Mikrodosierung von Cannabis: alles, was man wissen muss


Mikrodosierung von Cannabis: alles, was man wissen muss

Obwohl viele von uns gerne ihrem Leben mit ein wenig Cannabis mehr Würze verleihen, haben nur wenige die Möglichkeit, regelmäßig high zu werden. Schließlich muss Arbeit erledigt, müssen Orte aufgesucht und Kinder betreut werden ... und die Liste geht immer weiter. Allerdings sagte niemand, dass Du jedes Mal high werden musst, wenn Du Weed rauchst.

Hast Du mal darüber nachgedacht, Cannabis zu mikrodosieren?

Du denkst jetzt vielleicht: "Ich kenne Leute, die LSD und Pilze mikrodosieren, aber wie würde das mit Weed überhaupt funktionieren?"

Nun, es folgt derselben Logik! Was wäre, wenn Du nur ein wenig rauchst anstatt den ganzen Vorrat? Was wäre, wenn Du eine Sorte mit weniger THC als gewöhnlich auswählen würdest? Ein Zug von einer schwachen Sorte wird Dich nicht high machen, könnte Dir aber die nötige Klarheit und Gemütsruhe verschaffen, um durch den Tag zu kommen.

WAS IST MIKRODOSIERUNG?

"Moment mal, was soll all dieses Gerede von Mikrodosierung? Was bedeutet das Wort überhaupt?"

Nun, lass es uns aufschlüsseln: "Mikro" bedeutet klein und "Dosierung" bezieht sich auf die Menge einer Substanz, die man in einer Session verbraucht. Mikrodosierung nimmt also einfach ausgedrückt auf eine besonders kleine Dosis einer Substanz Bezug. Es ist jedoch nicht bloß ein einmaliger Vorgang, da Mikrodosierende ihre Substanz der Wahl über den ganzen Tag hinweg nehmen.

Es ist nicht schlimm, falls Du noch nie davon gehört hast. Offen gesagt rechnen wir nicht damit, dass Menschen das Verfahren kennen, außer sie erfreuen sich an Psychedelika. Aufgrund der Intensität dieser Substanzen kann man unter dem Einfluss von Psychedelika nur funktional bleiben, wenn man eine sehr kleine Menge nimmt. Also anstatt zwei Pappen zu nehmen und stundenlang die Wände anzustarren, nimmt man ein Viertel und genießt eine gechillte Welle von Euphorie und guter Stimmung.

Wie sich herausstellt, kann man ähnliche Nutzen durch die Mikrodosierung von Cannabis erleben! Anstatt zum Beispiel einen ganzen Joint auf einmal zu rauchen, nimmst Du nur ein oder zwei Züge, machst ihn aus, genießt ein paar Stunden später einen weiteren Zug und so weiter.

Wenn man Cannabis mikrodosiert, verbraucht man vielleicht nicht viel weniger Weed als ein Gelegenheits-Hanfi. Der Unterschied liegt jedoch in diesen kleinen, über den Tag verteilten Dosen. Da man mit dem Konsum haushaltet, kann man regelmäßig genießen, was Cannabis zu bieten hat, während man funktional bleibt und eine stabile Toleranz beibehält.

WARUM SOLLTE MAN DIE MIKRODOSIERUNG VON CANNABIS AUSPROBIEREN?

Aber was hat die Mikrodosierung von Cannabis zu bieten? Nun, wenn Du **Dr. Allan Frankel fragst, braucht man eigentlich nur 3mg THC, um die potenziellen Nutzen zu erlangen. Überlege mal: Warum sollte man mehr nehmen, wenn das alles ist, was man braucht, um sich auf Arbeit weniger angespannt und überfordert zu fühlen? Es ist nicht nötig, zu riskieren, high auf Arbeit zu sein, wenn man alle Nutzen ohne das Stoned-Gefühl bekommen kann.
**Dr. Allan Frankel - https://www.rollingstone.com/culture/culture-features/why-microdosing-is-taking-over-medical-marijuana-114462/

Wäre es abgesehen davon nicht schön, etwas Geld für Weed zu sparen? Wenn Du ein täglicher Nutzer bist, ertappst Du Dich selbst vielleicht dabei, wie Du jeden Monat hunderte Euro für Dein Kraut ausgibst. Würdest Du stattdessen eine kurze Toleranzpause einlegen und mit dem Mikrodosieren anfangen, "normale" Mengen nur ab und zu konsumierend, könntest Du unheimlich viel Geld sparen!

FUNKTIONIERT DIE MIKRODOSIERUNG VON CANNABIS?

