ENCOD (Europäische Koalition Für Gerechte Und Effektive Drogenpolitik)


ENCOD (Europäische Koalition Für Gerechte Und Effektive Drogenpolitik)

Die Europäische Koalition für gerechte und effektive Drogenpolitik (ENCOD) ist eine Plattform, die sich für ein Ende des Krieges gegen Drogen einsetzt. ENCOD wurde im Jahr 1993 von 14 unabhängigen Organisationen gegründet, welche auf dem Gebiet der Drogenkontrolle tätig sind. Die Organisation besteht mittlerweile aus über 150 Mitgliedern, Organisationen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger.

Wie auch andere Vereinigungen, beschäftigt sie sich mit der aktuellen Lage in der Drogenpolitik und die ENCOD fordert eine Änderung der derzeitigen prohibitionistischen Drogenbekämpfungsstrategie der Europäischen Union. Was aber viel wichtiger wäre, ist die Kriminalisierung von Drogenkonsumenten zu stoppen, die anderen keinen Schaden zufügen.

Die Koalition hatte ihren ersten großen Sieg im Jahr 2014, als eine Mehrheit der europäischen Abgeordneten einen ihrer Berichte unterstützte, der einen radikalen Wandel in der europäischen Drogenpolitik vorschlägt, die sich auf Schadensbegrenzung und eine ausgewogene Kontrolle von Drogen konzentriert, statt auf ein Verbot.

ENCOD UND CANNABIS SOCIAL CLUBS

Die Koalition ist ein wichtiger Unterstützer der Cannabis Social Clubs. Diese Vereine bestehen aus einer Organisation von Bürgern, welche die gesetzliche Erlaubnis besitzen, eine begrenzte Menge an Cannabis für die sichere und verantwortungsvolle Nutzung ihrer Mitglieder zu kultivieren.

Dank des fortgesetzten Aktivismus' von ENCOD können Cannabis Social Clubs nun sowohl in Spanien als auch in Belgien legal operieren. Initiativen für die Legalisierung des Systems dieser Clubs laufen auch in einer Vielzahl anderer Länder in der EU.

BEDEUTENDE PUBLIKATIONEN

Im März des Jahres 1998 veröffentlichte die internationale Koalition für wirksame und gerechte Drogenpolitik ihr erstes großes Manifest in Vorbereitung auf die Sondersitzung der UN-Generalversammlung über Drogen, welche in jenem Jahr in New York stattfinden sollte.

Das Manifest wurde von 14 regierungsunabhängigen Organisation aus Europa, Afrika und Lateinamerika ausgearbeitet und fasste die gemeinsamen Anliegen der Gruppe mit einer aktuellen Strategie zur Drogenkontrolle zusammen. Diese stellte fest, dass die aktuelle Drogenpolitik:

  • Menschenrechte verletzt
  • Bürger marginalisiert
  • ineffiziente Strafverfolgung unterstützt
  • die Umwelt schädigt
  • die nationale Souveränität der Nationen verletzt, welche die internationalen Übereinkommen über Drogen unterzeichnet haben, sowie die der Drogen produzierenden Länder
  • die Gesetzgebung durch die Schaffung nationaler und internationaler Drogenkontrollbehörden untergräbt, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen

Das Manifest forderte eine überarbeitete Strategie für Drogen, welche die Schadensreduktion, die grundlegenden Menschenrechte und die Entkriminalisierung von Drogen priorisiert. Du kannst das gesamte Manifest hier nachlesen.

Weitere Infos auf der Website: www.encod.org