Was man über CBD-Öl und ketogene Diät wissen muss


Was man über CBD-Öl und ketogene Diät wissen muss

Die Keto-Diät mag wie ein weiterer flüchtiger Gesundheitstrend erscheinen, aber ihre Nutzen übertreffen oft das, was viele von ihr erwarten. Wie sich herausgestellt, nimmt CBD-Öl in der Wellness-Welt eine ähnliche Position ein. Auch wenn aktuelle Forschungsarbeiten bisher keine unumstößlichen Beweise erbracht haben, lernen wir jeden Tag mehr über das Cannabinoid und jede neue Studie deutet in eine zunehmend positivere Richtung.

Da CBD-Öl und die Keto-Diät einen ähnlich gelagerten Ruf haben, ist es besonders interessant, darüber nachzudenken, wie sich CBD-Öl zusammen mit einer ketogenen Ernährung macht. Es scheint als, als ob beide auf unterschiedliche, aber ergänzende Art und Weise wirken können, wobei sie gegenseitig ihre Effekte unterstützen und letztlich das gesamte Wohlbefinden fördern.

WIE DIE KETOGENE DIÄT WIRKT

Um zu verstehen, wie CBD-Öl mit der Keto-Diät zusammenwirken könnte, muss man zunächst diese Ernährungsform selbst verstanden haben. Im Grunde tauscht man bei einer ketogenen Diät Kohlenhydrate gegen gesunde Fette ein und streicht deshalb Süßigkeiten und Alkohol, ungesunde Fette, fast alle Früchte und sogar Wurzelgemüse wie Kartoffeln und Karotten vom Speiseplan.

"Warte", denkst Du jetzt vielleicht, "sind Kartoffeln und Karotten nicht gesund? Warum sollte man sie weglassen?" Nun, in der Regel sind sie zwar gut für Dich, aber zusammen mit anderen nicht so guten Lebensmitteln stören sie einen entscheidenden Bestandteil dessen, was diese Ernährungsform funktionieren lässt: die Ketose.

Die meisten Zellen im Körper ziehen es nämlich vor, ihre Energie aus Glucose, auch als Blutzucker bekannt, zu gewinnen, die wir normalerweise aus Kohlenhydraten gewinnen. Wenn man täglich weniger als 50g Kohlenhydrate isst, reduzieren sich jedoch die natürlichen Insulinwerte, da Fettsäuren in die Leber freigesetzt und in Ketone umgewandelt werden. Diese sich ergebenden Verbindungen ersetzen die Glucose und geben Zellen die erforderliche Energie.

Sobald die Zellen für ihre Energieversorgung regelmäßig Ketone anzapfen, wird der Körper in einen Zustand der Ketose versetzt.

Was man über cbd-öl und ketogene diät wissen muss

WAS SIND DIE NUTZEN EINER KETOGENEN ERNÄHRUNG?

Aber worin liegen nun die genauen Nutzen, wenn die Zellen ihre Energiequelle wechseln? Nun, man darf nicht vergessen, dass Ketone aus Fettsäuren gebildet werden. Normalerweise wird überschüssiges Fett einfach im Körper eingelagert – potenzielle Energie, die nirgendwo hin kann. Wird unser Körper allerdings dazu gedrängt, diese Energie in Ketone umzuwandeln, verringern sich diese Fettpolster viel schneller als sie es normalerweise täten. Das wiederum bedeutet, dass man viel mehr Lebensmittel mit gesunden Fetten als sonst genießen kann.

Für viele Menschen gehen die Nutzen sogar noch weit darüber hinaus. Bei zahlreichen an Krampfanfällen leidenden Kindern hat man zum Beispiel festgestellt, dass ihre Symptome deutlich seltener auftreten, wenn sie sich ketogen ernähren. Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigte zudem, dass die ketogene Diät entzündungshemmende Eigenschaften aufweist und sogar das Potenzial besitzt, unsere Schmerzwahrnehmung zu verändern.

IST CBD-ÖL FÜR EINE KETOGENE ERNÄHRUNG GEEIGNET?