"So, ich denke, sich entspannt zu fühlen und Geld zu sparen, klingt cool, aber wirkt solch eine kleine Menge überhaupt? Wie weiß ich, ob sie wirkt?"

Nun, an diesem Punkt musst Du Deine persönliche Definition von der Wirkweise von Cannabis modifizieren. Du wirst Dich nicht high fühlen; Du wirst nicht mit der Couch verschmelzen, viel kichern oder alles essen. Wenn man bedenkt, wie unterschiedlich THC und andere Cannabinoide sich auf jeden von uns auswirken, können wir Dir nicht genau sagen, was Du fühlen wirst. Falls Du jedoch eine grobe Ahnung davon bekommen willst, hilft es, darüber nachzudenken, wie Cannabis Dich üblicherweise fühlen lässt.

Wenn Dich eine bestimmte Sorte Euphorie und Entspannung erleben lässt, wird Mikrodosierung bloß eine Andeutung dieser wohltuenden und warmen Empfindungen bieten.

WIE VIEL CANNABIS BRAUCHT MAN, UM ZU MIKRODOSIEREN?

Hier läuft es wirklich auf persönliche Vorlieben und Experimentieren hinaus. Wie wir zuvor erwähnten, wirkt sich Cannabis auf uns alle anders aus, und wir alle werden unterschiedliche Dosen benötigen, um unsere gewünschte Wirkung zu erzielen. Abgesehen davon gibt es jedoch eine ziemlich effektive Methode, mit der so ziemlich jeder seine beste Mikrodosis entdecken kann.

Für den Anfang wirst Du für mindestens 2–3 Tage überhaupt kein Cannabis konsumieren müssen, vielleicht sogar länger, falls Du ein täglicher Raucher bist. Du wirst nicht wissen, wie viel Du wirklich brauchst, ohne für einige Zeit ganz aufzuhören, da Dich sonst Deine aufgebaute Toleranz behindern wird. Es ist wie mit jeder anderen Droge: Dein System muss sauber sein, bevor Du entdecken kannst, was Mikrodosierung eigentlich für Dich tun kann.

Sobald das erledigt ist, empfehlen wir, mit einer Dosis von 2,5mg THC anzufangen. Außer Du nimmst Cannabisöl, erwarten wir nicht von Dir, diesen Wert genau abzumessen, also genieße einfach einen kleinen Bruchteil Deiner üblichen Dosis, wenn Du rauchst, verdampfst oder Esswaren konsumierst. Solltest Du überhaupt nichts fühlen, kannst Du die Dosis geringfügig erhöhen, bis Effekte einzusetzen beginnen. Vergiss jedoch nicht, dass Du nicht versuchst, Dich zu berauschen. Du bist vielmehr auf der Suche nach den Nutzen, die normalerweise mit dem High einhergehen, ob es nun gesteigertes divergentes Denken, reduzierte Anspannung in sozialen oder Arbeitssituationen oder verringerter Muskelschmerz sei.

WIE MAN CANNABIS MIKRODOSIERT

WIE MAN MIKRODOSIERT

Wie genießt Du in der Regel Dein Weed? Falls Du es in einer Bong rauchst, befülle einfach den Kopf mit Deiner abgemessenen Dosis und lege los! Bist Du eher eine Joint- oder Blunt-Person, nimm etwa alle paar Stunden nur ein oder zwei Züge. Der Joint sollte einigermaßen frisch bleiben, aber ein Blunt könnte austrocknen, während die Zeit vergeht. Falls Du Konzentrate nutzt (Wax, Harz etc.), denke daran, dass deren Mikrodosierung besonders akkurate Abmessungen erfordert.

RAUCHEN

Wenn Du wie die meisten Hanffreunde bist, genießt Du Cannabis wohl in Blütenform, sei es in einer Pfeife, Bong, Blättchen oder Blunt-Wraps.

Was die ersten beiden Methoden betrifft, ist Mikrodosierung unvorstellbar simpel: Stopfe einfach einen kleineren Kopf als gewöhnlich oder rauche THC-arme Buds und höre nach einem auf. Wenn Du eher auf Joints und Blunts stehst, drehe einen kleineren als sonst, höre nach ein oder zwei Zügen auf und hebe ihn für später auf.

Falls Du Dich wohl, aber nicht spürbar high fühlst, kannst Du nach 2–3 Stunden noch ein weiteres Paar Züge genießen.

