Beeinflusst Marihuana die Art, wie wir Musik hören?


Beeinflusst Marihuana die Art, wie wir Musik hören?

Wie auch immer Dein musikalischer Geschmack aussieht - Du kennst bestimmt auch solche Momente, in denen Musik die beste Medizin für eine beruhigende und entspannte Nacht zu Hause ist. Klänge und Musik sind bekannt dafür, dass sie bei uns Menschen für Glück und Entspannung sorgen.

Vielleicht bist Du (noch) nicht so weit gegangen, Deine Playlists auf bestimmte Sorten und/oder Stimmungen abzustimmen, aber wenn Du Cannabis magst, hörst Du wahrscheinlich auch gerne ein paar gute Songs, während Du einen durchziehst.

Manchmal verfliegt die Zeit, wenn man high ist, während sie manchmal fast zum Stillstand kommt. Obwohl sie nicht halluzinogen sind, können einige Cannabissorten trippige Effekte auslösen. Und wenn Du breit wie eine Radehacke bist, gibt es nichts Besseres als gute Musik.

Einige Leute glauben, dass Cannabis die Wahrnehmung von Zeit und Raum beeinflussen kann, weshalb es möglich ist, dass diese veränderte Wahrnehmung dem Nutzer dabei hilft, ansonsten unhörbare Laute aufzunehmen oder die Bedeutung eines Liedes tiefer zu erfassen.

Aber wie verhält es sich genau mit Cannabis in Verbindung zu Musik? Macht ein bisschen Weed die Musik wirklich besser?

Viele haben versucht, genau zu definieren, was im Gehirn unter Einfluss von tollem Weed und Dezibel passiert.

DIE 6 EBENEN DES BEWUSSTSEINS

Die 6 ebenen des bewusstseins

Timothy Leary etwa glaubte sehr an Selbstversuche und hat sich routinemäßig mit einer Unzahl von Psychedelika versehen, um im Namen der Wissenschaft Musik zu hören. Leary glaubte, dass 6 Bewusstseinsstufen existieren. Dies wird in seinem bahnbrechenden Aufsatz "The Politics, Ethics, and Meaning of Marijuana" beschrieben, der 1969 im Buch The Marijuana Papers erschien.[1]

Seine Forschungen zur Bewusstseinserweiterung führten ihn zu der Schlussfolgerung, dass Marihuana als ein mildes Psychedelikum einen Menschen auf Level 3 bringen könnte, auch bekannt als das Niveau des sensorischen Bewusstseins. Leary war der Meinung, dass Musiker, die Weed rauchen, diesen Bewusstseinszustand erreichen und ihr Trommelfell irgendwie stärker auf Schallwellen fokussieren.

NEUERE WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN

Im September 2017 veröffentlichte das International Journal of Neuropsychopharmacology eine britische Studie mit dem Titel “Cannabis Dampens the Effects of Music in the Brain Regions Sensitive to Reward and Emotion.” (deutsch: "Cannabis dämpft die Effekte von Musik in den Gehirnregionen, die empfindlich auf Belohnung und Emotion reagieren"). Diese Studie ist die erste, die speziell die kombinierten Effekte von Musik und Cannabis auf das menschliche Gehirn analysiert.[2]

Bei dem für die Studie verwendeten Cannabis handelte es sich um zwei Sorten von Bedrocan aus den Niederlanden. Die Teilnehmer verdampften 12% THC-Bedrobinol mit vernachlässigbarem CBD-Gehalt sowie CBD-reiches Bediol mit 7,5% CBD und gleichzeitig nur 6% THC.

Natürlich wurde auch ein Placebo verabreicht. Am interessantesten war die Auswahl klassischer Musik. Vielleicht passte das Weed nicht zu dieser Art von Musik? Wer weiß, welche Ergebnisse OG Kush zusammen mit Cypress Hill bzw. Lemon Haze in Verbindung mit Neil Young erzielt hätten?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Cannabis mit hohem THC- bzw. niedrigem CBD-Gehalt tatsächlich unsere natürlichen Gehirnreaktionen auf Musik reduziert. Doch es gab auch gute Neuigkeiten: Es wurde nachgewiesen, dass CBD die möglichen negativen Auswirkungen von THC ausgleicht.

THE LAW OF ONE

Es gibt aber auch Leute, die an etwas ganz anderes glauben - und einige dieser Menschen behaupten, dass The Law of One/The Ra-Material (das von einer außerirdischen Entität mittels Channeling diktiert worden ist oder auch nicht, deutscher Titel "Das Gesetz des Einen") uns die ET-Perspektive verschafft. Im Wesentlichen wird darin die Auffassung vertreten, dass "alles eins ist", was bedeutet, dass alle Dinge aus ein und derselben Essenz bestehen.[3]

Die entspannende Wirkung von Marihuana ermöglicht es uns, einfach die Kanäle zu öffnen, um Musik auf einer tieferen Ebene zu empfangen und schätzen zu lernen. Wenn wir akzeptieren, dass wir alle mit dem co-kreativen Bewusstsein verbunden sind, dann ist es naheliegend, dass Musik, die unter dem Einfluss von Cannabis komponiert und aufgeführt wird, in den Ohren anderer Weed-Raucher besser klingt.

VERSUCH ES EINFACH SELBST

Während manche Leute klassische Musik oder Bob Marley bevorzugen, genießen manche Leute den Vogelgesang oder das Geräusch der Wellen, die das Ufer heraufrollen. Egal, was die Erklärung dafür sein mag oder an welche Theorie Du glaubst - Musik kann fast alles verbessern und Dein High absolut versüßen.

Probiere es einfach selbst aus und lege Dir für Deine nächste Session eine schöne Playlist an.

Verweise

  1. ^ goodreads, The Marijuana Papers, abgerufen December-09-2017
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  2. ^ International Journal of Neuropsychopharmacology, Cannabis Dampens the Effects of Music in Brain Regions Sensitive to Reward and Emotion, abgerufen December-09-2017
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  3. ^ The Law of One, The Law of One, abgerufen December-09-2017
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