Ripped (2017): Stoner-Film-Kritik


Direktor: Brad Epstein
Hauptrollen: Faizon Love, Russell Peters, Alex Meneses, Kyle Massey, Vandit Bhatt, Stephanie Drapeau, Farah White, Bridger Zadina
Veröffentlichungsdatum: Juni 23, 2017

Ripped (2017): stoner-film-kritik

In der umfangreichen, ständig länger werdenden Liste von Stoner-Filmen gibt es ein weiteres Werk, das Du Deiner “fauler Sonntagabend auf der Couch-Filmnacht“ hinzufügen kannst. Aber erwarte nicht zu viel.

Dieser Film fühlt sich so an, als sei er von einigen echten Kiffern gemacht worden, die sich dachten, dass wenn ein Publikum high genug ist, man ihm wahrscheinlich alles vorsetzen kann.

Obwohl Ripped mit einer Anspielung auf Half Baked ziemlich witzig beginnt, entpuppt sich der Film buchstäblich als nur halb gar. Schlechte Schauspielerleistung, ein (fast beleidigendes) Kiffer-Klischee nach dem anderen, Mikrofonständer, die ins Bild ragen und viele Smoke-Screens. Dennoch gibt es noch den einen oder anderen Lacher für den sorglosen Betrachter, der gerne etwas im Hintergrund laufen hat, während er einen Kopf füllt.

Die Geschichte handelt von zwei befreundeten Hanfis, die auf dem Weg zu einem Run-DMC-Konzert im Jahr 1986 an streng geheimes, vom CIA hergestelltes Weed geraten. Dieses Superzeug namens G14 peitscht sie in ein 30 Jahre währendes Koma, aus dem sie erst im Jahr 2016 wieder erwachen.

Ripped (2017): stoner movie review

Reeves (Faizon Love) und Harris (Russel Peters) fühlen sich zunächst ob der Feststellung, dass sie als ein paar alte Knaben in just den Klamotten aufwachen, die sie einst als Jugendliche trugen, ein wenig sonderbar, bevor sie in die neue Welt eintauchen. Aber irgendwie überraschen sie Dinge wie automatische Toilettenspülungen und Mobiltelefone mehr als die Tatsache, dass sie das Rauchen von Weed 30 Jahre aus dem Verkehr gezogen hat.

Der Rest des Films handelt von Harris, der versucht, seine alte Freundin zurückzugewinnen und davon, dass die beiden Freunde ein (Weed-)Geschäft starten müssen, um zu überleben - aber irgendwie kommt der Film nicht wirklich in Gang. Die Stimmung ist manchmal recht vergnüglich, aber an keiner Stelle mussten wir wirklich lauthals lachen und lange konnte uns der Film nicht fesseln.

In Brad Epsteins erstem Versuch, einen Stoner-Film zu machen, wird klar, dass es sich einige Regisseure ein bisschen zu einfach machen. Die Grundidee ist noch ganz in Ordnung, wird aber leider nicht so ausgeführt, wie es mit Sicherheit möglich gewesen wäre.

Eine gute Stoner-Komödie sollte in erster Linie eine Komödie sein, und erst in zweiter Linie ein Stoner-Film. Pineapple Express, Half Baked, Ey Mann, wo is’ mein Auto?, Harold & Kumar - das waren gute Stoner-Filme. Ripped gehört einfach nicht dazu.