst. Tabletten erlauben auch die Einnahme bestimmter Mengen von Cannabis; Apotheken geben die jeweilige Konzentration dabei genau an.

Ein weiterer Vorteil von Cannabiskapseln ist, dass der Effekt den größten Teil des Tages andauern kann, ohne dass der Anwender weitere Kapseln zu sich nehmen muss.

ESSWAREN

Marihuana-Brownies, Kuchen, Kaffee, sogar Pizza. Wenn es darum geht Deinem Essen oder Getränk Cannabis hinzuzufügen, kannst Du diese bereits als Esswaren klassifizieren.

Es dauert etwa eine Stunde, bis die ersten Wirkungen spürbar werden, was letztendlich zu einem bis zu viermal stärkeren High als beim Rauchen von Cannabis führt. Esswaren können fertig gekauft oder selbst zubereitet werden.