Die Verwendung von Marienkäfern als Schutz für Deinen Cannabisgarten


Die Verwendung von Marienkäfern als Schutz für Deinen Cannabisgarten

Wenn Du wie die meisten Menschen bist, die Cannabis anbauen, bevorzugst Du es wahrscheinlich, alle schädlichen, erntezerstörenden Käfer auf natürliche und organische Weise auszumerzen. Wer will schon Buds rauchen, die mit einer dicken Schicht chemischer Pestizide überzogen sind?

Leider ist das leichter gesagt als getan – vor allem, wenn man mit Spinnenmilben zu kämpfen hat, die in Graspflanzen häufig vorkommen. Oftmals, wenn ein Befall dann schließlich entdeckt wird, ist es für die milderen, organischen Pestizide bereits zu spät, um noch Wirkung zeigen zu können.

Aber keine Angst, es gibt ein altbewährtes Mittel, das die Arbeit bisher immer erledigt hat: Marienkäfer!

SPINNMILBEN, DER NATÜRLICHE FEIND DES WEEDS

Falls Dir die heimtückische Spinnmilbe kein Begriff ist, lässt sie sich am besten so beschreiben: Im Grunde ist sie ein sehr sehr kleines Spinnentier. Wie eine normale Spinne hat sie acht Beine und Spinnweben, allerdings ist sie nur so groß wie eine Nadelspitze. Diese kleinen Viecher lieben es sehr, Cannabispflanzen anzufressen.

Sie beginnen ganz diskret an der Unterseite der Blätter, was es schwierig macht, sie zu bemerken, bevor es zu spät ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein großer Befall eine Pflanze in nur 12 Stunden tötet. Sie ernähren sich von der Lebensquelle Deiner Pflanzen: Dem Chlorophyll.

Wenn das nicht schon schlimm genug klingt, dann warte ab, es wird noch schlimmer. Spinnenmilben sind gefräßig und zerstörerisch, außerdem produzieren sie auch ausreichend Nachkommen, um womöglich irgendwann die Weltherrschaft zu übernehmen.

Im Durchschnitt legt eine weibliche Spinnmilbe jeden Monat etwa eine Millionen Eier, die nur wenige Tage brauchen, um zu schlüpfen. Pfui. Außerdem gibt es das Problem, dass viele Pestizide erwachsene Insekten töten, aber nicht die Eier und Larven – das ist so ähnlich, wie von Flöhen überflutet zu werden.

DIE MARIENKÄFER KOMMEN ZUR HILFE

Marienkäfer, formal als Coccinellidae bezeichnet, sind kleine fliegende Käfer, die bezaubernd aussehen, aber komplette Barbaren sind, wenn es um das Erbeuten von gewöhnlichen Gartenschädlingen geht.

Sie lieben vor allem Spinnentiere wie Spinnmilben, aber sie vernichten auch eine Vielzahl von Insekten, darunter Blattläuse, Milben, Wollläuse, Kleinzikaden, Milben und verschiedene Arten von Weichinsekten. Marienkäfer sind seit dem Mittelalter eine fester Bestandteil im Garten und werden auch heute noch häufig eingesetzt.

Nicht nur das, sie gelten auch in vielen Kulturen als Zeichen des Glücks. Eine kleine Armee von ihnen könnte einem Schädlingsbefall wirklich Schaden zufügen, wenn man bedenkt, dass jeder Marienkäfer bis zu 100 Milben pro Tag fressen kann.

Wenn Du im Freien anbaust, können Marienkäfer mit Leichtigkeit Deine besten Freunde im Garten werden... aber Du musst ihnen ein geeignetes Zuhause geben.

WIE MAN EIN MARIENKÄFERHAUS BAUT

WIE MAN EIN MARIENKÄFERHAUS BAUT

Der Bau eines Marienkäferhauses ist ein recht einfacher Vorgang, der keine teuren Materialien erfordert. Die meisten Artikel findest Du in Deinem örtlichen Lebensmittelgeschäft.

Stelle sicher, dass Dein Garten mindestens einen Monat lang frei von Pestiziden (sowohl chemischen als auch organischen) war, bevor Du Marienkäfer in Deinem Garten aussetzt.

ZUBEHÖR

  • Kleiner belüfteter Kasten mit eingebauter Ablage (ähnlichem einem Behälter für das Klonen)
  • Neuer, sauberer Schwamm (frei von Seife und Reinigungsmittel)
  • Umkehrosmosewasser
  • Rosinen, getrocknete Preiselbeeren oder andere Trockenfrüchte (keine Zitrusfrüchte)

ANLEITUNG

  • Schritt 1: Nimm die Ablage aus Deiner belüfteten Box.
  • Schritt 2: Befeuchte den Schwamm mit Deinem Umkehrosmosewasser. Lege ihn auf die Ablage.
  • Schritt 3: Füge eine kleine Handvoll der getrockneten Früchte hinzu (ca. 15 Stück).
  • Schritt 4: Lege Deine Marienkäfer in die Box und stelle sicher, dass die Box gut belüftet ist.
  • Schritt 5: Stelle die Box vorsichtig in Deinen Garten, so dass sie vor direktem Sonnenlicht geschützt ist.
  • Schritt 6: Stelle sicher, dass Du die Futter- und Wasserablage täglich oder bei Bedarf auffüllst.

Mit diesen sechs einfachen Schritten erreichst Du einen hungrigen Haufen fleischfressender Marienkäfer, die all das lästige Ungeziefer zerstören, das Deine Cannabispflanzen in ihr Mittagessen verwandeln.

Denke daran, dass Marienkäfer fliegen können, daher ist die einzige Möglichkeit, sie wirklich daran zu hindern, Deinen Garten zu verlassen, diesen mit einem sehr feinen Netz abzudecken. Außerdem können sie beißen, wenn sie provoziert werden, aber sie sind nicht giftig und es kommt extrem selten vor.

Sie sind eigentlich ziemlich soziale Käfer, die sanft auf Deinen Fingern und Händen kriechen, wenn es ihnen beliebt.

So weit, so gut. Hat einer unserer Leser schon einmal Marienkäfer in seinem eigenen Garten erfolgreich eingesetzt? Lasse es uns wissen, wir würden uns freuen, von Dir zu hören!