Angesichts der vermuteten Nutzen lohnt es sich, inne zu halten und darüber nachzudenken, ob CBD-Öl für eine ketogene Ernährung geeignet ist. Wie verhält es sich mit CBD-Öl, wenn selbst Kartoffeln die Ketose stören können? Nun, zum Glück unterbricht CBD-Öl die Ketose in keinster Weise. Tatsächlich werden bestimmte CBD-Öle mit Kokosnuss- und MCT-Öl hergestellt, die beide wegen ihrer gesunden Fette und der Vielzahl weiterer Nutzen in der Keto-Community sehr beliebt sind.

WIE UNTERSTÜTZT CBD-ÖL DIE KETO-DIÄT?

Gut, CBD-Öl kann also in die Keto-Diät passen, aber wie unterstützt CBD-Öl diese Ernährungsweise? Außer, dass sie einige Nutzen gemein haben, könnte CBD bei anderen Problemen helfen, die mit dieser Diät verbunden sind.

KÖNNTE GEWICHTSVERLUST FÖRDERN

CBD-Öl könnte sich als nützlich erweisen, indem es generell die Ketose und den Gewichtsverlust fördert. Eine 2016 veröffentlichte Studie stellte insbesondere fest, dass CBD Marker erhöhte, die in Zusammenhang mit der Fettbräunung stehen, einem Prozess, bei dem ungesundes "weißes" Fett in gesundes "braunes" Fett umgewandelt wird. Die Studie ergab zudem, dass CBD den Lipid-Stoffwechsel (Fettzellen) erhöhen könnte. Aber ebenso wie den Fettbräunungsbefund konnte man dies nur in vitro beobachten, was bedeutet, dass an der Untersuchung keine menschlichen Testpersonen beteiligt waren.

KÖNNTE ENTZÜNDUNGEN REDUZIEREN

Unter all den potenziellen Eigenschaften von CBD gehört seine immunmodulatorische Wirkung zu den besser erforschten. Im Jahr 2019 hoben Wissenschaftler Forschungsarbeiten hervor, die detailliert beschreiben, dass CBD-Öl Entzündungen über die Vermittlung der Immunreaktion verringern könnte.

Genauer gesagt fand man bei einer Untersuchung heraus, dass CBD eine entzündungshemmende Wirkung auf menschliche Sebozyten (Talgzellen) ausübt, während eine andere Studie, in der ein virales Modell der Multiplen Sklerose (MS) getestet wurde, ergab, dass CBD lang anhaltenden Schutz gegen Schäden bietet, die durch Entzündungen verursacht werden, die mit MS zusammenhängen.

Obwohl diese Ergebnisse bisher noch nicht durch groß angelegte klinische Studien bestätigt wurden, wird das Potenzial des Cannabinoids, die Immunreaktion zu vermitteln, von Forschern sehr eifrig erforscht. Dasselbe gilt auch für die entzündungshemmenden Fähigkeiten der ketogenen Ernährung.

POTENZIELL KRAMPFLÖSENDES MITTEL

CBD-Öl wird außerdem zunehmend wegen seines Potenzials erforscht, bestimmte Arten von Krampfanfällen zu unterdrücken. Ein Forschungsbericht von 2017 machte dies deutlich, indem er ausführlich drei placebokontrollierte Studien beschrieb, die zeigten, dass Cannabidiol Epilepsie-Symptome verbessert.

Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass diese Studien sich speziell auf zwei seltene Arten von Epilepsie konzentrierten, die hauptsächlich Kinder betreffen. Eine stellte fest, dass CBD ein Placebo bei der Reduzierung krampfartiger, mit dem Dravet-Syndrom assoziierter Anfälle übertraf, während eine andere entdeckte, dass es die Häufigkeit von Sturzanfällen bei jenen mit Lennox-Gastaut-Syndrom verringerte.

Auch wenn dies nicht bestätigt, ob CBD generell krampflösendes Potenzial hat, deuten die oben genannten klinischen Resultate neben anderen auf fallspezifisches Potenzial hin.

