Wie viel Licht benötigen Autoflowering Sorten?


Wie viel Licht benötigen Autoflowering Sorten?

Autoflowering Sorten sind die schnellsten und vielseitigsten Marihuana-Arten. Die Ruderalis-Genetik erlaubt es den autoflowering Sorten, unabhängig vom Lichtzyklus zu blühen.

In der Natur vermutet man den Ursprung von Cannabis ruderalis in Sibirien. Die Blüte der Pflanzen ist abhängig vom Alter und nicht von der saisonalen Sonneneinstrahlung. Diese einzigartige Fähigkeit unterscheidet autoflowering Sorten von herkömmlichen photoperiodischen Cannabissorten (Indica und Sativa).

Keine Sorge, schnelles Wachstum und Robustheit sind so ziemlich die einzigen zwei Eigenschaften, die sich aus ihrem Ruderalis-Hintergrund ergeben. Heutige autoflowering Sorten sind in Wirklichkeit Hybriden und bestehen hauptsächlich aus Indica- und Sativa-Genen. Sie besitzen gerade genug Ruderalis-Gene, um für gewöhnlich rund 30 Tage nach der Keimung automatisch die Blüte einzuleiten.

Die neuesten autoflowering Sorten produzieren höchst potentes Cannabis in Genießerqualität, das nichts mehr mit den bescheidenen Ursprüngen als „Grabenkraut“ zu tun hat. Weder macht ihre Anpassungsfähigkeit die autoflowering Cannabissorten unbezwingbar, noch garantieren sie dem Anbauer eine fette Ernte.

Autoflowering Pflanzen können das ganze Jahr erfolgreich angebaut werden. Im Winter, drinnen und draußen unter Einhaltung einer Reihe von Lichtzyklen. Der Trick ist die optimale Menge des richtigen Lichtspektrums für autoflowering Sorten zu finden, damit sie ihr ganzes Potenzial entfalten und eine fette harzige Ernte produzieren können.

WAS IST DER BESTE LICHTZYKLUS FÜR AUTOFLOWERING SORTEN?

Diese Frage wird immer noch heftig diskutiert, da 2017 erst die fünfte Generation von autoflowering Sorten veröffentlicht wird. Erst im letzten Jahrzehnt waren Ganja-Züchter dazu in der Lage, beste Blüten von Ruderalis-Hybriden zu ernten. Daher kann niemand diese Frage zu 100% beantworten.

Trotzdem ist der 18-6 Tag-Nacht Zyklus beim Anbau in einem Grow Room der beliebteste und wirtschaftlichste Lichtzyklus. Für Züchter, die das ganze Jahr über während der heißen Sommermonate anbauen wollen, ist das wahrscheinlich die beste Lösung. Unserer Meinung nach ist das die ganze Zeit über die richtige Menge an Licht, um autoflowering Pflanzen drinnen zu ernten.

Eine 24-Stunden-Beleuchtung ist bei autoflowering Sorten die andere Variante; obwohl sich das auf der Stromrechnung niederschlägt und sich dadurch außerdem die Temperatur im Zuchtraum erhöht. Das sollte vor allem in kalten Wintern in Betracht gezogen werden, um optimale Temperaturen sicherzustellen.

Ansonsten macht dieser Lichtzyklus wenig Sinn, da er weder nachgewiesenermaßen den Ertrag erhöht, noch beschleunigt er die Blüte. 22-2 und 20-4 sind auch beliebte Zyklen, jedoch ist ihre Überlegenheit gegenüber anderen bisher noch nicht hinreichend belegt.

Der Anbau von autoflowering Sorten bei einem 12-12 Tag-Nacht-Zyklus, zusammen mit photoperiodischen Sorten, lässt sich durchaus realisieren. Die Einbeziehung von ein oder zwei autoflowering Sorten in Deine Plantage ist eine tolle Methode, um schnell mal ein paar Buds zu ernten, um die Wartezeit auf die volle Entwicklung der geilen photoperiodischen Sorten zu verkürzen.

Autoflowering Sorten entwickeln sich bei zwölf Stunden Licht einigermaßen gut, aber mit Abstrichen bei Ertrag und Größe. Für Selbstblüher ist das nicht der perfekte Lichtzyklus, aber beim Anbau von photoperiodischen Sorten können Anbauer dadurch Erfahrung sammeln und sich mit autoflowering Sorten anfreunden, sowie sie in einer Testphase anbauen.

DAS BESTE LICHT FÜR AUTOFLOWERING SORTEN?

Die einfache Antwort lautet Sonnenlicht. Mit der neuesten Generation von Vollspektrum-Tageslicht LED-Lampen lässt sich dieses Lichtspektrum jedoch sehr gut imitieren. Vollspektrum-Tageslicht LED-Lampen sind perfekt für den gesamten Lebenszyklus von Cannabis und die effizienteste erhältliche Beleuchtung für den Anbau.

Auf lange Sicht rentiert sich die Investition in LEDs, da sich dadurch die Stromrechnung reduziert und Ertrag und Potenz auf die nächste Stufe gehoben werden. Der Preis für die Anschaffung einer qualitativen LED-Ausrüstung kann erst einmal abschrecken, aber diese Technologie ist die Zukunft des Cannabisanbaus im Zuchtraum.

LED-Lampen werden mit HID-Lampen beim Anbau von Cannabis dasselbe machen, was LED-Flachbildschirme mit den veralteten klobigen TV Geräten gemacht haben. Sie werden sie ablösen.

HID-Lampen sind immer noch eine sehr gute kurz- bis mittelfristige Lösung, um autoflowering Sorten mit wenig Startkapital anzubauen. Die Kosten für den Unterhalt sind allerdings höher als bei LED-Lampen. MH-Leuchtmittel sind beim Anbau von autoflowering Sorten nicht wirklich nötig, wenn Du klassische Beleuchtung verwenden willst.

Die kurze Wachstumsphase, der schnelle Übergang zur Blüte und der kleine Phänotyp von autoflowering Sorten, bis auf ein paar Monster der vierten Generation, machen den Einsatz von HPS-Lampen zur einfachsten Lösung.

HPS-Lampen werden normalerweise ausschließlich beim Anbau von photoperiodischen Sorten eingesetzt, da sie ein höheres Level an orangefarbenem/rotem Licht haben. Das eignet sich besser für den Anbau von Pflanzen, als blau/weiß und außerdem werden autoflowering Sorten unter HPS-Lampen nicht so groß.

Kühle weiße CFL-Lampen sind großartig, um autoflowering Sorten in die Gänge zu bringen und sie durch die vegetative Phase hindurch zu begleiten. Durch die limitierte Anzahl von Lumen können sie jedoch die Blütenproduktion entscheidend schwächen.

Das lila Strahlenspektrum von CFL-Lampen kann ebenso dazu führen. Beim Wechsel auf LED für die Blütephase kann das ähnliche Lichtspektrum zu einem sanften Übergang und einem wirtschaftlichen Anbau beitragen.

Autoflowering Cannabissorten können mit weniger als sechs Stunden Sonnenlicht am Tag überleben, aber wenn Du nach maximal 60 Tagen erstklassige Buds ernten willst, sind 18 Stunden Licht pro Tag am besten – entweder natürlich oder künstlich.