Der Rechtliche Status Von Marihuana In Israel


Der Rechtliche Status Von Marihuana In Israel

Israel hat ganz klar den Weg zur Freiheit des Freizeitkonsums von Cannabis eingeschlagen – den medizinischen Gebrauch hat man jetzt bereits ziemlich umfassend in der Tasche. Also, verspürst Du das Bedürfnis, in diesen sehr heiligen Teil der Welt zu reisen? Willst du den "Vater des THC" treffen?

Aus welchem Grund auch immer Du Israel besuchst - Du wirst auch im Land der Cannabinoide landen. Der Mann hinter der modernen medizinischen Bewegung kommt aus diesem Land. Das früheste medizinische Cannabisprogramm der Welt wurde hier gestartet.

Dessen ungeachtet wirst Du (noch) keine Canna-Cafés in Tel Aviv finden.

MEDIZINISCHEM MARIHUANA IN ISRAEL

Israel gebührt die Auszeichnung, im Wesentlichen der Vorreiter für die gesamte medizinische Bewegung gewesen zu sein. Dr. Raphael Mechoulam, ein israelischer Forscher, entdeckte THC. Diese Tat hat er mit der nachfolgenden Entdeckung des Endocannabinoid-Systems noch übertroffen. Mit anderen Worten, gibt es das "medizinische Programm" hier schon lange.

Um die Jahrtausendwende setzte eine erneute Vorwärtsbewegung ein. Im Jahr 2008 begann die israelische Regierung medizinische Versuche mit Soldaten. 2014 fand diese Entwicklung ihre Fortsetzung: 15 israelische Familien mit kranken Kindern drohten damit, nach Colorado auszuwandern, falls das Medikamentengesetz nicht geändert würde.

Noch einmal drei Jahre später und die Dinge entwickeln sich weiterhin positiv. Es werden Pläne für die flächendeckende Verteilung durch nationale Drogerien ausgearbeitet. Vor allem amerikanische Unternehmen strömen ins Land. Ihr Ziel? Mit bahnbrechenden Canna-Pharmaunternehmen und -Forschern zusammenzuarbeiten.

CANNABIS FÜR FREIZEITZWECKE IN ISRAEL

Das medizinische Programm ist hier verantwortlich für das Anschieben aller anderen Arten von Reformen. Bis Anfang 2017 war Marihuana für den persönlichen Gebrauch jedoch noch technisch illegal. Das hat sich nun geändert. Nunmehr kann Dir das Rauchen in der Öffentlichkeit eine kleine Geldstrafe einbringen. Falls man Dich weiterhin erwischt, wirst Du Dich in einer Beratung wiederfinden.

Doch das ist erst der Anfang. Wie überall sonst auf der Welt, wissen auch die Israelis die Möglichkeiten einer wertvollen Marktfrucht zu schätzen. Andere weltweite Entwicklungen beeinflussen den Markt hier im Inland.

Erstmalig in diesem Jahr (2017) begann die israelische Regierung auch über den Export der eigentlichen Pflanze zu sprechen. Dies steht dem Export der im Land entwickelten hochtechnologischen Anbautechniken und Samen entgegen. Dies war bereits der erste Schritt zur vollständigen und endgültigen Reform.

Die Cannabisreform in der Start-up-Nation erregt bereits die Unternehmer des Landes. Israelis erkennen einen explodierenden neuen Markt schon von weitem. Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre wird jedes große Start-up-Gründungszentrum im Land mindestens ein Cannabis-Start-up umfassen.

Israel behandelt Cannabiskonsum als öffentliche Gesundheitsfrage – und nicht als Verbrechen. Aus diesem Grund kann Dir ab diesem Jahr das Folgende passieren, falls Du mit Weed in der Tasche erwischt wirst:

Das erste Vergehen kostet Dich 1.000 Schekel (ca. 250 Euro). Das zweite Mal fällt die Buße doppelt so hoch aus. Außerdem wirst Du zu einer Beratung geschickt. Falls Du Dich ein viertes Mal erwischen lässt, stehen wahrscheinlich ein paar Tage im Gefängnis an. Das heißt, die Behörden tun alles, was sie können, um genau dies zu verhindern. Du wirst mit anderen Worten für das Rauchen in der Öffentlichkeit nur dann eingelocht, wenn Du es bewusst darauf anlegst.

Marihuana ist auf gutem Wege, vollends legal, wenn nicht sogar koscher, zu werden. Bleib dran. Die Dinge bewegen sich schnell. Israel liefert sich derzeit ein Rennen mit Kanada, in dem es um die Verfügbarkeit von Cannabis in öffentlichen Drogerien geht. Freue Dich auf hochwertige Produkte, die Dich in Kürze aus den Socken hauen werden. Das wird die Legalisierung weiter voranbringen als jedes Vernunftargument.

UNTERSTÜTZE REGIONALE LEGALISIERUNGSGRUPPEN IN ISRAEL

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Legalisierung im Grunde genommen eine ziemlich sichere Sache. Was die medizinische Seite angeht, gibt es hier eine riesige Industrie. Das Start-up-Ökosystem beginnt zu sprießen.

Anstatt für die Regierung oder für ein von einem Kibbuz initiierten Start-up zu arbeiten, gibt es jedoch auch ein paar gemeinnützige Organisationen, die versuchen, globale Verbindungen zu knüpfen und die Branche wachsen zu lassen.

Schau Dir für den Anfang I-Cann an. Sie fangen an, Konferenzen in ganz Europa abzuhalten. Dies sind immer großartige Gelegenheiten, um interessante Leute zu treffen und eine Ahnung davon zu bekommen, wer in diesem Bereich wichtig ist.