Amsterdamer Coffeeshops: 15 Tipps für deinen ersten Besuch


Amsterdamer Coffeeshops: 15 Tipps für deinen ersten Besuch

Amsterdam ist wie das Mekka für Cannabisfreunde. Die lockere Einstellung des Landes bezüglich Cannabis und die ikonische Cannabiszene erzeugen eine wirklich einzigartige Erfahrung, die fast jeder rekreationelle Cannabisnutzer erleben sollte.

Doch wie sollte man sich in einem Coffeeshop verhalten? Wie ist es tatsächlich um die Weed-Kultur in den Nierdelanden bestestellt und wie kannst Du sicher stellen, die lokalen Umgangsformen zu wahren und gleichzeitig Spaß zu haben? Lies diese 15 einfachen Tipps für Deinen ersten Besuch in einem amsterdamer Coffeeshop.

Amsterdamer Coffeeshops: 15 Tipps für deinen ersten Besuch

CANNABISGESETZE IN DEN NIEDERLANDEN VERSTEHEN

Bevor wir uns mit den Tipps zu Deinem ersten Besuch im Coffeeshop befassen, gilt es die rechtlichen Aspekte des Cannabiskonsums in den Niederlanden zu analysieren.

Kurz: Es ist vollkommen legal, Cannabis in Coffeeshops zu kaufen und zu konsumieren (vorausgesetzt der Coffeeshop erlaubt den Konsum in oder nahe der Verkaufsräume). Jedoch operieren Coffeeshops technisch betrachtet in einer Grauzone, denn die Lieferanten dürfen Weed weder anbauen noch verkaufen. Das betrifft den Nutzer jedoch nicht wirklich.

Es ist technisch illegal, Cannabis an öffentlichen Orten zu konsumieren, aber dieses Gesetz wird nur selten überwacht. Solange Du auf dem Teppich bleibst, Dich benimmst und unnötige Aufmerksamkeit vermeidest, werden die meisten Menschen Dir keine Beachtung schenken, entscheidest Du Dich dafür, auf der Straße oder im Park einen durch zuziehen.

Andere "sanfte Drogen" wie Magic Truffles (eine psychedelische Droge, aus traditionellen Psilocybinpilzen), Peyote und Salvia werden in sogenannten "Smartshops" verkauft. Kauf und Besitz dieser Substanzen ist ebenfalls legal.

1. WEED WIRD NUR IN COFFEESHOPS VERKAUFT

In Amsterdam werden Läden, die Weed verkaufen, Coffeeshops genannt. Diese sind nicht zu verwechseln mit Cafés oder Kaffeehäusern! Bei Cafés handelt es sich um gewöhnliche Bars, während Kaffeehäuser Einrichtungen sind, in denen - Du weißt es bereits - Kaffee verkauft wird.

Es gibt hunderte Coffeeshops in und um Amsterdam, in denen Touristen und Einwohner gleichermaßen legal Cannabis erwerben können. Du kannst jedoch keine Wegweiser erwarten, Die Dich zur Quelle von Joints und Brownies führen, denn die Bewerbung von Cannabis ist illegal in den Niederlanden. Stattdessen halte ausschau nach dem Wort "Coffeeshop", das auf die Ladenscheiben gedruckt ist. Im Zweifelsfall wendest Du Dich am besten an einen Einwohner, wenn Du nicht weiter kommst.

Und ganz wichtig: Kaufen nie nie nie (!) Cannabis von einem Straßendealer. Nu der Verkauf im Coffeeshop ist legal. Mit allem anderen machst Du Dich strafbar und erhältst eventuell mindere Qualität.

2. NIMM DEINEN AUSWEIS MIT

Um in einen Coffeeshop gelassen zu werden, musst Du 18+ Jahre alt sein. Coffeeshops werden rechtlich dazu angehalten, das Alter ihrer Besucher zu kontrollieren. Daher wirst Du in vielen Shops nach Deinem Ausweis gefragt. Sofern Du nicht aussiehst wie 80, solltest Du Deinen Ausweis nicht zu Hause liegen lassen. Andernfalls kann es Dir passieren, dass Du nüchtern nach Hause gehst.

