Ist Cannabis ein Superfood?


Ist Cannabis ein Superfood?

Cannabis mag das Potenzial besitzen, das Wohlbefinden zu fördern, aber hat es auch einen Nährwert? Kann man es als Superfood ansehen? In diesem Artikel liefern wir die Antworten auf diese Fragen.

Cannabis wird schon seit Langem für die Art der Gefühle geschätzt, die es Menschen vermittelt. Es kann die Stimmung heben, den Körper entspannen und hat das Potenzial, bei zahlreichen psychischen und körperlichen Leiden Linderung zu bieten. Außerdem kann es auf verschiedene Art und Weise konsumiert werden. Manche Nutzer ziehen es vor, Cannabis durch einen Joint oder eine Bong zu inhalieren, während andere ihr Gras oral einnehmen, indem sie ihr Essen damit versetzen.

Könnte Cannabis angesichts seiner möglichen Gesundheitsnutzen unserer Nahrung also etwas Nährwert hinzufügen? Kann es wie Beeren, Vollkorn und Blattgemüse wie Spinat und Grünkohl als Superfood angesehen werden?

In diesem Artikel werden wir uns darauf konzentrieren, inwiefern Cannabis und seine Derivate sehr wohl der "Superfood"-Kategorie zugeordnet werden können.

Was ist ein Superfood?

Was haben Olivenöl, Joghurt, Nüsse und Fisch gemeinsam? Sie sind alle reich an Vitaminen und anderen Nährstoffen, weshalb die meisten Experten empfehlen, sie in die tägliche Ernährung zu integrieren.

Diese vier Lebensmittel sind, neben den drei bereits erwähnten, Beispiele für Superfoods. Sie enthalten Antioxidantien, gesunde Fette und Fasern, die mehrere wichtige Gesundheitsnutzen mit sich bringen:

• Tragen zur Krebsprävention bei
• Regulieren die Verdauung
• Fördern die Herzgesundheit
• Fördern gesunde Cholesterol-Werte
• Unterstützen die Gewichtskontrolle
• Halten die Ernährung im Gleichgewicht
• Steigern die Energie

Viele Superfoods sind pflanzenbasiert, manche fettarm, während wiederum andere glutenfrei sind. Aber sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind unverarbeitet, d.h, sie enthalten keinerlei Zusatzstoffe, die Deiner Gesundheit auf lange Sicht schaden könnten.

Nährwert von "Superfood"-Cannabis

Von Cannabis high zu werden, erfordert vorab irgendeine Form der Decarboxylierung; deshalb auch das Rauchen bzw. Verdampfen von Gras sowie das Kochen bei der Zubereitung von Edibles. Aber ob Du es glaubst oder nicht, das magische Kraut hat auch in seiner rohen Form einigen Nährwert.

Insbesondere die Blätter, Stiele und Samen von Cannabis sativa enthalten Kohlenhydrate, Vitamine, Proteine, Aminosäuren, Mineralien, essenzielle Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6), Calcium, Kalium, Natrium sowie Phytochemikalien wie Cannabinoidsäuren und Terpene. Beachte allerdings, dass nicht alle Teile/Derivate der Pflanze dieselben Nährstoffe enthalten (dazu später mehr). Dennoch kann man praktisch vom Nährwert der gesamten Cannabispflanze Gebrauch machen.

Lass uns mit den Terpenen beginnen, bei denen es sich um organische Verbindungen handelt, die in fast allen Pflanzen vorkommen. Im Falle der Cannabispflanze sind Terpene für den charakteristischen Geschmack und das unverkennbare Aroma von Weed verantwortlich, aber sie unterstützen auch die Wirkung der Pflanze. Spezifische Terpene, wie zum Beispiel Myrcen und Limonen, sind wegen ihrer Fähigkeit erwähnt worden, das Energieniveau und die Stimmung zu beeinflussen.

Dann gibt es noch das Chlorophyll; die Substanz, die Pflanzen ihre grüne Farbe verleiht. Wie Terpene kann sich auch Chlorophyll nützlich auf den menschlichen Körper auswirken, indem es möglicherweise Entzündungen unterdrückt, den Körper entgiftet und DNS-Schäden verhindert.

Die Verbindungen, die aber mehr oder weniger nur in der Cannabis-sativa-Pflanze vorkommen, sind ihre Phytocannabinoidsäuren:
Tetrahydrocannabinolsäure (THCA) und Cannabidiolsäure (CBDA) sind hierfür zwei Musterbeispiele. Sobald diese Säuren durch die Decarboxylierung aktiviert werden, bekommst Du THC und CBD, die alle Grasnutzer kennen und lieben.

