Kann CBD die Symptome von Menopause lindern?


Kann CBD die Symptome von Menopause lindern?

Die Menopause ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses und markiert bei Frauen den Endpunkt ihrer Menstruation. Sie ist ein absolut normaler Vorgang, kann aber eine schwierige Zeit im Leben einer Frau sein. Die Menopause kann eine Reihe von sowohl körperlichen als auch psychologischen Symptomen auslösen. Konventionelle Behandlungen während dieser Zeit sind Hormonersatztherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Östrogen-Cremes und Veränderungen des Lebensstils. Könnte CBD eine Rolle bei der Linderung von Menopause-Symptomen spielen?

WAS IST MENOPAUSE UND WIE WIRKT SIE SICH AUF FRAUEN AUS?

Die Menopause tritt zirka 1 Jahr nach der letzten Periode einer Frau ein. Sie wird von einer Veränderung in der Hormonproduktion beim Altern des Körpers verursacht. Bei jüngeren Frauen produzieren die Eierstöcke höhere Östrogen-Werte. Sobald die Menopause begonnen hat, bedeuten niedrigere Östrogen-Werte, dass Frauen nicht länger schwanger werden können und keine monatliche Periode mehr erleben werden.

Frauen können schon mehrere Jahre vor ihrer letzten Periode Symptome der Menopause erleben. Dieser Zeitpunkt ist als Perimenopause bekannt und tritt gewöhnlich zwischen 45 und 55 Jahren auf. Eine verfrühte Menopause kann sich jedoch jederzeit ohne irgendeine bekannte Ursache im Leben einer Frau ereignen.

Die Perimenopause löst eine Reihe von Symptomen aus. Typische Anzeichen sind der unregelmäßige Ablauf der Periode sowie heftigere oder leichtere Blutungen. Hitzewallungen sind ein weiteres verbreitetes Symptom. Diese beinhalten ein plötzliches Gefühl von Wärme im ganzen Körper oder in spezifischen Bereichen. Hitzewallungen dauern gewöhnlich zwischen 30 Sekunden und 10 Minuten an und treten rund 1–2 Jahre nach der letzten Periode einer Frau auf.

Andere Symptome umfassen vaginale Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Schlaflosigkeit, Harninkontinenz, verminderter Sexualtrieb, verringerte Knochendichte sowie Haar- und Hautveränderungen.

Die Symptome von Menopause und Perimenopause sind nicht nur rein körperlich. Diese bedeutende Veränderung geht üblicherweise auch mit psychologischen Auswirkungen einher. Die Realität des Alterns und der Verlust der Fähigkeit, ein Kind zu gebären, können für Frauen schockierend sein. Aus dieser Einsicht können Depression, Reizbarkeit und Gefühlsschwankungen hervorgehen.

KANN CBD BEI DER MENOPAUSE HELFEN?

Cannabis mag als eine mögliche Lösung für diese Symptome unwahrscheinlich erscheinen, aber wir schlagen auch nicht vor, dass Frauen ihre Tage der Menopause stoned verbringen sollten. Cannabis enthält hunderte Chemikalien, von denen viele nicht-psychotrop sind. CBD ist ein solches aus Cannabis gewonnenes Molekül, das seinen Weg in den legalen Markt für Nahrungsergänzungsmittel gefunden hat. CBD wirkt auf umfassende Weise, indem es Rezeptoren in zahlreichen physiologischen Systemen beeinflusst, darunter das Endocannabinoid-System (ECS). Das ECS hat eine wichtige regulatorische Funktion inne und hilft die Homöostase aufrechtzuerhalten. Es hat einen großen Einfluss auf Stimmung, Immunität, Schmerz, Schlaf und Fruchtbarkeit.

Es sind nicht nur Phytocannabinoide wie CBD, die das ECS beeinflussen. Im Körper erschaffene Cannabinoide, Endocannabinoide genannt, sind Signalmoleküle, die mit der Regulierung dieses Systems beauftragt sind. Das Endocannabinoid Anandamid, wegen seiner Verbindung mit Hochgefühlen auch als das "Glücksmolekül" bekannt, spielt eine wichtige Rolle in der Funktion des ECS. Östrogen erhöht bekanntermaßen die Anandamid-Werte. Da die Östrogen-Werte während der Menopause jedoch abnehmen, fallen auch die Werte dieser glücklichen Chemikalie. Dies ist einer der Gründe für die in der Menopause erlebten Stimmungsschwankungen.

Lass uns in diesem Sinne herausfinden, was die Forschung über das Potenzial von CBD für die Erleichterung der Symptome von Menopause zu sagen hat.

