Wie CBD Asthma beeinflussen könnte


Wie CBD Asthma beeinflussen könnte

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Lunge, die den stetigen Luftstrom behindert. Obwohl es noch keine endgültigen Beweise gibt, sieht es so aus, als könnte CBD in diesem Bereich Potenzial aufweisen.

Der Einsatz von Cannabis bei Erkrankungen wie Asthma ist ein Thema von großem Interesse. Man hat festgestellt, dass THC die Atemwege erweitert, aber wie verhält es sich mit CBD? Asthma ist eine atopische Erkrankung, bei der aufgrund eines Versagens des Immunsystems eine sofortige allergische Reaktion hervorgerufen werden kann. Jüngsten Studien zufolge könnte CBD aus mehreren Blickwinkeln dabei helfen, die Erkrankung zu behandeln. Obwohl in diesem Zusammenhang noch weitere Forschung erforderlich ist, fasziniert dieses Potenzial von CBD Asthmatiker auf der ganzen Welt.

WIE VERBREITET IST ASTHMA?

Mehr Menschen als je zuvor leiden an Asthma, was auf die Luftverschmutzung zurückzuführen ist. Laut den Centres for Disease Control (CDC) leidet jeder 13. Amerikaner an dieser Krankheit. In Europa sind 8,2% der Erwachsenen und 9,4% der Kinder betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzte 2017, dass weltweit 235 Millionen Menschen an Asthma leiden.

WIE ASTHMA DIE LUNGE BEEINFLUSST

Asthma ist eine Erkrankung, die eine Schwellung und Verengung der menschlichen Atemwege verursacht. Auch die Muskeln, die die Atemwege umhüllen, ziehen sich zusammen, und Sekrete aus der Lungenschleimhaut können ebenfalls kleinere Atemwege blockieren und das Atmen erschweren.

Dieser überempfindliche Zustand lässt die Atemwege auf alltägliche "Auslöser" wie Allergene, Schadstoffe und andere Reizstoffe reagieren, die in die Lunge gelangen und die Symptome verursachen. Zu diesen gehören Keuchen, Atemnot, Husten und übermäßige Schleimproduktion in der Lunge.

WIE WIRD ASTHMA BEHANDELT?

Es gibt keine Heilung für Asthma und die Symptome können von leicht bis schwer reichen. Zusätzlich zu den genannten Symptomen kann Asthma auch Müdigkeit, Angstzustände und Schlafstörungen verursachen. Behandlungen können jedoch helfen, die Symptome zu bekämpfen. Die Betroffenen müssen einen persönlichen Aktionsplan mit einem Arzt oder einem medizinisch ausgebildeten Fachmann erstellen.

Wer unter Symptomen leidet, hat verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören:

• Inhalatoren

Inhalatoren werden sowohl als vorbeugende Maßnahme als auch zur Linderung der Symptome während eines Anfalls eingesetzt. So genannte "vorbeugende" Inhalatoren enthalten Steroide und werden täglich eingesetzt, um Entzündungen in der Lunge zu reduzieren. Sie haben keine größeren Nebenwirkungen, können jedoch Heiserkeit oder Halsschmerzen verursachen und möglicherweise zu Pilzinfektionen führen. Manche Patienten setzen auf eine Kombination von Inhalatoren, die sie täglich verwenden, um die Anzahl der Anfälle zu verringern bzw. deren Schwere zu mindern.

• Tabletten, Sirup und Pulver

Bei manchen Patienten reichen Inhalatoren nicht aus. Ihnen werden dann Tabletten oder andere Präparate verschrieben, die Leukotrienrezeptoragonisten (LTRA) enthalten. Nebenwirkungen sind Magenverstimmung und Kopfschmerzen. Auch Steroidtabletten kommen zum Einsatz, wenn andere Methoden zur Bekämpfung der Symptome nicht effektiv funktionieren.