3. STUDIERE STETS DAS MENÜ UND STELLE FRAGEN

Bist Du einmal in einem Coffeeshop, frage nach dem Menü, auf dem Du nachlesen kannst, welches Weed angeboten wird. Coffeeshop-Menüs sind nicht besonders detailliert in Amsterdam (sie listen generell nur den Namen des Produktes), geben Dir jedoch einen ersten Überblick.

Wegen der Werbeverbote für Cannabis, tendieren Coffeeshops dazu, ihre Menükarten am Verkaufstresen zu halten. Manche befinden sich sogar hinter einer Glasscheibe. Wenn Du ein herumfliegendes Menü findest, dann frag immer erst höflich, bevor Du es an Dich nimmst, denn manche Shops nehme die Verbote sehr ernst.

Wenn Du nach den Studium des Menüs noch zusätzliche Informationen benötigst, warte nicht damit, Dich mit Deinen Fragen an den sogenannten Budtender zu richten. Das Personal in Coffeeshops ist für gewöhnlich sehr freundlich und man wird Dir gerne bei Deinen Fragen behilflich sein. Mit Hilfe des Budtenders wirst Du die für Dich perfekte Sorte finden.

4. FERTIGE JOINTS IN AMSTERDAM BEINHALTEN TABAK

In Europa ist es eine weit verbreitete Technik, Cannabis mit Tabak zu mischen. Die meisten Coffeeshops in Amsterdam werden vorgerollte Joints anbieten. Diese enthalten, sofern nicht anders angeboten, Tabak.

Wenn Du den reinen Rauchgenuss bevorzugst, frage nach einem reinen Joint. Wenn Du diese nicht auf dem Menü findest, dann kaufst Du am besten Blüten und baust Dir Deine eigene Tüte. Die meisten Coffeeshops werden Dich mit kostenlosen Papers und Tipps versorgen, mit denen Du Deinen Joint bauen kannst. Alternativ kannst Du Markenpapers für kleines Geld kaufen.

5. WEIßT DU NICHT, WELCHE SORTE DU KAUFEN SOLLST, SPRICH MIT DEM BUDTENDER

Wenn Du Dich mit Cannabis nicht auskennst, selten rauchst oder einfach seit längerer Zeit nicht mehr in den Genuss gekommen bist, empfehlen wir Dir, Dich an den Budtender zu wenden. Dieser wird eine für Dich passende Sorte empfehlen können.

Denk dran: Die Niederlande (insbesondere Amsterdam) sind Heimat einiger der ikonischsten Samenbanken der Welt. Diese Samenbanken werden von erfahrenen Züchtern geleitet, die es geschafft haben, einige der potentesten Cannabissorten zu kreieren, die der Markt derzeit zu bieten hat. Ihre THC-Gehälter erreichen nicht selten die 20%-Marke oder überschreiten diese.

Um zu vermeiden, dass Du eine Sorte kaufst, die zu stark für Dich ist, empfehlen wir Dir, Dich vorher mit dem Budtender zu beraten. Dieser wird die passende Sorte für dich finden. Weißt Du nach dem Gespräch mit dem Budtender immer noch nicht, was Du erwerben willst, raten wir Dir, Dich an eine Sativakreuzung zu halten.

Cannabis sativa sind dafür bekannt, dass sie energetische und erhebende zerebrale Effekte herbeiführen. Indicas auf der anderen Seite tendieren zu einem stärkere Körper-Stoned, mit dem manche unerfahrene Nutzer überfordert sein könnten.

6. GO ORGANIC!

Organisch angebautes Cannabis (wir nennen es Bio) bahnt sich seinen Weg in die Regale der meisten qualitativen Coffeeshops in Amsterdam. Das sind gute Nachrichten für Nutzer, die Sorten vermeiden wollen, die auf Basis chemischer Dünger gezüchtet wurden und unter Verwendung von Pestiziden und Herbiziden.

Während es immer eine gute Idee ist, den Cannabismarkt skeptisch zu betrachten, kannst Du jedoch immer mit den Budtendern der Coffeeshops sprechen, um herauszufinden, ob sie vernünftiges Bio-Weed im Angebot haben.

GO ORGANIC!