CBD UND STIMMUNG

Depression und Angst sind übliche Symptome einer Menopause. Eine Veränderung in der Hormonproduktion und die Realität der altersbezogenen Veränderungen kann für die Stimmung ernstzunehmende Folgen haben. Obwohl oft Medikamente und ein Wandel des Lebensstils verschrieben werden, um diese Probleme anzugehen, untersuchen Forscher, wie auf ähnliche Weise CBD eingesetzt werden könnte.

In präklinischen und klinischen Umgebungen hat die Forschung gezeigt, dass CBD durch eine Veränderung der Aktivität von Gehirnstrukturen wie dem limbischen System Angst lindern könnte. Das Cannabinoid erhöht auch die Anandamid-Werte, indem es dessen Wiederaufnahme an der CB1-Rezeptorstelle blockiert.

CBD bewirkt seine Effekte nicht nur über das ECS. Das Molekül zielt außerdem auf den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A ab. Die Forscher glauben, dass CBD auf diesem Weg negative Geisteszustände wie Angst reduzieren könnte.

CBD UND KNOCHENDICHTE

Während der Menopause kann eine Abnahme der Knochendichte eintreten, ein Zustand, der als Osteoporose bekannt ist. Knochen werden während des Alterungsprozesses von Natur aus weniger dicht, aber es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen verringerten Östrogen-Werten und Osteoporose. Deshalb ist dieser Zustand bei Frauen viel verbreiteter. Wenn sich dieses Leiden entwickelt, sind Frauen anfällig für Knochenbrüche, Deformierungen der Wirbelsäule und Rückenschmerzen. Gleichwohl deuten Studien darauf hin, dass CBD eine Erhöhung der Knochendichte und -härte bewirken könnte. Es gibt in diesem Gebiet nicht viel Forschung am Menschen, aber Experimente in vitro und in vivo haben vielversprechende Ergebnisse erbracht.

Die Knochendichte wird durch ein enges Gleichgewicht zwischen zwei Zellen aufrechterhalten: Osteoblasten und Osteoklasten. Die Ersteren bilden frisches Knochengewebe, wohingegen die Letzteren alte Knochen abbauen. Wenn die Östrogen-Werte abnehmen, werden die Osteoklasten aktiver. Dies bedeutet, dass die Knochen schneller abgebaut und allmählich weniger dicht werden. Interessanterweise kommen CB2-Rezeptoren sowohl auf Osteoblasten als auch Osteoklasten vor. Eine Stimulation dieses Rezeptors steht in direktem Zusammenhang mit der Knochenbildung, was ihn zu einem möglichen Ziel für die Behandlung von Osteoporose macht. Von CBD ist nachgewiesen worden, dass es ein inverser Agonist dieser Rezeptorstelle ist, was es zu einem faszinierenden Forschungsgegenstand im Bereich der Osteoporose macht.

CBD UND SCHLAF

CBD and Sleep

Frauen in der Menopause fällt es oft schwer, nachts einzuschlafen. Dies kann durch Angstgefühle, Depression und Hitzewallungen verursacht werden. Auf kurze Sicht unangenehm, können diese Symptome irgendwann zu Abgeschlagenheit und Erschöpfung führen. Kann CBD dabei helfen, die Angst und den Stress dieser Störung an der Wurzel zu zähmen? Angesichts der Fähigkeit des Cannabinoids, den Anandamid-Wert zu erhöhen (von dem nachgewiesen worden ist, dass es schlafinduzierende Effekte ausübt), sowie der oben genannten Studien zu CBD für die Angstlinderung ist es auch hier ein faszinierender Kandidat.

CBD UND SCHMERZEN

Infolge der Menopause können sich Schmerzen in verschiedenen Formen manifestieren. Schwankungen und Abnahme von Östrogen können zu Krämpfen, Brustempfindlichkeit, Migräne, Gelenkschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Genau für diese Zwecke sind topische CBD-Balsame und -Lotionen erschaffen worden.

Obwohl noch keine spezifische Forschung zu CBD und menopausalen Schmerzen durchgeführt worden ist, gibt es zahlreiche Untersuchungen, die eine vorteilhafte Beziehung zwischen CBD und verschiedenen Arten von Schmerzen angeben.

CBD UND MENOPAUSE: ABSCHLIEẞENDE WORTE

Es ist wichtig zu erkennen, dass die Menopause keine Krankheit ist. Sie ist ein absolut natürlicher Vorgang. Deshalb gibt es auch keine "Heilung". Die Symptome von Menopause sind ebenso natürlich wie unvermeidbar, obschon unangenehm. CBD ist keine Wunderwaffe und sein Potenzial im Bereich der Menopause ist noch unklar. Gleichwohl können die Symptome der Menopause ihren Tribut von sowohl Körper als auch Geist fordern. Während mehr Forschung durchgeführt wird, kommt hoffentlich das wahre Potenzial von CBD für die Menopause ans Licht.