Main-Lining: Eine interessante Anbaumethode für größere und bessere Erträge


Main-Lining: Eine interessante Anbaumethode für größere und bessere Erträge

Die Welt des Cannabisanbaus ist voller Innovation und Fortschritt. Ständig werden neue Methoden und Techniken entwickelt. Das Hauptziel ist immer dasselbe: Größere und bessere Erträge!

Main-Lining, auch bekannt als Fluxing, ist eine Anbaumethode, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat. Ziel des Main-Linings ist es, auch auf relativ kleinem Raum die größtmögliche Ausbeute zu erzielen. Dies wird durch eine Kombination aus LST (Low Stress Training) und Topping erreicht.

WAS IST MAIN-LINING?

Main-Lining beinhaltet eine starke Manipulation und Formung der Pflanze während der vegetativen Phase. Das Hauptziel dieser Zuchttechnik ist es, Sämlinge dazu zu bringen, einen vielfältigen oder Y-förmigen Stängel zu entwickeln.

Dadurch entsteht ein Zentraler Knotenpunkt für die gleichmäßige Verteilung der Energie von den Wurzeln bis hin zu den Blüten. Der Rest der gesamten Pflanze entwickelt sich von diesem einzelnen Knoten aus. Dieser Prozess wird zum Teil durch Topping erreicht und wird wiederholt, wenn während der vegetativen Phase genug Triebe nachgewachsen sind, wodurch sich die Anzahl der Hauptblütenstände während dieser Phase verdoppelt.

Dies kann sooft wiederholt werden, wie der Züchter es wünscht, im Durchschnitt werden zwischen 4 und 32 Hauptblütenstände gebildet. Das alles hängt aber vom verfügbaren Platz ab.

Apropos Platz! Das ist einer der Hauptvorteile des Main-Linings: Es ist sehr anpassungsfähig und flexibel. Züchter, die nur Zugang zu einem kleinen Schrank haben, können die Technik nutzen, indem sie sich für eine Pflanze mit 4-8 Hauptblütenständen entscheiden. Züchter mit einem großen Zelt oder Freifläche können jedoch das volle Potenzial der Pflanze ausschöpfen und bis zu 32 Hauptblütenstände bilden.

Doch warum sollte man Main-Lining all den anderen bewährten Anbaumethoden vorziehen? Was sind die Vorteile?

VORTEILE DES MAIN-LININGS

VORTEILE DES MAIN-LININGS

Zuerst einmal bringt das Main-Lining wirklich größere Erträge. Die Bildung von Y-förmigen Nodi während des "Trainings" führt zu einer gleichmäßigen Verteilung von Nährstoffen und Energie über die gesamte Pflanze. Das bedeutet, dass jede Cola ziemlich einheitlich in Bezug auf Dichte, Größe und Aussehen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich kleine Popcorn-Buds bilden, ist außerdem sehr gering! Stattdessen bilden alle Blüten atemberaubende Säulen aus hochwertigen, harzigen Blüten.

Da das Main-Lining ein weitläufiges und gleichmäßiges Blätterdach bedeutet, befinden sich alle Blüten in unmittelbarer Nähe zur Lichtquelle. Dies ist ein weiterer Faktor, der zur Gleichmäßigkeit der Blüten beiträgt. Eine solche Ähnlichkeit der Knospen ist für die Züchter sehr vorteilhaft. Zum einen erleichtert es die Handhabung der Pflanze erheblich. Auch das Trocknen, Aushärten und Verarbeiten wird schneller und einfacher. Gleichgroße Blüten speichern eine ähnliche Mengen an Wasser und trocknen und härten mit der gleichen Geschwindigkeit aus, wodurch weniger schief gehen kann.

Eine offene und weitläufige Pflanze bedeutet auch weniger Schimmelgefahr. Der Luftstrom wird verbessert, was auch den Gasaustausch in den Blättern fördert.

Main-Lining bedeutet, dass Du als Grower viel mehr von den Ressourcen erhältst, die Du in Deine Pflanzen investierst. Die gleichen Mengen Nährstoffe, Wasser und Licht können einen viel größeren Ertrag erzeugen als eine unbearbeitete Pflanze. Grower erhalten also, wenn sie Main-Lining anwenden, viel mehr für ihr Geld!

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die schiere Einfachheit. Im Vergleich zu anderen Anbaumethoden ist Main-Lining sehr pflegeleicht. Sobald alles eingerichtet ist, ist es nur noch eine Frage der Wartung des Blätterdachs. Das Endprodukt ist auch optisch schöner als bei herkömmlichen Anbaumethoden. Die schicken, säulenartigen Buds sind für Freunde beeindruckend und für Kunden, die das Produkt kaufen wollen, definitiv attraktiver.

NACHTEILE DES MAIN-LININGS

Wie alles im Leben wären all diese Vorteile ohne Nachteile zu schön, um wahr zu sein. Die Nachteile sind jedoch nicht allzu negativ und reichen nicht aus, um Grower von dieser zuverlässigen und effizienten Methode abzuhalten.

Ein Nachteil des Main-Linings ist die Zeit! Es hängt ein wenig davon ab wie extrem Du Deine Pflanze formen willst! Manche geben ihren Pflanzen einen besonders coolen Look, aber das kann den gesamten Wachstumszyklus der Pflanzen schnell um ein bis zwei Wochen verlängern. Das liegt daran, dass die Pflanzen während des Toppings und LSTs unter Stress stehen und zusätzliche Zeit brauchen, um sich zu erholen und wieder auf Kurs zu kommen.

Auch wenn das im Allgemeinen keine große Sache ist, für kommerzielle Grower kann es einen wichtigen Unterschied machen!

Wegen des zusätzlichen Zeitaufwands lohnt sich Main-Lining nicht bei selbstblühenden Sorten. Autos haben sehr schnelle Wachstumszyklen, und bis die Technik Wirkung zeigt, ist die Hälfte der gesamten Entwicklung schon vorbei. Dies könnte die Gesamterträge beeinträchtigen.

WIE FUNKTIONIERT MAIN-LINING?

Wie funktioniert main-lining?

Warte, bis Deine Pflanze mindestens 5 Nodi gebildet hat. Wenn das der Fall ist, kappst Du die Pflanze über dem dritten Blattknoten. Entferne alle Triebspitzen unterhalb des dritten Nodus. Dadurch entsteht die gewünschte Y-Form. Gib Deiner Pflanze ein paar Tage Zeit, um sich von diesem Stress zu erholen, bevor Du zum nächsten Schritt übergehst.

Deine Pflanze hat nun 2 Haupttriebe. Diese sollten mit einer geeigneten Schnur oder einem Draht runtergebunden werden. Dies wird das Wachstum in die Breite lenken. Sei dabei sehr vorsichtig und achte darauf, keinen Ast abzubrechen!

Nach ein wenig Zeit hast Du dann 4 Haupttriebe. Dieser Vorgang kann dann beliebig oft wiederholt werden, was zu höheren Erträgen führt. Behalte aber im Hinterkopf: Je öfter Du diesen Vorgang wiederholst, desto länger dauert die vegetative Phase.

Sobald Du die gewünschte Menge an Teilungen erreicht hast, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Du Deine Ernte an gleichförmigen Buds einfahren kannst. Regelmäßiges, leichtes Ausdünnen der Pflanzen während des gesamten Wachstumszyklus sorgt auch für eine ausreichende Lichtverteilung und verhindert, dass die Pflanzen Energie auf große, nicht unbedingt benötigte Fächerblätter verschwenden. Entferne diese Blätter, wenn es zu eng wird.