Marihuana VIP: Richard Branson


Marihuana VIP: Richard Branson

Richard Branson ist ein britischer Unternehmer, der als Begründer der Virgin-Group sowie als einer der reichsten und erfolgreichsten Unternehmer bekannt ist, die aus dem Vereinigten Königreich kommen.

Abgesehen davon (und von seiner atemberaubenden goldenen Mähne) hat Branson auch weltweit Schlagzeilen wegen seiner Unterstützung der Cannabislegalisierung und eines progressiven Erziehungsratschlages gemacht, wonach es nicht falsch ist, den gelegentlichen Spliff mit den eigenen Kindern zu teilen.

Ach ja, hatten wir eigentlich schon erwähnt, dass Branson von Keith Richards gelernt hat, wie man einen Joint rollt?

WER IST RICHARD BRANSON?

Sir Richard Branson ist ein britischer Geschäftsmagnat, der als Begründer der Virgin Group bekannt ist, unter deren Dach über 400 getrennte Unternehmen kontrolliert werden.

Branson wird dafür bewundert, dass er quasi bereits sein gesamtes Leben über Unternehmer ist. Im Alter von 16 Jahren startete er sein erstes Magazin mit dem Titel „Student“. Mit 20 betrieb er seinen eigenen Schallplatten-Versandhandel und 2 Jahre eröffnete er eine Kette von Plattenläden namens Virgin Records zusammen mit einem eigenen Tonstudio.

1973 gründete Branson das Plattenlabel Virgin Records. Sein Geschäft erlebte in den folgenden 15 Jahren ein riesiges Wachstum. 1985 umfasste die Marke Virgin Plattenfirmen, Einzelhandelsgeschäfte, einen internationalen Musikverlag, Rundfunk, Satellitenfernsehen und Film- und Videovertrieb.

Die Virgin Group wurde offiziell im Jahr 1989 gegründet. Seitdem hat das Unternehmen in eine Vielzahl von Unternehmungen investiert, in der alles von der Musikproduktion über die Luftfahrt bis hin zur Bücher- und Getränkeherstellung einen Platz hat. Man schätzt, dass Branson ein Vermögen im Netto-Wert von etwa $5 Milliarden USD besitzt.

BRANSON: HUMANIST UND AKTIVIST

Neben seiner Rolle als Gründungsvater von Virgin ist Richard Branson auch als Philanthrop und Humanist bekannt.

In den 1990er Jahren arbeiteten Branson und der Musiker Peter Gabriel mit Nelson Mandela zusammen, um „The Elders“ zu gründen, eine Gruppe von internationalen öffentlichen Personen, die Mandela zusammenbrachte, um schwierige globale Themen wie Klimawandel, HIV/AIDS, Armut und vieles mehr zu diskutieren.

Branson und Gabriel spielten eine wichtige Rolle bei der Entstehung der „Elders“, die heute als internationale NGO gilt, und haben die Gruppe seitdem finanziell unterstützt.

Branson gründete 1999 auch das Internationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder ICMEC („International Centre for Missing & Exploited Children“). Das Zentrum soll dazu beitragen, vermisste Kinder zu finden und die Ausbeutung von Kindern auf der ganzen Welt zu stoppen. Bransons Mutter ist Gründungsmitglied des ICMEC Board of Directors.

Eines der größten globalen Anliegen Bransons ist der Klimawandel. Im Jahr 2006 versprach er, im Laufe des folgenden Jahrzehnts 3 Milliarden Dollar im Kampf gegen die globale Erwärmung zu investieren.

Im Jahr 2008 hielt er ein privates Treffen auf der Insel Necker ab, an dem mehrere öffentliche Persönlichkeiten teilnahmen, darunter Weltführer, Prominente und Unternehmer, um die globale Erwärmung und andere klimabezogene Probleme zu diskutieren.

Im Jahr 2009 gründete er ebenso den „Carbon War Room“, eine NGO und Denkfabrik, die darauf abzielt, marktbasierte Lösungen zu finden, um den Klimawandel zu bewältigen. Der Carbon War Room basiert auf Bransons Idee, dass Unternehmer durch die Kombination von Investitionen und kommerziellen Möglichkeiten eine Schlüsselrolle spielen, um die Entwicklung neuer Technologien zu unterstützen, die notwendig sind, um eine Weltwirtschaft ohne fossile Brennstoffe aufzubauen.

RICHARD BRANSON UND MARIHUANA

Neben seinen humanitären Bemühungen hat Branson es auch auf sich genommen, das Bewusstsein für die Legalisierung von Cannabis zu wecken. Im Jahr 2011 vertrat er seine Auffassungen auf der „Globalen Kommission für Drogenpolitik“, an der ehemalige politische und kulturelle Führer Lateinamerikas teilnahmen, um rationellere Drogengesetze zu erreichen.