7. UNTERSUCHE DEIN WEED VORM RAUCHEN

Hast Du endlich eine Entscheidung bezüglich Deines bevorzugten Rauchgenusses getroffen, stelle sicher, dass Du das Weed vor dem Kauf gründlich untersuchst. Obwohl Amsterdam weltweit als die Cannabishauptstadt bekannt ist und man hier durchaus das beste Cannabis finden kann, schaffen es immer wieder niedere Qualitäten in die Ladentheken der Coffeshops.

Stelle daher sicher, dass Du dein Zeug immer erst begutachtest, bevor Du es kaufst. Stelle sicher, dass es Deinen Standards gerecht wird. Als Anfänger können wir Dir ein paar einfache Punkte mitgeben, anhand derer Du gutes von schlechtem Weed unterscheiden kannst:

  • Viele Trichome. Diese zeigen sich als kleine feine weißé Kristalle, die den gesamten Nug umhüllen sollten.
  • Gut bearbeitete Blüten ohne unnötige Stängel und ohne Samen.
  • Ein starkes und scharfes Aroma. Neuere Sorten können sehr gehobene Aromaprofile haben, die alles von frischer Pinie bis hin zu Dieselkraftstoff und sogar Käse vorweisen können.
  • Guter Feuchtigkeitsgehalt. Deine Buds sollten natürlich nicht nass sein, aber staubtrocken sollten sie auch nicht sein. Sie sollten sich leicht schwammig anfühlen und sollten nicht hat sein oder brechen, wenn Du sie zwischen die Finger nimmst.

8. FALLE NICHT AUF TOURISTENFALLEN REIN

Wie bereits erwähnt ziehen die lockere Politik bezüglich Cannabis und anderer "weicher Drogen" tausende von Touristen aus allen Ecken der Erde an. Leider führt der übermäßige Tourismus dazu, dass Coffeeshops am Markt bestehen können, die schlechtes Weed an ahnungslose Menschen verkaufen und das noch zu viel zu hohen Preisen.

Wenn möglich sprich mit freundlichen Einheimischen und bitte sie nach ihren Empfehlungen für die besten Coffeeshops der Stadt. Steht dies nicht zur Option, findest Du hunderte von Coffeeshops über die gesamte Stadt verteilt.

Die meisten ihrer Produkte sind nicht exklusiv, was bedeutet, dass Du sie in mehreren Shop findest. Bist du mit den Preisen oder der Qualität eines Shops nicht einverstanden, gehe einfach eine Straße weiter zum Nächsten.

9. FRAG IMMER; BEVOR DU DIR EINEN ANZÜNDEST

Die meisten Coffeeshops in Amsterdam haben eine spezielle Fläche zum Rauchen von Cannabis. Manche erlauben es dir sogar, im gesamten Shop zu rauchen. Andere wiederum erlauben das Rauche nicht. Um sicher zu gehen, ist es am besten, wenn Du vor dem Anzünden Deines Weeds das zuständige Personal um Erlaubnis fragst.

10. VERSUCH DICH AN ESSWAREN ODER EINEM VERDAMPFER

Esswaren, die mit Cannabis versehen werden, sind eine tolle Methode, die Wirkung von Cannabis herbeizuführen. Das gilt besonders dann, wenn Du Dir beim Rauchen Sorgen um Deine Gesundheit machst.

Die meisten Coffeeshops verkaufen sogenannte "Space Cakes", die für gewöhnlich aus einem Stück Shoko-Brownie bestehen, der mit Cannabis verfeinert wurde.

Wenn Du mit Edibles experimentierst, ist es wichtig, zu wissen, dass Du viel stärkere Dosen THC zu Dir nimmst verglichen mit dem Rauchen oder Verdampfen von Cannabis.

Zusätzlich kann es bis zu einer Stunde dauern, bis das verspeiste Cannabis seine Wirkung zeigt. Es ist also wichtig, es nicht zu übertreiben und erstmal nur die Hälfte zu essen. Warte anschließend rund 45 Minuten auf die Wirkung und entscheide dann, ob Du die zweite Hälfte auch noch verträgst.

Verdampfen ist eine weitere trendige Methode des Cannabiskonsums, die manche amsterdamer Coffeeshops schnell adaptiert haben. Wenn Du das Verdampfen mal ausprobieren möchstest, frag nach leihbaren Verdampfern.

