Cannabissamen vs. Klone: Was ist das Richtige für Dich?


Cannabissamen vs. Klone: Was ist das Richtige für Dich?

Falls Du ein Neuling im Cannabisanbau bist und Deine erste Aufzucht planst, stellt sich die Frage, ob Du für den Anfang Cannabissamen oder Klone verwenden solltest. Es gibt viele Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen können. Das Verständnis der grundlegenden Unterschiede zwischen Samen und Klonen und wie sie sich auf Dein Endprodukt auswirken, ist der Schlüssel für die richtige Entscheidung.

WAS IST EIN KLON?

Zum Klonen von Cannabis benötigt man keinen verrückten Wissenschaftler und muss auch nicht die internationalen Ethikgesetze verletzen. Das Klonen, auch wenn es sehr futuristisch klingt, ist lediglich die Vervielfältigung einer Sorte durch die Verwendung eines Ablegers von der Mutterpflanze. Es geht schnell und einfach, hat aber auch seine Nachteile und Einschränkungen.

Klone haben einige vorteilhafte Merkmale. Da Du einen Ableger der ursprünglichen Pflanze machst, um einen Nachkommen zu schaffen, werden die Gene identisch sein. Wenn du einen Ableger von einer weiblichen Pflanze machst, wirst Du auch eine weibliche Pflanze erhalten. Außerdem sparst Du etwas Zeit. Wenn Du einen Klon verwendest, beschleunigst Du den Wachstumszyklus, da die Keimung, das Sprießen und die anfängliche Wachstumsphase wegfallen. Nachdem sich das Wurzelsystem des Klons stabilisiert hat, kannst Du ihn für die vegetative Phase in einen größeren Topf umtopfen.

Es hat zwar den Anschein, dass die Verwendung von Klonen eine schnelle und einfache Methode ist, um Deinen Garten neu zu bevölkern. Klone können allerdings schwierig in der Handhabe sein und haben verschiedene größere Schwachstellen. Verstehe uns nicht falsch, Du kannst mit einem Klon sicherlich hochwertiges Cannabis erzeugen und dies innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Die Sache ist aber die: Es gibt bessere Methoden, wenn Du Anbauanfänger bist oder aber auch auf die deftigsten und höchsten Erträge abzielst.

Wenn Du in den eigenen vier Wänden anbaust und Dich fragst, wie neue industrielle Zuchteinrichtungen ihren Stoff vervielfältigen, dann kannst Du Dir sicher sein, dass sie meistens, wenn nicht sogar immer Klone verwenden. Sie sind schnell, einfach und können unter Einhaltung eines engen Zeitplans erzeugt werden. Wenn Du aber etwas vom Anbauen verstehst, dann wirst Du wissen, dass Du mit industriellem, gewerblichem Anbauen nie das hochwertigste Gras erzeugen kannst. Dies ist so, weil dort Techniken angewandt werden, die für die Massenproduktion bestimmt sind.

Ein Problem an Klonen ist, dass sie nur unter bestimmten Bedingungen richtig wurzeln. Nachdem der Klon von der Mutterpflanze geschnitten wurde, wird er mit Hormonen behandelt, die das Wachstum der Wurzeln anregen. Der Klon wird dann in einen Schaumstoffblock gegeben, der mit Wasser und Nährstoffen versetzt ist, um die neuen, unabhängigen Schößlinge zu nähren. Sobald der Schaum austrocknet, sind die neu entwickelten Wurzeln gezwungen sich auszudehnen, um nach neuen Nährstoffen zu suchen.

Um Klone sachgemäß zu nähren, benötigst Du einen Raum, der die passende Beleuchtung, Temperatur und Feuchtigkeit aufweist, die für die Entwicklung der Klone notwendig sind. Klone benötigen eine höhere Luftfeuchtigkeit, mehr Licht und eine Temperatur am oberen Ende der Skala.

Eine der größeren Herausforderungen beim Arbeiten mit Klonen ist das Vertrauen auf die Quelle. Die große Mehrheit von bei großem industriellem Anbau auftretendem Milbenbefall resultiert aus kontaminierten Klonen, die von außerhalb stammen. Wenn Du einen Klon verwendest, den Du aus einem Shop oder von einem Freund beziehst, gehst Du das Risiko einer Kontaminierung mit Milben oder auch Pilzen wie Mehltau ein.

SAMEN VERSTEHEN

Pflanzen wachsen aus Samen. Ich denke, das haben wir alle verstanden. Wenn Du damit aufgewachsen bist, immer alle Samen aus jedem gekauften Beutel Gras aussortieren zu müssen, dann bist Du damit wahrscheinlich nicht allein. Diese Samen haben vermutlich buchstäblich einen üblen Geschmack in unseren Mündern hinterlassen. Diese Samen, die Du in Deinem Beutel mit minderwertigem Gras gefunden hast, sind aufgrund von ungewollter Bestäubung der weiblichen Pflanzen durch in der Nähe wachsende männliche Pflanzen dorthin gekommen.

