Alles was Du über Hermaphrodite Cannabispflanzen wissen musst


Alles was Du über Hermaphrodite Cannabispflanzen wissen musst

Manche Cannabispflanzen bilden sowohl männliche, als auch weibliche Geschlechtsmerkmale aus und werden so zu Hermaphroditen, also zweigeschlechtlichen Pflanzen oder Zwittern.

Männliche Pflanzen bilden nur Pollensäcke und weibliche Pflanzen produzieren Blütenstempel und Blüten und obwohl manche Pflanzen unverwechselbar männlich oder weiblich sind, können bestimmte genetische und umweltbedingte Faktoren eine zweigeschlechtliche Pflanze mit beiden Geschlechtern provozieren.

Zwitter-Gene werden von Züchtern nicht gerade gerne gesehen. Aus demselben Grund, warum man auch keine männliche Pflanze in der Plantage haben will, wenn man eigentlich harzige Pflanzen mit riesigen Erträgen anbauen will.

Bleiben die Pollensäcke unbemerkt, platzen sie auf und bestäuben benachbarte Blüten. Das führt dazu, dass die bestäubten Pflanzen ihre Energie in die Samenproduktion stecken, anstatt eine Vielzahl von Trichomen auf den Blüten zu bilden.

ECHTE HERMAPHRODITEN

Die Genetik mancher Sorten tendiert eher dazu, zweigeschlechtliche Pflanzen zu erzeugen. Dazu zählen Thai Sativas und beim Anbau sollten sie sehr gut überwacht oder gar nicht angebaut werden. Diese Art von gemischtgeschlechtlichen Pflanzen nennt man „echte Hermaphroditen“.

Der Grund dafür ist hauptsächlich genetischer Natur, denn Klone von einer gleichgeschlechtlichen Mutterpflanze werden sehr wahrscheinlich dieselben Eigenschaften ausbilden, da diese vererbt werden. Es empfiehlt sich, zweigeschlechtliche Pflanzen aus der Plantage zu entfernen, sobald Du sie entdeckst.

Dadurch wird eine Bestäubung von benachbarten Pflanzen verhindert und sie können ungestört große Blüten bilden, ohne Samen zu produzieren.

Eine Möglichkeit ist die sehr genaue Überwachung der Pflanzen und das Abschneiden der Pollensäcke, bevor sie aufplatzen. Das erfordert jedoch Übung und stellt immer noch ein großes Risiko für die restliche Plantage dar.

ZWEIGESCHLECHTLICHE BLÜTEN

ZWEIGESCHLECHTLICHE BLÜTEN

Eine weitere Art von Hermaphrodititismus äußert sich in zweigeschlechtlichen Blüten einer Pflanze und wird angeblich durch Stress ausgelöst. Die Genetik spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wenn sich eine weibliche Pflanze während der Blüte durch Stressoren innerhalb der Plantage bedroht fühlt, bilden sich möglicherweise Staubgefäße neben den Blütenstempeln und auf den Blüten und geben Pollen ab.

Das sind völlig andere Blattknoten, als bei echten Hermaphroditen. Die Pflanze will damit ihre Blütephase verkürzen, um damit die Chancen der Genweitergabe zu erhöhen.

Die Pollensäcke von zweigeschlechtlichen Pflanzen sehen anders aus, als bei echten Hermaphroditen. Sie sind gelb und länglich und werden deshalb oft als „Bananen“ bezeichnet. Diese Bananen sind in Wirklichkeit die sichtbaren Geschlechtsmerkmale, auch bekannt als Staubgefäß, das sich normalerweise innerhalb der Pollensäcke befindet. Aus diesem Grund brauchen sie keine Zeit, um heranzuwachsen, aufzuplatzen und andere Pflanzen zu bestäuben. Die Bestäubung kann sofort losgehen.

Deshalb ist es das beste, die Pflanze aus der Plantage zu entfernen, sie entweder zu ernten oder sie unter neuem Licht auf Samen zu untersuchen. Bananen sind das Resultat eines Versuches der Selbstbestäubung, wenn eine weibliche Pflanze mit der Blüte in Verzug ist und immer noch keinen externen Pollen erhalten hat.

Einige Auslöser für Stress, die möglicherweise die Veränderung des Geschlechtes bewirken können:

  • Veränderungen während der Photpoeriode in der Blüte
  • Schlechte Umweltbedingungen wie zu hohe Temperaturen
  • Physischer Stress wie eine Beschneidung während der Blüte
  • Infektion mit Milben und Insekten
  • Falsches Düngen

Um jeglichen Stress für Deine Pflanzen zu vermeiden, denke daran, Beschneidung, das Hochbinden der Pflanze, Kappen und andere eingreifende Aktionen in der Wachstumsphase abzuschließen, bevor die Pflanze zu blühen beginnt und anfälliger für die Veränderung des Geschlechtes wird.

Andere Faktoren, um das Risiko zu minimieren:

  • Vergewissere Dich, dass die Lampen jederzeit weit genug von den Pflanzen entfernt sind
  • Sorge während der Blütephase für eine angenehme Temperatur zwischen 18-30°C
  • Die Beleuchtung sollte während der Blüte einheitlich sein, um Störungen zu vermeiden, die Stress verursachen können. Überprüfe Timer, Stecker, usw.
  • Beziehe Deine Samen von vertrauenswürdigen Saatgutbanken, um eine ausgezeichnete Genetik zu garantieren