Marihuana VIP: Ed Rosenthal


Marihuana VIP: Ed Rosenthal

Ed Rosenthal ist in der Ganja-Gemeinde bekannt und viele bezeichnen ihn schlichtweg als den „Ganja Guru“. Rosenthal ist ein amerikanischer Marihuana-Gärtner, Aktivist, Autor und Herausgeber. In den Vereinigten Staaten ist er seit den 1970er Jahren wahrscheinlich am besten als Kritiker der amerikanischen Cannabis-Politik sowie als Autor der High Times in den 80er und 90er Jahren bekannt. Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts engagierte er sich auf Landesebene in wegweisenden Auseinandersetzung über das Recht Cannabis anzubauen.

Über viele Jahre hinweg setzte Rosenthal sich in Kalifornien dafür ein, dass medizinische Patienten Zugang zu dem Medikament bekommen. Aber nachdem der Staat im Jahr 1996 den medizinischen Nutzen legalisierte, schlug die Landesregierung zurück. Immer wieder wurden Anbauer nach dem Gesetz auf Bundes-, nicht auf Staatsebene, verfolgt und hochgenommen.

Tatsächlich waren diese anfänglichen Auseinandersetzungen in Kalifornien wichtig, um das Thema der Legalisierung überall im Land voranzutreiben. Als prominentes Gesicht in der Cannabisgemeinde und bekannter Hanfagronom fand sich Rosenthal an der Spitze von wichtigen Kämpfen für die Legalisierung wieder, die eine überaus wichtige Rolle bei der Organisation der jetzigen Gesetzgebung spielten.

Was den Anbau von Cannabis betrifft, gilt Rosenthal weltweit als Autorität. Mit seiner lebenslangen Erfahrung als Aktivist, Lehrer, Autor und Forscher ist er einer dieser Typen, die das Klischee nicht erfüllen und kann besser als eine Art von Professor, denn als richtiger Pothead, beschrieben werden.

WOHER KOMMT ROSENTHALS LEIDENSCHAFT?

Woher kommt rosenthals leidenschaft?

Rosenthal wurde in der Bronx geboren und wuchs auch dort auf. Nach ein paar Jahren an der Wall Street fühlte er sich zu der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre hingezogen. Rosenthal half bei der Gründung von NORML und zog 1972 nach Kalifornien, um bei der Verabschiedung einer Initiative bezüglich des Konsums von Marihuana zu helfen. Das schlug allerdings fehl.

Trotzdem setzte er sich weiter für den Anbau von Cannabis ein und engagierte sich als Berater und Autor. Oftmals trat er bei Gerichtsverfahren von anderen Anbauern als Sachverständiger auf.

Bei Fragen zu seinem Lebensweg bleibt Rosenthal aber typischerweise bescheiden. Er selbst bezeichnet sich als Autor, der „Gärtnern gerne einen Rat gibt“. Er wollte niemals öffentlich eine Diskussion über das Gesetz provozieren.

In der Tat wurde seine Karriere als Hanfagronom hauptsächlich von seiner Leidenschaft für die Ausdehnung der medizinischen Forschung an der Pflanze inspiriert.

Nichtsdestotrotz führten sein Lebenswerk und die Arbeit von Ed Rosenthal zu wichtigen Diskussionen in der Gesetzgebung bezüglich der Pflanze, die er augenscheinlich so sehr liebte. Und dies wiederum hatte nicht nur für Patienten vorteilhafte Auswirkungen, sondern auch für jeden, der Marihuana gerne als Freizeitdroge genießt.

DEN KAMPF AN DEN MANN BRINGEN

Der Aktivismus von Rosenthal und sein Eintreten für die Pflanze waren für das Voranbringen des Themas rund um den medizinischen Zugang in den Vereinigten Staaten entscheidend. Er leitete die zentrale Diskussion darüber, wie Gesetze auf Landes- und Bundesebene ausgelegt werden sollten.

Kalifornien diente lange als Austragungsort solcher Diskussionen und seit 1996 macht sich das in der Auseinandersetzung der DEA mit Anbauern in Kalifornien am deutlichsten bemerkbar. Seit 1996 können Patienten mit einem Rezept dort Cannabis beziehen. Seit 1996 versucht die Bundesregierung allerdings auch, gegen dieses Recht anzukämpfen.

Rosenthal befand sich direkt inmitten dieser Diskussion und als Ergebnis wurde er zu dem bekanntesten Gesicht dieser legalen Gegensätzlichkeit. Im Jahr 2002 wurde Rosenthal von Bundesagenten wegen des Anbaus von Cannabis für den Eigenbedarf verhaftet. Ironischerweise fand das Ganze zu einem Zeitpunkt statt, an dem Rosenthal von der Stadt Oakland in Kalifornien dafür beauftragt wurde, medizinisches Marihuana anzubauen. Sein Kunde war ein legitimer und staatlich geregelter Club für medizinisches Cannabis in San Francisco.

