Der rechtliche Status von Marihuana in Italien


Der rechtliche Status von Marihuana in Italien

Italien, die Heimat der "echten" Pizza, des fabelhaften Weines und der venezianischen Kanäle, ist der Ort für gehobene Kultur. Gegenwärtig ist es aber auch ein ziemlich heißer Ort für die Cannabisreform. Auch wenn das Ganze eher einer Achterbahnfahrt gleicht.

Die Dinge bewegen sich hier im Jahr 2017. Italien könnte sogar der nächste legale Cannabismarkt für Erwachsene in der EU werden. Allerdings steht das noch auf der Kippe.

MEDIZINISCHEM MARIHUANA IN ITALIEN

Medizinisches Marihuana selbst ist in Italien ebenso legal wie Pharmaprodukte. Die italienische Armee hat 2016 begonnen, die ersten medizinischen Pflanzen anzubauen. Das Programm scheint zuverlässig medizinisches Cannabis zu liefern.

Darüber hinaus gibt es eine eindeutig florierende Szene für medizinisches Marihuana. Das erste Cannabiscafé für Patienten wurde im vergangenen Herbst in Rom eröffnet.

FREIZEITCANNABIS IN ITALIEN

Obwohl Cannabis in Italien sehr verbreitet ist und das Land eine eher tolerantere Haltung gegenüber Cannabis einnimmt, ist jeglicher Besitz von Cannabis hier technisch gesehen noch illegal. Man könnte sagen, dass es in der Praxis fast entkriminalisiert ist.

Im Jahr 2014 verabschiedete das Parlament einige Gesetze, die Strafen für Ersttäter fast vollständig abschaffen, sowie die Strafen für Wiederholungstäter reduzieren. Allerdings wird nicht genau bestimmt, was unter einer angemessenen Menge an Cannabis für den persönlichen Gebrauch zu verstehen ist und deshalb kannst Du immer noch in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Grundsätzlich bedeutet dies, dass die Polizei Dich reinlegen kann, wenn sie will.

Es gibt auch weiterhin Anstrengungen hinsichtlich der Legalisierung von Freizeitcannabis, die aus verschiedenen Richtungen kommen. Die erste betrifft die öffentliche Gesundheit. Im zweiten Fall geht es darum, wie man den Schwarzmarkt trocken legen könnte. In diesem Fall ist dies die Mafia.

Leider scheint es derzeit so, als sei die Reform auf Bundesebene steckengeblieben.

Einzelpersonen, die mit kleinen Mengen erwischt werden, kommen normalerweise mit einer einfachen Verwarnung davon. Verkaufe hier nichts. Wer beim Dealen erwischt wird, muss mit einer Gefängnisstrafe, sowie mit einer Geldstrafe von bis zu 75.000€ rechnen.

Drogenstrafen für Cannabis fallen weniger hart aus als früher. Außerdem macht man einen Unterschied zwischen weichen und harten Drogen. Man kann sich aber immer noch genug Ärger einhandeln, den kein Mensch braucht.

Ja. Gesetzesänderungen werden von den Bundesgesetzgebern wieder in Betracht gezogen, um die Nutzung von Freizeitcannabis durch Erwachsene formal zu legalisieren. Am nächsten kam man dem vergangene Weihnachten. In diesem Jahr geriet die Angelegenheit dann wieder in Schwierigkeiten.

UNTERSTÜTZE REGIONALE LEGALISIERUNGSGRUPPEN IN ITALIEN

Nimm Kontakt mit der Radicali-Italiani-Bewegung auf, die an der Spitze der Bewegung zur Durchsetzung der Reformgesetzgebung im italienischen Parlament steht.

http://www.radicali.it/