Könnte CBD Allergie-Symptome lindern?


Könnte CBD Allergie-Symptome lindern?

Allergien sind nicht lustig. Sie haben viele verschiedene Auslöser und bewirken unterschiedliche Symptome, aber allen liegt derselbe Katalysator zugrunde: eine Überreaktion des Immunsystems als Antwort auf bestimmte Substanzen. Sie erscheinen vielen vielleicht nur wie ein Ärgernis, doch allein in den USA sind jährlich über 50 Millionen Menschen von Allergien betroffen. Dort stellen sie die sechsthäufigste Ursache für chronische Erkrankungen dar.

HÄUFIGE ALLERGIEN

Es gibt unzählige verschiedene Arten von Allergien, einschließlich Reaktionen auf Staub, bestimmte Lebensmittel, Medikamente, Haustiere, Schimmel und Latex.

Zu den häufigsten Allergien gehört die allergische Rhinitis, die man auch als Heuschnupfen kennt. Dieses Leiden betrifft ungefähr 8% der über 18-Jährigen in den USA. Im schlimmsten Fall kann ein Heuschnupfen Deinen Sommer völlig ruinieren, aber wenn Du Glück hast, musst Du nur niesen und husten.

Falls Du während der Frühlings- und Sommermonate beim Wandern schniefen musst, leidest Du wahrscheinlich an Heuschnupfen. Aber es ist nicht nur Pollen, der diese Reaktion hervorruft. Auch Haushaltsprodukte wie Wasch- und Reinigungsmittel können die Allergie auslösen.

Antihistaminika und abschwellende Mittel sind die wichtigsten konventionellen Behandlungsformen bei Heuschnupfen – aber was ist mit CBD?

In diesem Artikel werden wir uns eingehender mit den Charakteristika des Heuschnupfens befassen und untersuchen, inwiefern CBD für diejenigen von Nutzen sein kann, bei denen Symptome auftreten.

WAS IST HEUSCHNUPFEN?

Der Heuschnupfen führt zu einer langen Liste von Symptomen. Dazu gehören eine laufende und verstopfte Nase, Niesen, Husten, Müdigkeit, eine juckende Nase und geschwollene Augen. Aber was verursacht diese unangenehmen Symptome?

Im Wesentlichen ist es der Körper selbst, der sich all dies antut. Diese Symptome treten nämlich auf, wenn das Immunsystem eine bestimmte Substanz fälschlicherweise als Bedrohung interpretiert.

Um den Körper zu schützen, produziert das Immunsystem Antikörper – spezialisierte Blutproteine ​​zur Bekämpfung von Infektionen. Das Immunsystem erzeugt diese spezifischen Substanzen, wenn es zum ersten Mal auf bestimmte Antigene (Toxine) trifft, und setzt sie jedes Mal erneut frei, wenn dasselbe Toxin in den Körper gelangt.

Bei Heuschnupfen bildet das Immunsystem Antikörper gegen Allergene wie Baumpollen, Gräserpollen, Hausstaubmilben, Pilzsporen und andere äußere Reizstoffe.

Der erste Kontakt mit diesen Substanzen löst beim Immunsystem noch keine Reaktion aus. Es braucht Zeit, um sie kennenzulernen und herauszufinden, wie sie in einem als Sensibilisierung bezeichneten Prozess beseitigt werden können. Sobald der Körper eine Sensibilität entwickelt hat, startet er jedes Mal einen Antigen-Angriff, wenn er auf diese Substanzen trifft.

Antikörper signalisieren anderen Zellen, sich verteidungsbereit zu machen, und veranlassen sie, Verbindungen wie Histamine freizusetzen, die Symptome verursachen.

Die allergische Rhinitis betrifft nur einen kleinen Teil der Bevölkerung und weist zahlreiche Risikofaktoren auf. Dazu gehören Verwandte mit Allergien, das Vorliegen anderer Allergien und das Leben in einer Umgebung, die reich an Allergenen ist.

Obwohl der Heuschnupfen nicht als schwere Erkrankung gilt, kann er die Lebensqualität beeinträchtigen und zu Komplikationen wie Schlafstörungen, Sinusitis, schwerem Asthma und Ohrenentzündungen führen.

KONVENTIONELLE BEHANDLUNGEN BEI HEUSCHNUPFEN

Antihistaminika sind eine Standardbehandlung für dieses Leiden. Histamine können nur dann Wirkungen hervorrufen, wenn sie erfolgreich an die entsprechenden Rezeptoren binden. Antihistaminika wirken, indem sie dies verhindern.

Antihistaminika helfen, die Symptome zu verhindern, wenn sie vor dem Kontakt mit einem Auslöser eingenommen werden. Werden sie erst danach eingenommen, können sie die Symptome nur noch bis zu einem gewissen Grad abschwächen. Antihistamine sind zwar wirksam, können jedoch auch Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Übelkeit hervorrufen.