Und trotzdem; nachdem das oberste Bundesgericht entschied, dass die kalifornischen Drogengesetze nicht über den Bundesbestimmungen stehen, fiel er der dritten Durchsuchungswelle in Kalifornien zum Opfer. Im Jahr 2001 wies das oberste Bundesgericht insbesondere darauf hin, dass ernsthaft kranke Menschen in Kalifornien laut Bundesgesetz verfolgt werden können. Mit anderen Worten unterschieden sich Patienten und ihre Versorger kein bisschen von illegalen Kartellen.

Von diesem Zeitpunk an kam Rosenthal in das Fadenkreuz der Ermittlungen. Sein Haus wurde durchsucht. Er wurde verhaftet, überprüft und für schuldig befunden. Nachdem klar wurde, dass Rosenthal als Angestellter der Stadt selbst fungierte, wollten viele Richter ihr Urteil umkehren. Rosenthal wurde von einem Richter des Bezirksgerichts zu lediglich einem Tag im Gefängnis verurteilt, den er bereits abgesessen hatte. Im Jahr 2006 kippte das 9. Berufungsgericht das Urteil.

Davon unbeirrt verklagte ihn die Bundesstaatsanwaltschaft erneut. Im Mai 2007 wurde er für drei der fünf ihm zur Last gelegten Sachverhalte für schuldig befunden. Darunter waren neue Vorwürfe der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung. Er musste allerdings nicht ins Gefängnis. Die Jury klammerte sich an die neuen zusätzlichen Vorwürfe, welche dann aber von dem Gericht als Form der rachsüchtigen Verfolgung durch die Regierung fallengelassen wurden.

Dies stellte ein bedeutendes Ereignis dar, denn das erste Mal seit der Entscheidung des obersten Bundesgerichts in der Verhandlung Gonzales vs. Raich wurde ein Anbauer von den Anschuldigungen wegen des Anbaus von Cannabis entlastet. Für alle in der Anwaltsbranche wurde Rosenthal durch seine Erlebnisse zu einem Helden. Die extreme Reaktion der Regierung schoss eindeutig über das Ziel hinaus.

Mit anderen Worten konzentrierte man sich bei der Verteidigung von Rosenthal auf eines der wichtigsten Themen in den Vereinigten Staaten des letzten Jahrzehnts. Es warf erfolgreich die Frage auf, ob die Gesetze gegen Marihuana der Bevölkerung mehr Schaden zufügen, als die Droge, die sie verbieten sollen. Und diese Frage wurde in jedem Land zu einem Kernthema von jeder Legalisierungsbewegung.

Heutzutage denken 80% der amerikanischen Bevölkerung, dass Cannabis legalisiert werden sollte. Diese grundlegende Veränderung steht in direkter Verbindung zu dem Aktivismus und Engagement von Leuten wie Ed Rosenthal.

ÜBER MARIHUANA SCHREIBEN UND LEHREN

über marihuana schreiben und lehren

Rosenthal engagierte sich schon früh als Aktivist, Autor und Anbauer, der der breiten Masse dabei half, eine stigmatisierte Droge besser zu verstehen. Seine Arbeit als Autor für die High Times half bei der Aufklärung von Lesern zu einem Zeitpunkt, als die Legalisierung noch wie ein Witz klang.

Ursprünglich war die High Times „nur“ als einmalige Sache geplant und man plante in der Tat nur eine einzige Ausgabe. Die Idee war, das Wort Sex durch Cannabis zu ersetzen. Stattdessen expandierte das Magazin über die Jahre hinweg und konkurriert nun mit Größen wie dem Rolling Stone und National Geographic. Als regelmäßiger Gastautor war Rosenthal ein Teil dieser einzigartigen Stimme.

In der Folge veröffentlichte Rosenthal mehrere Bücher über Cannabis. Alle Bücher decken eine breite Palette von Themengebieten ab. Er ist ein leidenschaftlicher Gärtner, weshalb er viele Bücher über den Anbau von Cannabis geschrieben hat. Er schrieb aber auch über andere Themen wie die gesetzlichen Probleme, denen sich Patienten und Anbauer möglicherweise stellen müssen.

Diese gesamte Arbeit machte Rosenthal zu einem angesehenen Hanfagronom und Kämpfer an vorderster Front, der Respekt verdient. Im Jahr 2006 benannten Sensi Seeds, eine niederländische Saatgutbank mit Zuchtlabor, sogar eine Sorte nach ihm.

Ed Rosenthal ist noch immer in der Cannabiswelt aktiv und seine Rolle wird wahrscheinlich noch bedeutender als je zuvor!

Weiter so Ed! Du bist klasse!