KÖNNTE BEIM STRESSABBAU HELFEN

Nun, abgesehen von der direkten Synergie mit der Keto-Diät bringt CBD-Öl auch seine eigenen einzigartigen Nutzen mit sich. CBD kann zum Beispiel helfen, einen der größten Konflikte einzugrenzen, den Menschen auf einer Keto-Diät erleben: Stress.

Der Druck, eine bestimmte Ernährungsweise einhalten zu müssen, kann sich im Laufe der Zeit aufstauen. Der Wunsch, etwas leckere Eiscreme oder Kuchen zu essen, wird stärker, je länger man auf sie verzichtet. Wenn irgendein anderer Aspekt des Lebens uns stresst, könnten wir uns Essen zuwenden, um damit fertig zu werden. Dies ist der Punkt, zu dem CBD-Öl ins Spiel kommen könnte.

Eine Fallstudie aus dem Jahr 2016 fand heraus, dass CBD-Dosen helfen, einige Symptome von posttraumatischer Belastungsstörung zu erleichtern. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die Studie sich nur auf ein junges Mädchen in besonders harten Umständen konzentrierte, weshalb man schwer sagen kann, welches Problem wirklich gemindert wurde. Folglich sind klinische Studien mit mehreren Teilnehmern erforderlich.

Damit einhergehend stellte eine Untersuchung ein Jahr zuvor fest, dass CBD genutzt werden könnte, um Angstsymptome zu mindern. Im Besonderen wurde herausgefunden, dass CBD die antizipatorische Angst von Menschen verringerte, die sich einem spezifischen, bildgebenden, medizinischen Test unterzogen. Noch eine andere Studie fand heraus, dass CBD die mit öffentlichem Sprechen verbundene Angst reduziert.

FÖRDERT BESSEREN SCHLAF

Neben gelegentlichem Stress bewirkt eine ketogene Ernährung eine Veränderung in der Hormonproduktion, die zu unruhigem Schlaf führen kann. Zum Glück ist CBD auf sein Potenzial, dem Schlaf-Wach-Zyklus zugutezukommen, hin untersucht worden.

Eine Untersuchung von 2019 ergab zum Beispiel, dass 103 erwachsene Patienten mit CBD normalem, vollem Schlaf näher kamen, als es ihnen sonsten möglich gewesen wäre. Es ist jedoch wichtig, anzumerken, dass die Daten im Nachhinein, nicht während der Verabreichung des Cannabidiols gesammelt wurden. Bedenkt man dies, ist es durchaus möglich, dass andere Faktoren hineingespielt haben könnten.

Selbst die Autoren merkten an, dass kontrollierte klinische Studien nötig sind, um das Ausmaß der Ergebnisse zu verifizieren. Dies sollte nicht als absoluter Beweis des Potenzials von CBD angepriesen werden, aber es genügt, dass man es bedenkenlos selbst ausprobieren kann.

SOLLTE MAN AUF EINER KETO-DIÄT CBD-ÖL NEHMEN?

Apropos, es auszuprobieren, ist die einzige Möglichkeit, herauszufinden, ob die Kombination einer ketogenen Ernährung mit CBD-Öl für Dich funktioniert. Die Keto-Diät selbst mag nicht für jeden sein, da sie für die meisten Menschen eine große Veränderung der Ernährung und ständige Beibehaltung beinhaltet. Gleichwohl ist sie nicht grundsätzlich unsicher.

Was die Sicherheit von CBD betrifft, befindest Du Dich auf der sicheren Seite, wie die Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Frage zur Absicherung jedoch Deinen Arzt, da CBD-Öl mit bestimmten Medikamenten interagieren kann.

Bezüglich der Frage, ob es einem helfen wird, ketogene Ziele zu erreichen, wird dies von Deinen individuellen Erfahrungen abhängen. Finde etwas CBD-Öl, vielleicht mit MCT- oder Kokosnussöl, und probiere es aus!