• Theophyllin

Theophyllin wird als letzte Verteidigungslinie eingesetzt. In der Regel in Krankenhäusern verabreicht, müssen die Patienten sich vor der Einnahme des Arzneimittels einer Blutuntersuchung unterziehen. Theophyllin entspannt die glatten Muskeln in den Atemwegen und lässt die Luft leichter strömen. Aufgrund seiner langen Liste von Nebenwirkungen wird es allerdings nur als Zusatzmedikament verwendet.

WELCHEN EFFEKT KÖNNTE CBD AUF ASTHMA HABEN?

Obwohl es keine abschließenden Studien zu diesem Thema gibt, liegen Hinweise darauf vor, dass CBD zur Linderung von Asthmasymptomen beitragen könnte.

Man nimmt an, dass CBD wegen seiner Schnittstelle mit Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems und anderen physiologischen Rezeptoren immunmodulatorisches Potenzial besitzt. Derzeit untersuchen Forscher das Cannabinoid auf seine spezifischen entzündungshemmenden, krampflösenden und bronchodilatatorischen Wirkungen. Schließlich handelt es sich bei Asthma um eine entzündliche Erkrankung, die durch Krämpfe der Lungenmuskulatur und eingeschränkte Atemwege definiert wird.

• Entzündung

Eine Studie aus dem Jahr 2018, die im European Journal of Pharmacology veröffentlicht wurde, hatte zum Ziel, die Auswirkungen von CBD auf die "Umgestaltung der Atemwege" (also strukturelle Veränderungen, die in der Lunge aufgrund von Asthma auftreten) zu bestimmen, die über die Aktivierung des CB1- und CB2-Rezeptors erreicht werden könnten. Man stellte nicht nur fest, dass CBD die Hyperreaktivität der Atemwege reduziert, sondern auch die "Expression von Markern, die mit Entzündungen in der bronchoalveolären Spülflüssigkeit und im Lungenhomogenat assoziiert sind". Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass bei Patienten mit Asthma eine bemerkenswerte inverse Korrelation zwischen den CB1-Rezeptorwerten und der Lungenfunktion besteht.

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• Spastik

Einige Studien haben darauf hingedeutet, dass CBD-Sprays die Spastik bei Patienten verringern können, die an Multipler Sklerose (MS) leiden. Viele MS-Patienten sind mit der Wirksamkeit traditioneller oraler Spastikbehandlungen unzufrieden. Aus diesem Grund werden Cannabinoide als sichere Alternativen für behandlungsresistente Symptome untersucht. Obwohl unklar ist, ob CBD die Spastik der Lungenmuskulatur während eines Asthmaanfalls verringern kann, weisen uns Studien zur Spastik, was zukünftige Forschungen angeht, in die richtige Richtung.

• Eingeschränkte Atemwege

Eingeschränkte Atemwege sind ein wichtiger Aspekt von Asthmaerkrankungen. Eine Studie aus dem Jahr 2015, in der getestet wurde, welche Auswirkungen Cannabinoide auf die Überempfindlichkeit der Atemwege, Entzündungen und Husten haben können, ergab, dass eine Kombination aus THC und CBD bei Meerschweinchen induzierte Lungenkontraktionen beseitigte. Diese Studie vermittelt bestenfalls einen ersten Einblick, wozu CBD in der Lage sein könnte, und weist auch auf das Potenzial hin, dass in der Verwendung von Präparaten mit mehr als einem Cannabinoid liegen könnte.

CBD UND ASTHMA: EINE SICH ENTWICKELNDE BEZIEHUNG

Obwohl es noch zu früh ist, endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, erscheinen die Studienergebnisse zur Interaktion von CBD mit Asthma aus zahlreichen Blickwinkeln vielversprechend. Da gerade weitere klinische Studien beginnen, sollten wir bald eine bessere Vorstellung davon erhalten, ob und wie Cannabinoide wie CBD Asthmatikern das Leben erleichtern könnten.