Der rechtliche Status von Cannabis in Österreich


Der rechtliche Status von Cannabis in Österreich

Heutzutage ist die Oper nicht mehr das einzig Großartige, was Österreich zu bieten hat, denn wie es scheint, ist aus dem Land auch ein guter Platz für Cannabisfreunde geworden! Vom Kauf der Samen und Sämlinge, bis hin zum eigentlichen Cannabisbesitz, scheint in Österreich eine ganze Menge zugelassen zu sein. Aber wie funktioniert es wirklich? Ist Cannabis in Österreich tatsächlich legalisiert?

MEDIZINISCHEM MARIHUANA IN ÖSTERREICH

Die medizinische Verwendung von synthetischen Cannabisprodukten ist in Österreich entkriminalisiert. Dies bedeutet, dass Patienten gefahrlos auf Produkte wie Dronabinol und Sativex zugreifen können, falls sie ein Rezept eines zugelassenen praktischen Arztes vorweisen. Allerdings bleiben natürliche Cannabisblüten oder andere Cannabisprodukte (wie Konzentrate) illegal.

Der Anbau von Cannabis für medizinische und wissenschaftliche Zwecke wurde von der österreichischen Regierung im Jahr 2008 legalisiert, als sie eine Vielzahl von Änderungen innerhalb der Cannabisgesetzgebung vornahm.

FREIZEITCANNABIS IN ÖSTERREICH

Der persönliche Gebrauch von Cannabis ist in Österreich entkriminalisiert. Der Verkauf von Cannabissamen, -sämlingen und -pflanzen ist auch OK. Allerdings ist der kommerzielle Verkauf von Marihuana selbst illegal und wird als Straftat behandelt und entsprechend bestraft.

Es ist technisch gesehen legal, eine unbegrenzte Menge an Cannabispflanzen anzubauen, solange sie am Blühen gehindert werden und der Besitzer nachweisen kann, dass er nicht beabsichtigt, psychoaktives Cannabis zu produzieren.

Es gab Fälle von Growern, die im Besitz großer Mengen an geernteten und gehärteten Cannabisblüten waren (bis zu 10kg), denen es gelang, die Behörden davon zu überzeugen, dass das Produkt für den persönlichen Gebrauch bestimmt war. Andere dagegen hatten nicht so viel Glück und mussten empfindliche Strafen zahlen.

Der Konsum von Cannabis kann auf Grundlage der österreichischen Gesetze nicht bestraft werden. Jedoch sind Besitz, Anbau, Verkauf und Weitergabe von Cannabis von einer Person zur nächsten (ohne eine formale Transaktion, wie zum Beispiel das Herumreichen eines Joints) durchweg illegal.

Der Anbau von THC-reichem Cannabis ist nur für staatliche Einrichtungen gesetzlich zugelassen.

Fälle von Besitz führen nur selten zu einem Strafverfahren und Menschen, in deren Besitz Cannabis gefunden wird, können sich für ein Rehabilitationsprogramm entscheiden, wodurch weitere Gerichtsverfahren automatisch wegfallen.

Die Cannabisgesetze werden in Österreich auch durchgesetzt. Im Jahr 2012 gab es dort 24.000 Drogendelikte. 19.000 davon entfielen auf die Nutzung von Cannabis.

Seit den Reformen im Jahr 2008 gab es in Österreich keinerlei Anzeichen für weitere Änderungen des Cannabisgesetzes.

Leider kennen wir keine Legalisierungsgruppen in Österreich.