Für sich genommen berauscht THCA nicht. Es wird jedoch angenommen, dass es verschiedene mögliche Nutzen aufweist, wobei seine Wirksamkeit für die Linderung von Übelkeit und Erbrechen, Entzündungen sowie anderen Symptomen und Leiden in verschiedenen Studien erforscht wurde.

Gleichermaßen hat CBDA entzündungshemmende und brechreizhemmende Fähigkeiten gezeigt. Eine Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte sogar die Fähigkeit von CBDA, die Wanderung von Krebszellen zu hemmen, wobei die Autoren der Studie zu einem ermutigenden Schluss kommen.

Ist Cannabis ein Superfood?

Lass uns nun zum eigentlichen Thema kommen. Ist es gerechtfertigt, Cannabis als Superfood einzustufen? Wir werden diese Frage beantworten, indem wir jeden Teil der Pflanze einzeln analysieren.

Sind Hanfsamen ein Superfood?

Während die Gesellschaft sich immer mehr für die Nutzen von Cannabis öffnet, sind Hanfsamen unter Gesundheitsfanatikern zu einem Grundnahrungsmittel geworden. Auch bekannt als Hanfherzen, werden diese Samen entweder zu Öl und Milch verarbeitet oder auf Salate und Haferflocken gestreut.

Und obwohl Hanfsamen von Cannabis stammen, werden sie Dich nicht high machen. Vielmehr bringen sie zahlreiche nicht-psychoaktive Gesundheitsnutzen mit sich.

Nutzen von Hanfsamen

Hanfsamen enthalten eine Fülle von Nährstoffen. Sie zeichnen sich durch ein ideales Verhältnis der essenziellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 aus und bieten eine der reichsten nicht-tierischen Proteinquellen. Außerdem stellen sie eine tolle Möglichkeit dar, Vitamin E und essenzielle Aminosäuren in Deine Ernährung zu integrieren. Aus diesem Grund haben Cannabissamen das Potenzial, unsere allgemeine Gesundheit zu verbessern. Ausgehend von neuesten Studien sind dies einige der möglichen Nutzen von Hanfsamen:

• Fördern gesunde Cholesterol-Werte
• Fördern einen gesunden Blutdruck
• Reduzieren Entzündungen
• Verringern das Risiko einer koronaren Herzerkrankung
• Verbessern die Verdauungs- und Hautgesundheit
• Schützen das Gehirn

Ist CBD-Öl ein Superfood?

Der Konsens unter vielen Experten lautet, dass CBD wahrscheinlich gewissen Aspekten des körperlichen und psychischen Wohlbefindens nützen kann. Aber wie sich herausgestellt hat, könnte es ebenso sehr ein ideales Nahrungsergänzungsmittel sein, das eine gute Ernährungsgesundheit fördert.

CBD-Öl wird üblicherweise über sublinguale Tropfen oder in Speisen und Getränken eingenommen. Konventionelles CBD-Öl besteht aus CBD-Extrakt und einem Trägeröl. Somit könnten sowohl das Cannabinoid als auch der Träger Ernährungsnutzen aufweisen.

Ist cbd-öl ein superfood?

Nutzen von CBD-Öl

Eine schnelle Google-Suche wird Dich zu einer ganzen Liste mit Artikeln führen, die die plausiblen Nutzen von CBD-Öl erläutern. Um Dir etwas Zeit zu sparen, folgt hier nun ein kurzer Überblick zum Nährwert von CBD-Öl:

• Wie die meisten Superfoods wirkt CBD-Öl als starkes Antioxidans.
• Trägeröle wie Hanfsamen-, Oliven- und MCT-Öl bieten viele Vitamine, Mineralien, Proteine und Fettsäuren.
• CBD-Öl könnte eine gesunde Verdauung fördern.
• CBD-Öl erhöht die Werte von Endocannabinoiden wie Anandamid (auch bekannt als das "Glücksmolekül").
• CBD-Öl könnte einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus fördern.

Sind Cannabisblätter ein Superfood?

Wie in einem vorangegangenen Abschnitt erwähnt, werden Dich rohe Cannabisblätter nicht high machen. Sie für sich genommen einzunehmen, könnte Dir jedoch auf andere Weise nützen.

Ja, Du hast richtig gelesen: Die Fächerblätter Deiner Cannabispflanze enthalten THCA und CBDA, die – wie oben erwähnt – faszinierendes Potenzial zeigen.