VERDAMPFEN

Von all den verfügbaren Methoden bietet das Verdampfen unserer Meinung nach die meiste Annehmlichkeit und ist ideal, um Dein Gras frisch zu halten. Während das Material in einem weggelegten Joint, Blunt oder einem nicht aufgerauchten Kopf unangenehm schmecken kann, bleiben sowohl Blüten als auch Konzentrate frisch, wenn sie in einem Vape Pen verdampft werden. Falls Du irgendwo arbeiten solltest, wo Du in der Regel keinen Zugang zu Weed habe würdest, gehe einfach raus und ziehe an Deinem Vaporizer! Sorge nur dafür, nach einem Zug aufzuhören, damit Du am Ende nicht high auf Arbeit bist.

Die vom Verdampfen gebotene Tragbarkeit und Diskretion erleichtert definitiv die Mikrodosierung; nimm einfach ein oder zwei kleine Züge und Du bist fertig. Allerdings kann Verdampfen trügerisch mild sein und Du könntest letztendlich ein paar Züge zu viel nehmen, ohne darüber nachzudenken. Gehe mit Bedacht vor.

ESSWAREN

In Anbetracht dessen, wie intensiv Esswaren sein können, wenn man es mit ihnen übertreibt, wirst Du besonders vorsichtig sein müssen. Die einfachste Methode, dies zu bewerkstelligen, wäre, kleine vorgefertigte Süßigkeiten oder mundgerechte Backwaren zu finden. Obwohl manche Backwaren und Süßigkeiten 10mg und mehr an THC enthalten werden, solltest Du in der Lage sein, welche mit lediglich 1–2mg pro Stück zu finden.

Falls Du den ständigen Kauf von vorgefertigten Süßigkeiten lästig findest, bist Du mit der Zubereitung Deiner eigenen schwachen Cannabutter besser beraten, um den THC-Gehalt selbst bestimmen zu können.

CANNABISÖL

All diese Methoden sind gleichwertig, aber Cannabisöl zu nehmen, ist bei Weitem die akkurateste Mikrodosierungsmethode. Jede Flasche Cannabisöl von einer seriösen Firma wird exakt die gleiche THC-Menge enthalten und die Pipetten der Tropfflaschen werden eine Skala haben, die Dir genau zeigt, wie viel Du nimmst. Der einzige Nachteil ist der Geschmack, obgleich Du das Öl unter die Zunge träufeln solltest, wenn Du es pur einnimmst.

Iss es mit einem Lebensmittel, das viel gesundes Fett enthält (Erdnüsse, Avocado etc.), wenn Du den Geschmack vermeiden willst. Die Verbindungen werden an die Fettmoleküle binden, was Deinem Körper dabei hilft, sie voll und ganz zu absorbieren.

THC MIKRODOSIEREN VS. CBD MIKRODOSIEREN

Angesichts der Gefahr, versehentlich zu high zu werden, kann man THC gänzlich umgehen, während man trotzdem die Nutzen des Krauts auskostet. CBD bietet schon für sich genommen reichlich Nutzen!

Wenn Du Mikrodosen von CBD mit denen von THC vergleichen willst, musst Du einfach so experimentieren, wie Du es bei der THC-Dosis gemacht hast. CBD wird Dich nicht high machen, aber wir empfehlen Dir trotzdem, leicht anzufangen und erforderlichenfalls stetig zu erhöhen. Warum solltest Du schließlich mehr nehmen, wenn eine kleinere Dosis für Dich bereits funktioniert? CBD-Öl ist eine praktikable Option, da die Dosen einheitlich und leicht nachzuverfolgen sind und die Tropferflasche für eine diskrete Einnahme sorgt.

Warum solltest Du Dich also zwischen den beiden entscheiden müssen? Warum nimmst Du nicht ein bisschen von beiden? Der Entourage-Effekt – die Idee, dass Cannabinoide und Terpene zusammen wirken, um gegenseitig ihre Effekte zu verstärken – ist nach wie vor eine Theorie, wird aber in letzter Zeit weithin immer mehr akzeptiert. In Anbetracht dessen könnte das gemeinsame Mikrodosieren von CBD und THC die Option sein, die das Gesamtwohlbefinden am besten unterstützt.

CANNABIS MIKRODOSIEREN: WIR SIND ALLE UNTERSCHIEDLICH

Wir können nicht genug betonen, dass sich jeder körperlich und geistig unterscheidet. Diese Substanzen werden von Person zu Person verschiedene Effekte ausüben und es gibt keine Dosis, die für jeden funktioniert. Beim Mikrodosierungsvorgang muss man größtenteils experimentieren und Du wirst es wahrscheinlich nicht von Anfang an perfekt hinbekommen.

Dennoch lohnt es sich, zu verstehen, was kleine Mengen Cannabis zur Verbesserung Deines Wohlbefindens und Lebensstils beitragen können, ohne Deine Funktionsfähigkeit zu behindern.