Richard branson und marihuana

Branson sprach offen über seine Überzeugung, dass Drogenkonsum ein gesundheitliches Problem ist, und kein strafrechtliches. Er gab auch offen zu, gemeinsam mit seinem Sohn Cannabis zu nutzen, und machte Schlagzeilen für seinen wunderbaren, aber umstrittenen, Erziehungsratschlag:

"Falls Sie einen Joint rauchen wollen, tun Sie es gemeinsam mit Ihren Kindern. Lassen Sie nicht zu, dass sie sich zurückziehen und es auf eigene Faust tun", sagte er 2016 auf einem Gipfel in Chicago. Im Jahr 2007 berichtete er zudem Einzelheiten über eine kürzliche Reise nach Australien, die er mit seinem Sohn unternommen hatte.

Dabei rauchten die beiden gelegentlich gemeinsam Cannabis und "konnten sich über acht Stunden vor Lachen kaum einkriegen." Indem er in einem Interview über diese Reise sprach, gab Branson offen zu, dass er an einem "gelegentlichen Spliff" nichts Schlimmes finden könne.

Im Oktober 2016 sprach Branson zudem auf dem New West Summit in Kalifornien, auf dem Tausende von medizinischen Cannabisnutzern und Marihuana-Unternehmer zusammenkamen, um über die Zukunft der Cannabisindustrie zu diskutieren.

In einem Skype-Call an die Öffentlichkeit von Necker Island teilte Branson offen seine Überzeugung, dass Drogen legalisiert werden sollten. Er verwies dabei auf das Beispiel Portugals, das illegale Substanzen wie Marihuana, Kokain und Heroin legalisiert hatte, um die Ressourcen für die Unterstützung von Süchtigen zu bündeln, die Behandlung finden sollten, anstatt weggesperrt zu werden.

Branson argumentierte, dass es die Übernahme eines Systems wie des portugiesischen anderen Ländern ermöglichen würde, die Kontrolle über Drogen zurückzugewinnen (anstatt sie der "Unterwelt" zu überlassen) und den Regierungen gestatten würde, die öffentliche Gesundheit stärker in den Vordergrund zu stellen und die Sicherheit von Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu schützen.

Er spielte auch mit dem Gedanken, in die Cannabisindustrie einzusteigen und sagte, dass er für den Cannabismarkt ein großes Potenzial sehe, "viel Gutes" zu tun. Dies war nicht das erste Mal, dass Branson sich über den Verkauf von Cannabis Gedanken machte: Er sagte im Jahr 2001, er würde lieber Weed verkaufen als Tabak, den er für die viel schädlichere Substanz hielt.

In jüngerer Zeit forderte Branson die Landwirte in Neuseeland auf, ihre "Kühe zugunsten von Cannabis aufzugeben". Während eines Besuchs auf der Insel in 2017 argumentierte Branson, dass Neuseeland Cannabis legalisieren, anbauen, besteuern und regulieren sollte - anstelle des gegenwärtigen Systems, das eine empfindliche Geldstrafe oder bis zu 14 Jahre Haft vorsieht.

BRANSON UND DER KRIEG GEGEN DIE DROGEN

Als Mitglied der Globalen Kommission für Drogenpolitik hat Richard Branson den Krieg gegen die Drogen als äußerst schädliche und ineffektive Möglichkeit kritisiert, um den Drogenkonsum auf der ganzen Welt in den Griff zu bekommen.

Branson ist bekannt dafür, seine progressiven Ansichten über die Drogenpolitik auf seinem Blog zu veröffentlichen. In einem **Post aus dem März 2016 forderte Branson die Vereinten Nationen auf, endlich "ernst zu machen" mit einer globalen Drogenpolitik.

"Gemeinschaften auf der ganzen Welt werden seit Jahrzehnten durch einen brutalen, repressiven und völlig unwirksamen Drogenkrieg verwüstet", schrieb er. "Die Konsequenzen dieser Strategie sind der Anstieg von Gewalt, überfüllte Gefängnisse und allgegenwärtige Korruption. Als Investition in eine bessere Zukunft verklärt, war der Krieg gegen Drogen nichts weiter als ein episches, kostspieliges Versagen", sagte er und fügte hinzu:" Wir brauchen eine neue Vorgehensweise".

ABSCHLIESSENDE GEDANKEN

Richard Branson hat, wie die meisten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sowohl seine Anhänger als auch Kritiker, wobei sich letztere sich seit kurzem auf sein Versagen konzentrieren, sein Versprechen bezüglich des Klimawandels zu erfüllen.

Unabhängig davon, wie Du persönlich zu Richard Branson stehst, wirst Du kaum bestreiten können, dass seine offene Unterstützung der Cannabislegalisierung Aktivisten auf der ganzen Welt hilft, ihre Forderungen zu legitimieren.