Verdampfer sind gebaut, um die Cannabinoide und Terpene aus dem Pflanzenmaterial zu trennen, ohne es dabei verbrennen zu müssen. Dadurch entsteht ein Dampf, der höhere Dosen THC und anderer Stoffe, die man in der Cannabispflanze findet, enthält und frei von schädlichen Stoffen ist, die Krebs erzeugen können und durch das klassische Rauchen inhaliert werden.

11. NIEMALS CANNABIS AUF LEEREN MAGEN KONSUMIEREN

Stelle immer sicher, dass du etwas isst, bevor Du anfängst, Cannabis zu rauchen. Das gilt besonders dann, wenn Du Dich für Cannabis-Esswaren entscheidest. Viele Menschen erleben Cannabis umso stärker, wenn sie es auf leeren Magen konsumieren. Edibles funktionieren daher für die Meisten am besten, wenn man vorher schon etwas gegessen und getrunken hat.

Glücklicherweise bieten die meisten Coffeeshops Snacks und alkoholfreie Getränke an wie hausgemachte Säfte, Sandwiches, Kuchen und eine Vielzahl anderer Produkte.

Denke auch daran, ausreichend zu trinken. während Du Cannabis konsumierst. Verhindere den zusätzlichen Konsum von Alkohol. Während es Coffeeshops verboten ist, Alkohol auszuschänken, sind die meisten Bars raucherfreundlich, was bedeutet, dass es dort sehr einfach ist, die beiden Laster miteinander zu verbinden.

12. NIMM BARGELD MIT

Leider akzeptieren nicht alle Coffeeshops Kredit- oder EC-Karten. Stell daher sicher, dass Du genug Cash dabei hast. Der durchschnittliche Preis für Weed in Amsterdam liegt bei 10-12€/Gramm. Joints werden gewöhnlich für 5€ verkauft.

NIMM BARGELD MIT

13. NIMM DEINE PFEIFE/BONG MIT

Wenn du es bevorzugst, durch eine Bong oder Pfeife zu rauchen, nimm am besten Deine eigene mit. Die meisten Coffeeshops verkaufen erstaunlicherweise keine Geräte zum Konsum von Cannabis.

Glücklicherweise gibt es entlang der Straßen Amsterdams eine Vielzahl Headshops, in denen Du Bongs und Pfeifen zu angemessenen Preisen erstehen kannst.

14. NIMM NIEMALS ALKOHOL ODER ANDERE DROGEN MIT IN EINEN COFFEESHOP

Wie wir bereits erwähnt haben ist es Coffeeshops nicht erlaubt, Alkohol auszuschänken. Das bedeutet auch, dass der Konsum von Alk in den Shops selber nicht erlaubt ist.

Ebenfalls solltest Du wissen, dass, obwohl man in Amsterdam ganz hervorragend Party auf Drogen machen kann, es verboten ist, eigene Drogen mit in den Coffeeshop zu bringen. Mit Drogen meinen wir alles, was kein Cannabis ist.

Harte Drogen sind in den Niederlanden verboten und sind ein guter Grund für die Polizei, einen Coffeeshop dicht (Wortwitz) zu machen. Und wieder: Mit harten Drogen meinen wir alles, was kein Cannabis ist.

Lasse also Deine Pillen, Beutel oder was auch immer Du sonst so dabei hast zu Hause, wenn Du einen Coffeeshop betrittst, denn die Polizei kontrolliert sporadisch die Shop und durchsucht sie nach Drogen. Du wirst sicherlich nicht die Person sein, die dafür verantwortlich ist, dass ein Coffeeshop geschlossen wird.

15. HAB' SPAß!

Das Wichtigste bei Deinem Besuch in den amsterdamer Coffeeshops ist, dass Du Spaß hast. Nehme die gesamte einzigartige Energie und Atmosphäre des Ortes Deiner Wahl in Dich auf. Dafür musst Du nicht zwingend Cannabis rauchen; es ist vollkommen in Ordnung, wenn Du nur einen Kaffee, Saft oder einen leichten Snack genießt - immer entspannen!