Wie Du Deinen Cannabisgarten vor Tieren schützt


Wie Du Deinen Cannabisgarten vor Tieren schützt

Obwohl wir höchstwahrscheinlich die einzigen Lebewesen sind, die Cannabis wegen seiner psychoaktiven Eigenschaften nutzen, betrachten viele Tierarten diese frischen und florierenden Pflanzen als leckeren und nahrhaften Snack. Und dass Dein Cannabisgarten von Tieren zerstört wird, ist mit Sicherheit das Letzte, was Du willst.

Sowohl im Innenbereich als auch im Freien können die Pflanzen einer Vielzahl verschiedener Tiere zum Opfer fallen, wobei der Anbau im Freien natürlich weitaus gefährdeter ist. Wenn es um mögliche Gefahren für Cannabispflanzen geht, fallen einem wohl zuerst kleine Schädlinge wie Blattläuse und Miniermotten als die üblichen Verdächtigen ein. Allerdings sollte man ebenso Abwehrmaßnahmen gegen viel größere Tierarten ergreifen. Hirsche, Nagetiere, Maulwürfe, Füchse bis hin zu Deinen Haustieren können Deine Pflanzen schädigen; und zwar so sehr, dass ihre Größe und die Qualität der Erträge beeinträchtigt wird.

Im Folgenden findest Du einige Tipps, wie Du Deine Pflanzen vor bestimmten Tierarten schützen kannst.

NAGETIERE

Ratten sind äußerst fruchtbare Tiere, die sich rasch vermehren und große Würfe zur Welt bringen. Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise können sie in Gebäude eindringen und dort lange Zeit unbemerkt bleiben, während sie sich unbemerkt immer weiter vermehren. Ratten haben aber nicht nur im Freien leicht Zugang zu Cannabispflanzen, sondern können sich auch schnell an Pflanzen heranmachen, die drinnen angebaut werden, und zwar insbesondere in städtischen Umgebungen, wo ihre Population normalerweise sehr groß ist.

Anstatt auf Anzeichen zu warten und somit Schäden an Deinen Pflanzen zu riskieren, ist es die bessere Strategie, von vornherein dafür zu sorgen, dass Deine Anbauumgebung sicher ist. Falls Du der Meinung bist, dass Dein Risiko, von Nagetieren heimgesucht zu werden, relativ gering ist, dürfte es reichen, einfach alle Zugangspunkte in Deinem Grow Room und in Deine Wohnung zu reduzieren oder sie ganz zu beseitigen. Überprüfe den Umkreis Deines Grow Rooms und prüfe ebenso gründlich, ob sich irgendwo kleine Löcher oder Risse zeigen, die Ratten eventuell Einlass gewähren. Du könntest diese Schlupflöcher mit Silikon oder anderen Dichtungsmaterialien abdichten.

Falls die Ratten jedoch bereits einen Weg in Deinen Grow Room gefunden haben, wird dies durch Kot auf dem Boden und eventuell durch kleine Knabberstellen an Blättern und Stielen sichtbar. In diesem Fall ist es immer noch am besten, zuerst die Umgebung zu sichern. Danach kannst Du Fallen aufstellen, um die Eindringlinge zu entfernen und zu verhindern, dass weitere Schäden entstehen.

Du kannst tiergerechte Fallen verwenden, um die Nagetiere lebend zu fangen und sie dann auszusetzen. Sollten jedoch zu viele Nager in der Nähe sein, kann das bedeuten, dass es für Dich nicht in Frage kommt, sie am Leben zu lassen. In solchen Fällen kannst Du auch tödliche Fallen aufstellen. Einige Grower entscheiden sich auch dafür Gift auszulegen, um die Anzahl der Ratten zu reduzieren. Dies ist jedoch keine besonders umweltfreundliche Option.

Grower in ländlicheren Gegenden könnten ebenso in Betracht ziehen, sich eine Katze zuzulegen, um Mäuse erfolgreich verjagen zu können. Zwar kommt es gelegentlich vor, dass auch Katzen Cannabisblätter anknabbern, sie verursachen jedoch generell weniger Schaden als eine große Ratteninvasion. Du kannst Netze einsetzen, um Schäden durch Katzen zu verhindern, aber solche Netze werden Ratten leider nicht fernhalten.