Nutzen von Cannabisblättern

Außer den bereits erwähnten Nutzen von rohen Cannabisblättern sind noch folgende Vorzüge erwähnenswert:

• Fördern die Herzgesundheit
• Stärken das Immunsystem
• Entgiften den Körper
• Verhindern DNS-Schäden
• Liefern Vitamine und Mineralien, die den Blutsauerstoffwert regulieren
• Fördern die Verdauungsgesundheit

Sind Cannabisblüten ein Superfood?

Raucher wissen um den Wert ihrer Cannabisblüten. In diesen kommen die kostbaren Cannabinoide in Hülle und Fülle vor. Es sind die Blüten, die Freizeitnutzer high machen. Aber falls Du es noch nicht wusstest: Auch Cannabisblüten gehören zu den Superfoods.

Nutzen von Cannabisblüten

Denkst Du darüber nach, rohe Cannabisblüten zu essen? Das könnte eine gar nicht mal so schlechte Idee sein, denn die Buds sind sogar noch reicher an THCA, CBDA und anderem guten Zeug als die Blätter:

• Reich an Vitaminen und essenziellen Fettsäuren
• Hoher Fasergehalt
• Nähren das Endocannabinoid-System

Wie man Cannabis-Superfoods in seine Ernährung integriert

Auch wenn wir erwähnt haben, dass es überhaupt nicht schlimm ist, rohes Cannabis zu sich zu nehmen, ist das nicht immer appetitlich. Also, hier sind einige leckere Möglichkeiten, Cannabis-Superfoods in Deine Ernährung zu integrieren.

Cannabis-Superfood Smoothie-Rezept

Irgendwo auf der Welt strahlt die Sonne. Aber egal, ob Du nun in einem tropischen Klima lebst oder nicht – ein frischer Smoothie wird stets eine erfrischende Leckerei sein, die Du genießen kannst.

Für diesen tropischen CBD-Smoothie brauchst Du bloß einen Mixer, zehn Minuten Vorbereitungszeit und die folgenden Zutaten.

Zutaten (für 2 Personen)

• 25mg CBD-Öl
• ½ Tasse gefrorene Mangostücke
• ½ Tasse Ananasstücke
• ½ Tasse Ananassaft
• ½ Tasse Quark
• 1 Tasse Kokosmilch
• 1 kleine Orange, gepresst
• Eine Handvoll Blattgemüse für einen gesunden Schub (optional)
• Eine Prise Zimt
• Eine Prise Salz

Anleitung

1. Gib alle Zutaten in Deinen Mixer und mixe sie, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

2. Falls Du den Smoothie zu dick findest, kannst Du etwas Wasser oder Milch hinzufügen. Sollte er zu dünn geworden sein, gib einfach ein paar Eiswürfel hinzu.

3. Gieße den Smoothie in ein Glas und genieße Deine wundervolle Kreation.

Rezept für Hanfsamen-Salatdressing

Jeder gesunde Esser liebt eine gute Schüssel Salat. Er ist leicht, erfrischend und verschafft Dir keine Schuldgefühle wegen Deiner Ernährungsweise.

Und welche schönere Möglichkeit gibt es, Dein Salaterlebnis zu verbessern, als mit einem Spritzer proteinreicher Hanfsamen-Vinaigrette? Jeder, der seine Hanfsamen- und Olivenöldressings genießt, wird an diesem Rezept definitiv viel Freude haben.

Zutaten

• 4 Teelöffel Hanfsamenöl
• 1½ Teelöffel Balsamico-Essig
• 1 Teelöffel Dijon-Senf
• 1½ Teelöffel Zitronensaft

Anleitung

Das einzige Zubehör für dieses Rezept sind eine Rührschüssel und ein Schneebesen.

1. Gib alle Zutaten in die Schüssel und rühre, bis sich alles gründlich vermengt hat.
2. Füge nach Belieben etwas Salz und Pfeffer hinzu.
3. Serviere und genieße.

Ist Cannabis ein Superfood?

Also, kann Cannabis als Superfood angesehen werden? Definitiv! Vielleicht willst Du es nicht roh essen, aber es gibt viele Möglichkeiten, Deine Mahlzeiten für eine köstliche Erfahrung mit Cannabis zu versetzen.

Wir haben ein paar Rezepte vorgeschlagen, die Du ausprobieren kannst, es gibt aber noch viele weitere zu entdecken. Wir hoffen, dass diese neuen Ideen Deine Wertschätzung dieser magischen Pflanze vertiefen werden!