Dekongestiva sind eine weitere häufige Form von Medikamenten, die gegen Heuschnupfen eingesetzt werden. Sie helfen, verstopfte Nasen zu lösen, indem sie die kleinen Blutgefäße in der Nase und den Nasennebenhöhlen dazu bringen, sich zusammenzuziehen, was deren Größe verringert und dazu beiträgt, die Schwellung zu unterdrücken.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf lohnt es sich, sich mit den Eigenschaften von CBD zu befassen, um herauszufinden, ob, insbesondere mit Blick auf Heuschnupfen, Zusammenhänge zwischen diesem Cannabinoid und der Linderung von Allergien bestehen.

CBD VS. HEUSCHNUPFEN: WIE KÖNNTE DAS CANNABINOID HELFEN?

Cbd vs. heuschnupfen: wie könnte das cannabinoid helfen?

CBD oder Cannabidiol ist eine Verbindung, die hauptsächlich in Cannabisblüten vorkommt. In letzter Zeit hat das Molekül aufgrund seiner biologischen Wirkungen auf Tiere und Menschen großes Interesse unter Forschern gefunden.

Man nimmt an, dass CBD seine Wirkung zum Teil dadurch erzielt, dass es in Wechselwirkung mit dem Endocannabinoid-System tritt. Dieses regulatorische Netzwerk vermittelt physiologische Prozesse wie Stimmung, Schlaf, Appetit und Gedächtnis und besteht aus CB1- und CB2-Zellrezeptoren. CBD ist eines von mehreren Cannabinoiden, von denen man glaubt, dass sie wahrscheinlich indirekt mit diesen Rezeptorstellen interagieren.

Infolgedessen hat das Cannabinoid forschende Mediziner mehr als fasziniert. Was die Auswirkungen von CBD auf den Heuschnupfen angeht, steht die direkte wissenschaftliche Untersuchung noch aus. Wir können jedoch auf die Ergebnisse vorläufiger Studien in verwandten Bereichen zurückgreifen, um eine gewisse Perspektive auf das Potenzial von Cannabinoiden zu erhalten.

CBD UND GENERELLE ENTZÜNDUNG

Eines der primären Heuschnupfen-Symptome ist eine Entzündung. Dies führt zu Schwellungen um die Augen und zu verstopften Nasenwegen. Obwohl es keinen endgültigen Beweis für die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD beim Menschen gibt, konnte man in Tiermodellen über Entzündungen zeigen, dass das Cannabinoid die betreffende Schwellung verringerte.

CBD- UND HISTAMINSPIEGEL

CBD kann möglicherweise den Histaminspiegel im Blut senken, indem es als Antioxidans wirkt. Laut einer im Jahr 2011 veröffentlichten Studie können Antioxidantien die Sekretion von Mastzellen senken, den Zelltypen, die für die Freisetzung von Histamin ins Blut verantwortlich sind.

CBD UND DIE HAUT

Heuschnupfen-Symptome können auch abseits der Atemwege und der Augen auftreten. Das Leiden kann auch einen Ausschlag in Form einer allergischen Dermatitis und eines Ekzems verursachen. In einer Studie von 2018 wurde gezeigt, dass CBD in einem experimentellen Modell der allergischen Kontaktdermatitis eine entzündungshemmende Wirkung ausübte. Darüber hinaus richtete eine umfassende Sichtung der Literatur zur Anwendung von Cannabinoiden in der Dermatologie den Blick auf das Potenzial von CBD bei der Behandlung einer Vielzahl von Hauterkrankungen, zu denen auch die Symptome im Zusammenhang mit Heuschnupfen wie Juckreiz gehören. Dennoch erkennen die Forscher in diesem Bereich einen Mangel an qualitativ hochwertiger klinischer Forschung und fordern weitere Studien.

MEHR FORSCHUNG IST NOTWENDIG, ABER DIE BISHERIGEN ERGEBNISSE SEHEN VIELVERSPRECHEND AUS

Solange es an Humanstudien mangelt, ist es schwierig, nachweisbare Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Wissenschaft bleibt allerdings häufig hinter den tatsächlichen Verhältnissen in der wirklichen Welt zurück. Falls Du an Heuschnupfen leidest, ist der Einsatz von CBD möglicherweise einen Versuch wert. Vergegenwärtigt man sich, dass das Cannabinoid legal ist, ein gutes Sicherheitsprofil aufweist und nur geringe Nebenwirkungen auslöst, dürfte es unvermeidlich sein, dass in naher Zukunft zum Einsatz von CBD bei Allergien auch Studien am Menschen durchgeführt werden.

Wir freuen uns darauf, davon endlich in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu lesen.