HIRSCHE UND REHE

Hirsche und Rehe bilden das gegenüberliegende Ende des Größenspektrums. Diese majestätischen Lebewesen sind ein großartiger Anblick. Wer das Glück hat, einen Garten am richtigen Ort zu besitzen, wird häufig einen Blick auf diese Tiere werfen können. Dies bringt jedoch einen großen Nachteil mit sich: Rot- und Dammwild frisst jeden Tag große Mengen Pflanzen, und Anblick und Geruch von Cannabisblättern sind möglicherweise zu verlockend, um ihnen zu widerstehen.

Die erste Verteidigungsmaßnahme gegen Wild besteht darin, relativ hohe Zäune um den Garten herum zu ziehen, um zu verhindern, dass die Tiere Gartenbeete zertrampeln und Pflanzen vernichten. Als zusätzliche Verteidigung können über den Pflanzen Netze gespannt werden, falls die Rehe übermütig werden sollten und lernen, über die Zäune zu springen. Und wer es mit besonders mutigen Rehen zu tun hat, muss möglicherweise noch weiter aufrüsten und einen elektrischen Zaun errichten.

Ebenso kannst Du automatische Systeme installieren, die Hirsche und Rehe effektiv abwehren. Hier wären Bewegungsmelder oder Sprinkleranlagen zu nennen, die dann in Aktion treten, wenn das Wild zu nah an den Garten herankommt.

Diese Techniken sind übrigens auch wirksam gegen Wildschweine.

MAULWÜRFE

Maulwürfe sind die Meistergräber der Natur. Diese unterirdischen Säugetiere setzen ihre überproportional großen Vorderläufe und Krallen ein, um sich unterirdisch fortzubewegen. Falls ihnen dabei zufällig die Wurzeln Deiner Cannabispflanzen in die Queere kommen, können sie großen Schaden anrichten. Da die Gesundheit der Wurzeln von wesentlicher Bedeutung für die Nährstoff- und Wasseraufnahme ist, wird jeder Wurzelschaden die allgemeine Gesundheit der Pflanzen beeinträchtigen. Maulwürfe kommen gelegentlich an die Oberfläche und werfen dabei kleine Erdhügel auf. Diese Maulwurfshügel sind definitiv ein verräterischer Hinweis auf ihre Anwesenheit.

Als Gegenmaßnahme kann man Fallen in ihren Tunneln aufstellen, um sie aus dem Garten zu entfernen. Lebendfallen sollten mehrmals am Tag überprüft werden. Wenn Du einen Maulwurf in einer Falle findest, lass ihn möglichst weit von Deinem Anbau entfernt wieder frei. Es gibt Berichte, wonach Euphorbia lathyris, eine Pflanze, die als Maulwurfskraut bekannt ist, die kleinen Insektenfresser vertreiben kann, indem sie einen Duft an den Boden abgibt, den die Tiere als so unangenehm empfinden, dass sie weiterziehen. Alle Teile dieser Pflanze, die auch einen Milchsaft produziert, sind giftig.

KANINCHEN

Obwohl sie niedlich sind, können Kaninchen einem Garten erheblichen Schaden zufügen. Sie graben gerne und können Löcher in den Rasen oder in Gartenbeete buddeln. Sie haben das Potenzial, den Boden um die Basis Deiner Pflanzen herum zu zerstören und möglicherweise die Wurzeln und den Hauptstamm zu beschädigen.

Zur effektiven Abwehr von Kaninchen kannst Du Zäune oder Netze einsetzen. Falls sie es doch irgendwie schaffen, in den Garten einzudringen, kannst Du wieder Fallen aufstellen, um die Nager dann später weit entfernt wieder auszusetzen.

FÜCHSE

Füchse sind allesfressende Säugetiere von mittlerer Größe, die mit Wölfen und Schakalen eine Familie bilden. Sie sind eher dafür bekannt, kleinere Nutztiere zu reißen, können sich aber auch zum Problem für Gärtner entwickeln, wenn sie Pflanzen zertrampeln oder im Garten graben. Es lässt sich einfach feststellen, ob Füchse im Garten waren, denn sie hinterlassen Exkremente und einen sehr stark riechenden Urin.

Sich gegen Füchse zu wehren, ist dagegen weniger einfach. Ihr flinkes Wesen erlaubt ihnen, Zäune problemlos zu überwinden. Die meisten Grower werden deshalb präventive Maßnahmen ergreifen müssen. Sorge dafür, dass Du alle Löcher, die sie gegraben haben, wieder zuschüttest, damit sie nicht auf die Idee kommen, dort eventuell einen Fuchsbau einzurichten.