Sie eignen sich nicht gut zum Anbauen und sind vor allem einfach nur ein Ärgernis. Um gute Samen zu produzieren, die sich gut zum Anbauen eignen, geben Züchter besonders darauf Acht, die hochwertigsten weiblichen und männlichen Pflanzen aufzuziehen. Sie können ausgewählte Kreuzungen durchführen, um bei den Nachkommen die gewünschten Merkmale zu erhalten.

DIE VORTEILE BEIM ANBAUEN MIT SAMEN

DIE VORTEILE BEIM ANBAUEN MIT SAMEN

Die Trends beim Heimanbau haben sich in den letzten Jahren verlagert. Der Ansatz eines natürlichen Gartens hat den Markt im Sturm erobert. Der Grund hierfür ist, dass die Pflanzen in einer natürlicheren Umgebung meist besser gedeihen.

Cannabissamen zum Keimen zu bringen ist der erste Schritt bei der Entwicklung eines natürlicheren Gartens. Cannabis sollte in einer einzelnen Anbausaison wachsen, blühen und letztlich sterben. Es wurde für die Pflanze nie unendliches Leben in Form einer Klone produzierenden Mutterpflanze vorgesehen.

Es herrscht eine Debatte über die Langlebigkeit durch Klonen und darüber, ob dies negative Konsequenzen hat oder nicht. Es ist schwer zu sagen, aber es gibt Stimmen, die behaupten, dass die Qualität nach vielen Generationen des Klonens insgesamt langsam nachlässt.

Einer der eindeutigen Mängel von Klonen ist das Fehlen des sogenannten Heterosis-Effekt. Der Heterosis-Effekt bezeichnet den biologischen Vorteil, den Pflanzen haben, die aus zwei unterschiedlichen Elternpflanzen gezüchtet wurden. Aus Samen von zwei unterschiedlichen Elternteilen entstandene Sorten haben meist eine ausgeprägtere Fähigkeit, Nährstoffe zu absorbieren, gegen Schimmel und Ungeziefer anzukommen und sie generieren oftmals höhere und vollere Erträge.

Ein Grund für die größere Beständigkeit und generelle Stärke von aus Samen entstandenen Pflanzen ist das Wurzelsystem. Wenn Du einen Ableger nimmmst und das Wachstum der Wurzeln mit Hormonen stimulierst, ist das Endresultat ein strähniges, faseriges Netzwerk aus Wurzeln.

Wenn Du einen Cannabissamen zur Keimung bringst, wird seine Wurzelstruktur im Endeffekt um einiges dicker und knolliger sein. Diese dichtere Wurzelstruktur ist fähiger, Nährstoffe aufzunehmen und kann sich tiefer im Erdboden ausbreiten, falls im Freien angebaut wird.

Was das Beschaffen hochwertiger Samen betrifft, solltest Du von einer vertrauenswürdigen Saatgutbank bestellen. Saatgutbanken spezialisieren sich darauf, ausgewählte Sorten anzubauen und zu züchten, um die besten verfügbaren Samen zu produzieren.

Wenn Du von einer Saatgutbank bestellst, hast Du außerdem eine Auswahl, die Du sonst nirgendwo findest. Willst Du Indicas? Sativas? Oder Hybride? Saatgutbanken sind Profis, was Cannabissorten betrifft und es ist nie falsch, wenn Du auf sie zurückgreifst.

FAZIT

Manchmal scheinen die Optionen begrenzt zu sein, wenn es darum geht an das richtige Cannabis für Dein Gartenprojekt zu kommen. Wenn Deine Kumpels anbauen, bist Du auf ihre Sorten beschränkt, was das Klonen anbelangt. Wenn Du eine Sorte findest, die Du magst, kann es trotzdem sein, dass Du Probleme in Deinen Garten importierst, die Dein Kumpel vielleicht auch hat.

Obwohl das Klonen von Cannabis schnell und einfach geht, wird es die Qualität und die Erträge Deiner Ernte nicht maximieren. Pflanzen entwickelten sich seit Anbeginn der Zeiten aus Samen. Wer sind wir zu denken, dass wir diesen Vorgang verbessern zu können?

Aus Samen angebaute Cannabispflanzen weisen ein robusteres und natürlicheres Wurzelsystem auf und dies führt zu einem insgesamt besseren Endprodukt. Es ist die beste Wahl, sich an eine renommierte Saatgutbank zu wenden, wenn Du mit dem Anbauen durchstarten möchtest.