Die SOG-(Sea-Of-Green)-Anbaumethode erklärt


Die SOG-(Sea-Of-Green)-Anbaumethode erklärt

Die Sea-Of-Green-(SOG)-Anbaumethode ("Meer aus Grün") ist im wahrsten Sinne des Wortes benannt. Sie ist eine von zahlreichen Methoden, die von Cannabiszüchtern in Pflanzzelten und Innenräumen angewendet wird, um die Anbaufläche so effizient wie möglich zu nutzen. Bei der SOG-Technik werden viele Pflanzen in kleinen Töpfen pro Quadratmeter aufgezogen.

Das Ziel dabei ist, die Pflanzen so wachsen zu lassen, dass sie eine einzelne Hauptblüte mit nur wenigen Seitentrieben ausbilden. Die unteren Triebe können abgeschnitten werden, so dass die apikaldominante Blüte und etwas peripheres Material mit der gesamten Pflanzenenergie reifen kann.

Wenn die Sea-Of-Green-Methode genutzt wird, verbringt man weniger Zeit in der vegetativen Phase. Die Pflanzen werden, wenn sie noch relativ klein sind, bereits auf den 12/12-Beleuchtungszyklus der Blütephase umgestellt. Das meiste Wachstum der Pflanze geht hier während der Ausdehnung in der Blüte vonstatten.

Sativas, die mit nur 10cm Höhe umgestellt werden, erreichen dennoch 50–70cm oder auch mehr, wenn es sich um langblühende Sorten handelt. Indicas müssen gegebenenfalls länger in der vegetativen Phase gehalten werden, bevor die Zeitschaltuhr umgestellt wird, um den auf der Fläche möglichen Ertrag zu maximieren. Sie strecken sich im Allgemeinen eher weniger und benötigen einige Nodien, um die Fläche auszufüllen.

Bei einem SOG dreht sich alles um den Ertrag pro Quadratmeter. Dem Volumen pro Pflanze wird nur wenig Beachtung geschenkt, da die Pflanzen dazu ermuntert werden, als gemeinsames Blätterdach zu wachsen. So wird das Meiste aus der Pflanzzelt-Beleuchtung herausgeholt, da alle Pflanzen dieselbe Menge Licht abbekommen. Es gibt keine Notwendigkeit, sich um die Nebenbeleuchtung des Unterwuchses zu kümmern.

Der Umsatz eines SOG ist hoch, da die Vegetationszeit so kurz ist.

SO NAVIGIERST DU DEIN EIGENES SEA OF GREEN

TÖPFE

Kleine Pflanzen benötigen auch nur kleine Töpfe. Bodenfläche und Luftzirkulation stehen im Vordergrund, daher ist ein Gleichgewicht zwischen Pflanzen pro m² und gesundem Wurzelraum ideal. Ein möglichst großer Topf, passend zur Pflanzenmenge pro m², bietet viel Platz für die Wurzelentwicklung und bedeutet mehr Zeit zwischen den Bewässerungen. Zum Beispiel haben 7-Liter-Töpfe einen Durchmesser von 19cm und passen als 4x4-Setup gemütlich auf einen Quadratmeter.

Pflanzen können in kleineren, eng zusammengestellten Töpfen gute Ergebnisse erzielen. Die Luftzirkulation kann jedoch ein Problem darstellen und Krankheiten drohen zu entstehen. Pflanzen neigen auch dazu, in winzigen Töpfen umzufallen. Plastik, Air Pots, Pflanztaschen, Terrakotta – sie alle rocken.

FRÜHE LEBENSPHASE

Bringe Deine Samen wie gewohnt zum Keimen. Dafür gibt es zahlreiche Methoden, die von Growern auf der ganzen Welt verwendet werden. Bei jedem Anbau solltest Du jungen Pflanzen dieselbe Pflege und Aufmerksamkeit schenken. Topfe sie nach der Keimung in größere Töpfe um, oder beginne direkt in großen Pflanzbehältern. Je gesünder Deine Pflanzen sind, desto größer fällt am Ende auch die Ernte aus.

VEGETATIVE PHASE

Der SOG ist eine einfache Manipulationstechnik. Es erfordert nur wenig Training, wenn überhaupt. Manche Anbauer toppen ihre Pflanzen früh, lassen sie dann länger wachsen und haben weniger aber buschigere Pflanzen. Manche kappen die Spitze nicht und stellen früher auf die Beleuchtung für die Blüte um. Beides funktioniert gleichermaßen auf seine eigene Art und Weise gut.

Als Daumenregel kann man sagen, dass bei einem SOG eine vegetative Phase von nur 1,5–2 Wochen genügt, um den Pflanzen ausreichend Zeit für die Entwicklung eines starken Blätterdachs zu geben.

Erfahrene Züchter wissen, dass Cannabis eine Phase während der Vegetation erreicht, in der sich das Wachstum rapide beschleunigt. Die Wurzeln sind nun gut entwickelt und es gibt genug Grün, um einen beschleunigten Stoffwechsel zu ermöglichen.

Die Beleuchtung vor dieser "Pubertätsphase" umzustellen, kann ein gehemmtes Wachstum der Pflanzen verursachen. Sie werden dennoch blühen, aber sich kaum strecken, da sie noch vorpubertär waren, als die Photoperiode geändert wurde. Sie neigen dann dazu, klein zu bleiben und hochwertige, aber kleine, golfballgroße Blüten zu produzieren.

Wenn Du Dir hinsichtlich der vegetativen Reife Deiner Pflanzen nicht sicher bist, gibst Du ihnen einfach noch eine Woche. Wenn sie irgendwann dieses "Hey, ich bin über Nacht 5cm gewachsen!"-Ding machen, kannst Du sofort auf die Blüte umstellen.

LUFTZIRKULATION

Sorge dafür, dass Deine Pflanzen ausreichend Ventilation abbekommen. Das dichte Blätterdach mit vielen Blattüberlappungen benötigt eine Menge Luftzirkulation. Die Blattstomata, auf denen Gasaustausch stattfindet, befinden sich auf den Blattunterseiten.

Das Anbaumedium benötigt auch bewegte Luft, um den Nass-Trocken-Zyklus beizubehalten und mögliche Algen oder Schimmelpilze zu verhindern. Ein dickes Blätterdach wirft einen dichten Schatten auf das Anbaumedium.

WARTUNG UND PFLEGE

Wartung und pflege

Entferne unterentwickelte Zweige, die möglicherweise zu weit von der Lichtquelle entfernt sind. Entferne die großen Sonnensegel, um den Lichteinfall auf die gesamte Pflanze zu erhöhen.

Einige Grower "mainlinen" ihre Pflanzen und entfernen jeglichen Wuchs, der nicht zu einer dominanten Blüte wird. Ein SOG erfordert keine spezielle Behandlung außer den regelmäßigen Anforderungen eines zeitgenössischen Cannabisanbaus. Die Pflege kann länger dauern, da viele Pflanzen versorgt werden müssen, aber bei einer größeren Pflanze mit vielen Verzweigungen ist das ähnlich.

Ein Sea-Of-Green ist eine bewährte Technik, um Erträge zu maximieren, ohne große Pflanzen anbauen zu müssen. Sie stellt eine effiziente Nutzung von künstlichem Licht und aufgrund der kurzen Vegetationszeit ein großes Anbauzeit:Ertrag-Verhältnis dar. Jede Blüte in der Anbaufläche erhält die gleiche Beleuchtung, so dass jede ihr volles Potenzial erreichen kann. Du machst auf jeden Fall nichts falsch, wenn Du Dich an der Sea-Of-Green-Methode versuchst.